Kampf gegen armenische Mafia in Thüringen: Mutmaßliche Drogendealer werden angeklagt

Erfurt/Gera  Gegen zwei Männer ist Anklage erhoben worden. Sie sollen zu einem armenischen Mafia-Clan gehören.

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Foto: Arno Burgi/dpa

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Die Staatsanwaltschaft Gera hat gegen zwei mutmaßliche armenische Drogendealer Anklage erhoben. Ein Sprecher sagte MDR Thüringen, dass die beiden Männer am Landgericht Erfurt angeklagt worden seien. Bei Razzien im Herbst 2018 hatte das Thüringer Landeskriminalamt in mehreren Wohnungen rund 40 Kilogramm Marihuana und ein Kilogramm Crystal Meth gefunden. Nach MDR-Informationen sollen die beiden 31 und 27 Jahre alten Männer zu einem armenischen Mafia-Clan in Erfurt gehören. Das Landgericht Erfurt bestätigte den Eingang der Anklage. Ein Gerichtssprecher sagte, dass über die Zulassung aber noch nicht entschieden sei.

Im Zuge der Razzien waren die beiden mutmaßlichen armenischen Drogenhändler vom LKA festgenommen worden. Doch Ende vergangenen Jahres wurden sie überraschend auf Beschluss des Amtsgerichts Gera aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Gericht sah nach eigenen Angaben keine Flucht- oder Wiederholungsgefahr. Dagegen hatte die für Organisierte Kriminalität zuständige Staatsanwaltschaft Gera Beschwerde eingelegt. Allerdings blieb diese erfolglos. Die beiden mutmaßlichen Drogenhändler sind weiterhin auf freien Fuß.

Die beiden Armenier waren 2014 auch bei der blutigen Schießerei vor einer Erfurter Spielothek dabei. Beide sind auf einem Überwachungsvideo deutlich zu erkennen. Einer von ihnen soll eine Waffe in der Hand gehalten haben. Dafür mussten sie sich mit neun anderen mutmaßlichen Mafia-Mitgliedern bereits vor Gericht verantworten. Das Verfahren gegen die beiden wurde aber durch das Gericht eingestellt.

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