Meinung: Fotoschüsse vorm Abriss

Thomas Stridde über eine letzte Visite in der Insel 9a.

Thomas Stridde

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Foto: Thomas Stridde

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Den etablierten Parteien ist der Vorwurf auf den Fersen, sich immer mehr zu ähneln. Alles hinein in den Trichter der Machbarkeit, so dass am anderen Ende das stromlinienförmig Gleiche rauskommt!

Ganz so einfach spielt das Leben zum Glück nicht. Wie schön also, wenn etwa das herzhaft Konservative und das super Linksalternative aufeinanderprallen. Der selbst noch recht junge CDU-Ratsfraktions- und Kreis-Chef Guntram Wothly hat zum Beispiel kurz vor Abriss-Beginn am Soziokultur-Haus Inselplatz 9a eine letzte Visite im Gebäude gewagt und seine Fotos in die Netzwelt gestellt. Alles ganz schön vermüllt und schmutzig, was da zu sehen ist. Nur scheint der Zeitpunkt des Fotoshootings so ein bisschen heimtückisch gewählt. Am Abend zuvor hatten die jungen Bewohner Abschied gefeiert – auch von Inventar, das nächsten Tages eh vom Abrissbagger in den Würgegriff genommen wird.

Für diese Lebensweise könne er sich absolut nicht erwärmen, schreibt Wothly zu seinen Bildern. Das glaubt man ihm doch von Herzen gern. Doch was hätte er selbst in gleicher Situation anders gemacht? Wäre er dem Standard von Mietverträgen gefolgt: Am Ende bitte die Wände weißen!?

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