Irisgarten auf der Ega wird mit Bundesmitteln saniert

Erfurt.  Jede Menge Geld gab es am Donnerstag für den Egapark. Wofür es eingesetzt werden soll, verraten wir hier:

Eine Gruppe des Kindergartens Hochheim rollte symbolische grüne Bänder über die Cyriakstraße, um die Verbindung zwischen dem Dendrologischen Garten am Luisenpark und dem Südeingang der Ega zu symbolisieren.

Eine Gruppe des Kindergartens Hochheim rollte symbolische grüne Bänder über die Cyriakstraße, um die Verbindung zwischen dem Dendrologischen Garten am Luisenpark und dem Südeingang der Ega zu symbolisieren.

Foto: Paul-Philipp Braun

Der Irisgarten zwischen dem Ega-Südeingang an der Cyriakstraße und dem Liliengarten ist nicht nur ein gartenhistorisches Zeitzeugnis, sondern auch von städtebaulicher Bedeutung. Die Entwürfe für die Anlage gehen auf das Jahr 1961 zurück. In den vergangenen Jahren kennzeichnete zunehmende Baufälligkeit den einstigen Themengarten. Da auch der Südeingang geschlossen war, kamen nur noch wenige Besucher in das einstige vorzeigbare Areal, in dem von April bis Juli die Iris ihre farbenfrohen und prächtigen Blüten entfalteten.

Areal wird öffentlich zugänglich

„Der Rosengarten und der Liliengarten werden für die Bundesgartenschau neu gestaltet, für den Irisgarten ist das nun auch möglich und wir können das schöne Areal bald wieder öffentlich zeigen. Dank des intensiven Bemühens der Bundestagsmitglieder Carsten Schneider und Antje Tillmann erhalten wir Fördermittel des Bundes in Höhe von 861.400 Euro. Damit können wir jetzt mit der Sanierung des historischen Irisgartens beginnen. Besonders hervorzuheben ist auch, dass mit der Überarbeitung des Areals die Wiedereröffnung des Südeinganges verbunden ist“, freut sich Buga- und Ega-Geschäftsführerin Kathrin Weiß über die Fördermittel, die am Donnerstag übergeben wurden. Insgesamt können so aus dem Denkmalschutzsonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien 571.000 Euro eingesetzt werden. Aus seinem Denkmalpflegeprogramm steuert der Freistaat 290.400 Euro bei.

Terrassen bleiben erhalten

Wie soll der Irisgarten sich künftig den Besuchern präsentieren? Das grundlegende Konzept der Terrassen wird beibehalten, es gibt eine Unterteilung in Sorten- und Anwendungsbeete. Die Sortenbeete zeigen ausgewählte Züchtungen aus dem Egapark-Bestand von Dr. Alexander Steffen, die vor den Bauarbeiten geborgen wurden. Ergänzt um weitere Stauden ergänzt zeigen sie trotz der kurzen Blütezeit der Iris ganzjährig ein attraktives Erscheinungsbild. In den Anwendungsbeeten wird ähnlich einem Klimawandelgarten die Iris im Kontext einer Steppenpflanzung auf einer Schotter- und Splittoberfläche gezeigt. Der Irisgarten eröffnet einen weiten Blick über Erfurt, die Umgestaltung stellt wichtige Blickbeziehungen zwischen den Terrassen und der Geraaue wieder her. Die historischen Betonelemente der Treppen und Mauern werden saniert und bleiben erhalten.

Grünes Band wird geknüpft

Mit der von vielen Besuchern gewünschten Wiedereröffnung des Südeingangs wird das grüne Band im Süden Erfurts zwischen Ega, dem Dendrologischen Garten und dem Luisenpark wieder verknüpft. Die terrassenförmige Anlage, die ebenfalls eine besondere Aussicht bietet, soll bis zur Buga 2021 nochmals überarbeitet werden. Oberbürgermeister Andreas Bausewein informierte, dass dazu bereits ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde, um Defizite der in die Jahre gekommenen Anlage zu beheben. Mit der Lebenshilfe konnte ein Partner gewonnen werden, der im Dendrologischen Garten eine ehemals geplante, aber nie realisierte gastronomische Einrichtung errichten und betreiben möchte, ein Café auf der oberen Terrasse.

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