Jena. Der Vorstand der Jenoptik hatte Wachstum versprochen. Wie fallen die Ergebnisse aus?

Die Jenoptik AG hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit Wachstum abgeschlossen. Wie der Technologiekonzern am Mittwoch mitteilte, stiegt der Umsatz um etwa neun Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Wesentlicher Wachstumstreiber sei die Division für erweiterte Photoniklösungen gewesen, insbesondere aufgrund einer starken Nachfrage aus der Halbleiterausrüstungsindustrie.

„Das Jahr 2023 ist für Jenoptik trotz eines zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Umfelds sehr erfolgreich verlaufen“, sagt Vorstandschef Stefan Traeger. „Unsere Umsatz- und im Jahresverlauf erhöhten Ergebnisziele haben wir erreicht.“ Jenoptik habe den Ausbau der Produktionskapazitäten planmäßig vorangetrieben; in Dresden entsteht derzeit eine neue Fabrik.

Vorstandschef sieht starke Wachstumsplattformen

„Jenoptik verfügt über starke Wachstumsplattformen in ihren drei Kernmärkten Halbleiter und Elektronik, Life Science und Medizintechnik sowie Smart Mobility. Dementsprechend gehen wir für das laufende Geschäftsjahr davon aus, dass wir erneut profitabel wachsen, und sehen uns auf Kurs, unsere Ziele für das Jahr 2025 zu erreichen.“ Der Jenoptik-Vorstand sei optimistisch, aufgrund des hohen Auftragsbestands und des anhaltend positiven Verlaufs in den photonischen Kerngeschäften im Geschäftsjahr 2024 organisch weiteres profitables Wachstum zu erzielen.

Finanzvorständin Prisca Havranek-Kosicek ist seit 2023 neu an Bord, hier mit Vorstandschef Stefan Traeger.
Finanzvorständin Prisca Havranek-Kosicek ist seit 2023 neu an Bord, hier mit Vorstandschef Stefan Traeger. © fmt | Tino Zippel

Der Gewinn ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen (EBITDA) sei 2023 erneut überproportional zum Umsatz um rund 14 Prozent auf etwa 210 Millionen Euro gestiegen. Die entsprechende Marge habe sich auf 19,7 Prozent gegenüber 18,8 Prozent im Vorjahr erhöht.

Auftragsbestand ist nochmals leicht angewachsen

Der Auftragseingang des Konzerns lag im Geschäftsjahr 2023 mit etwa 1,09 Milliarden Euro um rund acht Prozent unter dem sehr hohen Vorjahreswert von 1,19 Milliarden Euro. Das sei erwartungsgemäß gewesen, so Jenoptik. Der Auftragsbestand erhöhte sich leicht auf 745 Millionen Euro und ist 11,3 Millionen Euro größer als ein Jahr zuvor. Diese Ziele setzt sich Jenoptik bis 2025.

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