1000 Teddys für Rettungswagen des Roten Kreuzes

Erfurt.  Wird ein Kind verletzt oder ist in Not, hilft ein Teddy manchmal mehr als Spritzen und Worte . . .

Innenminister Georg Maier (Mitte) übergab an Peter Schreiber (links; Vorstandsvorsitzender DRK Landesverband Thüringen) und Notfallsanitäter Udo Fulge (rechts) 1000 Teddys. Der Freistaat unterstützt die Teddybärenaktion mit 3600 Euro. Auf jedem Rettungswagen des DRK befinden sich Teddys, die Kindern in Not zur Seite stehen sollen.

Innenminister Georg Maier (Mitte) übergab an Peter Schreiber (links; Vorstandsvorsitzender DRK Landesverband Thüringen) und Notfallsanitäter Udo Fulge (rechts) 1000 Teddys. Der Freistaat unterstützt die Teddybärenaktion mit 3600 Euro. Auf jedem Rettungswagen des DRK befinden sich Teddys, die Kindern in Not zur Seite stehen sollen.

Foto: Anja Derowski

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Auf den Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes in Thüringen befindet sich nicht nur medizinisches Equipment, sondern auch etwas für die Seele: Links oben im Schränkchen im vorderen Teil des RTW liegen stets einige Teddys. Am Montag übergab Innenminister Georg Maier erneut 1000 Teddys an den DRK-Landesverband, eine erste Aktion hatte es 2017 gegeben. Der Freistaat unterstützt die Initiative mit 3600 Euro. Die Kuscheltiere stammen von der Deutschen Teddy-Stiftung, die 1998 in der Bärenstadt Esens gegründet worden war. Sie versorgt nicht nur Rettungsdienste und Polizei mit Teddys, sondern auch Krankenhäuser, die Notfallseelsorge sowie Kriseninterventionsteams.

„Wenn sich die Kinder beruhigen, beruhigen sich auch die Eltern, Großeltern“, weiß Notfallsanitäter Udo Fulge aus seinem Alltag. Täglich fährt er im Rettungswagen zu Einsätzen, auch mit Kindern. „Wir alle sind froh, wenn die Kindernotfälle an uns vorbeigehen.“ Doch regelmäßig kommt es zu Unfällen mit Kindern, vor allem im Haushalt, etwa durch heißes Wasser. Dann ist nicht nur schnelle medizinische Hilfe gefragt, sondern auch eine beruhigende Ansprache. Der Teddy kann dabei behilflich sein. „Er ist der Kontakt zu den Kindern“, sagt Udo Fulge. Die Teams des DRK seien gebrieft, die Kuscheltiere zu nutzen. Natürlich dürfen die Kinder die Teddys behalten.

„Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte treffen täglich auf Kinder in Krisensituationen. Die Teddys können helfen, Traumatisierungen bei Kindern zu vermeiden. Für die Kleinen sind die Kuschelbären nicht nur Spielzeug, sondern wichtige Trostspender“, meinte Georg Maier während der Übergabe. Er war von Peter Schreiber, dem Vorstandsvorsitzenden des DRK-Landesverbandes Thüringen um Unterstützung für die Teddyaktion gebeten worden. „Ich danke dem Innenminister, dass er uns erneut finanziell zur Seite steht“, betonte er. Die ersten Teddys wanderten direkt nach der Übergabe in das Schubfach im Rettungswagen.

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