Positive Schlagzeilen erwünscht

Erfurt.  Der Stadtrat möchte mit einer Kampagne die skeptischen Erfurter für die Bundesgartenschau ein- und mitnehmen.

Die Egapark-Blumenkönigin 2019/20 Tanja Schiller kann mit ihrer positiven Aura das Ihre zum Gelingen der Buga beisteuern.

Die Egapark-Blumenkönigin 2019/20 Tanja Schiller kann mit ihrer positiven Aura das Ihre zum Gelingen der Buga beisteuern.

Foto: Foto: Paul-Philipp Braun

„Jede positive Schlagzeile für die Bundesgartenschau, die hier rausgeht, ist eine Schlagzeile für ein gutes Gelingen“. Linke-Fraktionsmitglied Karola Stange eröffnete mit diesem Satz die Debatte um den Tagesordnungspunkt 7.18 im Stadtrat. Überschrift: Kampagne „Du und Deine Buga“. Eingereicht von der Fraktion der SPD. Inhalt: der Oberbürgermeister wird beauftragt, im Zuge der Buga-Vorbereitung die Initiierung einer Image- und Mitmachkampagne zu prüfen.

Mitmachangebote und Nachnutzungspläne

Ob die ins Stadtbild mehr oder weniger gelungene Integration von Litfaßsäulen dazuzählt, war da noch nicht bekannt. Im Entwurf ist z.B. die Vorstellung verankert, geeignete Flächen „zur temporären kulturellen Nutzung“ auszuweisen. Insbesondere die Geraaue mit dem Nordpark und der verbindende Landschaftspark soll beworben und zugänglich gemacht werden. Dann geht es noch um Mitmachangebote im Stadtzentrum während der Buga. Und um einen mittel- und langfristigen Erhaltungsplan sowie ein Nachnutzungskonzept für die Buga-Flächen.

Erfurter Bürger in die Pläne mit einbinden

Das Fazit: Die Buga ist auf einen breit angelegten Beteiligungsprozess der Einwohner angewiesen. Es sei höchste Zeit, die Bürger mitzunehmen“, so CDU-Fraktionsmitglied Michael Panse. Der Stadtrat will daher Interesse wecken. Denn trotz verschiedener Fortschritte bei der Umsetzung der Buga-Pläne werde die Buga in der Erfurter Bevölkerung negativ aufgenommen. Es seien daher ein konstruktives Vorgehen und konstruktive Maßnahmen gefragt, heißt es in einem Ergänzungsantrag der CDU-Fraktion. Neben den großen Vorhaben und Maßnahmen sei eine frühzeitige Einbindung der Bürger notwendig. Diese wollten nicht nur über Plakate und Litfaßsäulen begeistert werden. Man solle den Erfurtern zeigen, dass nicht nur Bäume gefällt werden, sondern dass etwas entstehe, an dem sie teilhaben könnten.

Vorschlag: Wiederbelebung des Florinchen als Maskottchen

Ideen, so zeigte sich, gibt es nicht wenige. Karola Stange regte zum Beispiel an, ein Buga-Maskottchen zu entwickeln, mit dem man sich identifizieren könnte und mit dem man sich nicht blamiere. Ihr Vorschlag: „Vielleicht könnte man das Florinchen (das frühere iga-Maskottchen/Anm. d. Red.) nochmal aufpeppen“. Dem pflichtete Sebastian Perdelwitz (Mehrwertstadt) bei, „da die Erfurter Nostalgiker sind“. Die könnte man mit dem „Florentinchen“ abholen, sagte er. Peter Stampf (Freie Wähler) nannte es „bedenklich, wenn 1,5 Jahre vor dem Start der Buga noch die Werbetrommel gerührt werden muss“. Dabei habe man mit unzähligen Workshops und Veranstaltungen versucht, die Bevölkerung mitzunehmen. „Setzen wir uns alle für das Gelingen der Buga ein“, so Stampf flammender Appell. Die Kampagne der Drucksache 2011/19 wurde einstimmig beschlossen.

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