ZWE: neue Geschäftsleitung, Investitionspläne rund um Eisenberg

Schkölen/Eisenberg.  Eisenberger Zweckverband verabschiedet Ute Böhm und plant für 2021 Investitionen in Höhe von 3,5 Millionen Euro

Die bisherige ZWE-Geschäftsleiterin Ute Böhm, ihr designierter Nachfolger Heiko Baumann (links) und der Verbandsvorsitzende Matthias Darnstädt.

Die bisherige ZWE-Geschäftsleiterin Ute Böhm, ihr designierter Nachfolger Heiko Baumann (links) und der Verbandsvorsitzende Matthias Darnstädt.

Foto: Martin Schöne

Im Rahmen der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg (ZWE) am Dienstagabend im Ratskellersaal in Schkölen galt es, wichtige Fragen zu klären und Beschlüsse zu fassen. Die Sitzung lieferte Antworten auf gleich mehrere Aspekte hinsichtlich des „Wie geht es weiter beim ZWE?“

Denn zum einen berief die Versammlung unter Vorsitz des Verbandsvorsitzenden Matthias Darnstädt, Bürgermeister der Stadt Schkölen, gleich zu Beginn mit Heiko Baumann, Bürgermeister der Gemeinde Heideland, den nächsten Geschäftsleiter für den Zweckverband. Baumann übernimmt den Posten ab 1. Januar 2021. In diesem Zusammenhang wurde die langjährige Geschäftsleiterin Ute Böhm abberufen. Darnstädt dankte ihr für ihr Engagement. Später am Abend wandte sich Ute Böhm mit folgenden Worten an die Anwesenden: „Ich bedanke mich herzlich für Ihre Aufmerksamkeit heute und für die gute Zusammenarbeit über die Jahre.“ Sie sei seit 31 Jahren beim ZWE und seit 14 Jahren in der Geschäftsleitung tätig.

Zuvor galt es aber noch, mehrere Tagesordnungspunkte abzuarbeiten, etwa die Nachwahl der Mitglieder des Verbandsausschusses, den Bericht zur Jahresabschlussprüfung 2019 oder auch die Investitionspläne für Trinkwasser und Abwasser für das Jahr 2021. Böhm hatte in der Versammlung einige Investitionsvorhaben auf dem Zettel und stellte diese der Reihe nach vor. Insgesamt bezifferte sie Projekte in der Region mit einem Kostenvolumen von gut 3,5 Millionen Euro.

Investitionen im nächsten Jahr

Anderthalb Millionen Euro davon seien im Trinkwassersegment angedacht: So soll etwa die geplante Maßnahme im Bereich der Rohwasseraufbereitung des Wasserwerks Ullrichsberg mit 600.000 Euro zu Buche schlagen. Für den Trinkwasserleitungsbau sind knapp 345.000 Euro vorgesehen. Hinzu kommen Kleinmaßnahmen und Aufwendungen für die Technik.

Im Abwasserbereich sind Investitionen von etwas mehr als 2 Millionen Euro für das Jahr 2021 vorgesehen. Den größten Einzelposten hier markiert der Kanal im Ortsnetz Rauda mit Gesamtkosten von 600.000 Euro, wobei hier Fördermittel einen Anteil von 180.000 Euro ausmachen. In Crossen rechnet man für die Anbindung des Rosenthals mit einem Kostenvolumen von 210.000 Euro, für einen Schmutzwasserkanal in Etzdorf ist eine Viertelmillion Euro angesetzt. Die von Böhm erläuterte Liste war lang. Es fanden sich auch fünfstellige Beträge, etwa für Vorplanungen für jeweils eine Kläranlage und einen Kanal in den Orten Petersberg, Rockau-Wetzdorf oder Großhelmsdorf sowie jeweils 150.000 Euro für den Kanalbau in Buchheim und einen Schmutzwasserkanal in Schkölen. Eine halbe Millionen Euro sind hier für Kleinmaßnahmen und Technik vorgesehen.

In den Verbandsausschuss nachgewählt wurden aus fünf Vorschlägen drei Mitglieder: der Bürgermeister von Silbitz, Silvio Mahl, Hans-Jürgen Dietrich, Bürgermeister in Rauda sowie Mertendorfs Bürgermeister Erhard Treffer. Daraufhin war ein Stellvertreterposten neu zu vergeben, sodass die Versammlung in einem weiteren geheimen Wahlgang Johann Waschnewski, Bürgermeister in Bürgel, dafür bestätigte. Die Abläufe bei der Veranstaltung und der Wahl folgten einem festen Hygienekonzept, bei dem die Mitglieder einzeln und in einer Art Einbahnstraßenregelung ihre Stimmen abgaben.