Olympiasieger Loch kommt nach Friedrichroda

Erfurt. Zur Geburtstagsfeier bei den Großeltern in Friedrichroda haben sich Goldjunge Felix sowie sein Vater und Bundestrainer angesagt.

Natalie Geisenberger, Felix Loch, Tobias Wendl und Tobias Arlt (von links) feiern in Krasnaja Poljana mit Bundestrainer Norbert Loch (oben). Foto: dpa

Natalie Geisenberger, Felix Loch, Tobias Wendl und Tobias Arlt (von links) feiern in Krasnaja Poljana mit Bundestrainer Norbert Loch (oben). Foto: dpa

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In Friedrichroda gibt es am Wochenende einen kleinen Olympiasieger-Empfang. "Der Felix kommt zum Geburtstag unseres Schwiegersohns", verrät Margit Loch, die Oma des dreifachen Goldmedaillen-Gewinners im Rennrodeln.

Dann trifft Felix Loch junior auch Felix Loch senior, seinen Opa, mal wieder. "Nein, das ist natürlich kein Zufall, dass beide gleich heißen. Norbert wollte, dass der Name nicht ausstirbt", erzählt Margit Loch.

Norbert ist ihr Sohn und seit 2008 Bundestrainer der Rennrodler. "Er ist bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo 13. geworden", erzählt die Mutter, die auf ihn natürlich genauso stolz ist, wie auf ihren Enkel.

Norbert Loch nahm 1993 ein Angebot des bayrischen Rodelverbandes als Nachwuchstrainer an und hatte schon als solcher großen Anteil an der Entwicklung von Natalie Geisenberger, Tobias Wendl, Tobias Arlt und seines Sohnes, allesamt Doppel-Olympiasieger auf der Bahn in Krasnaja Poljana.

Regelmäßige Treffen beim Weltcup in Oberhof

"Vier, fünf Mal im Jahr sehen wir unseren Enkel schon", sagt Margit Loch, "wenn der Weltcup in Oberhof ist, fahre ich immer mit der Tochter hin. Mein Mann, der 82 ist, bleibt aber lieber zu Haus und schaut sich das Ganze im Fernsehen an."

Früher war der Felix häufiger bei den Großeltern. "Er half uns immer bei den Gartenarbeiten und freute sich über jede Aufgabe, die er übernehmen durfte. Langeweile war nicht sein Ding", erinnert sich der Opa. "Er ist ein praktischer Kerl, auch jetzt ist er fast nur in der Werkstatt", ergänzt seine Ehefrau.

Sie findet es schade, dass zwischen den Rodlern jetzt so eine Ost-West-Diskussion aufkam. "Ich denke nicht, dass die Bayern bevorzugt werden. Aber das sind dort alles Enthusiasten."

Seine ersten Lebensjahre in Thüringen verbrachte Felix Loch allerdings in Sonneberg, im Haus der anderen Großeltern. Auch sie trifft man Jahr für Jahr beim Weltcup in Oberhof, wo Felix Loch die letzten vier Rennen gewann.

Obwohl es inzwischen ja Familientradition ist, saßen Margit und Felix Loch senior nie selbst auf einem Rennschlitten. Dafür aber die Schwester des Schwiegersohns, der nun seinen 65. Geburtstag feiert. Das ist nämlich die leider schon verstorbene Anna-Maria Müller, die 1972 in Sapporo zu olympischen Gold raste und einst in Friedrichroda bei Hugo Oberhoffner - wie Norbert Loch - trainierte.

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