Jenaer Beutenberg-Campus lädt zum Interkulturellen Tag

Interkultureller Tag am Jenaer Beutenberg: Bunte Vielfalt ist zur Normalität im Campus-Verein geworden und bereichert Forschung und Campus. Besucher können sich am 27. September im Abbe-Zentrum ein eigenes Bild von gelebter Internationalität machen.

Laden ein zum zweiten Interkulturellen Tag: Caroline Utermann-Kessler, Prof. Hartmut Bartelt und Dr. Christiane Meyer vom Beutenberg-Campus-Verein. Foto: Anne Zeuner

Laden ein zum zweiten Interkulturellen Tag: Caroline Utermann-Kessler, Prof. Hartmut Bartelt und Dr. Christiane Meyer vom Beutenberg-Campus-Verein. Foto: Anne Zeuner

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Jena. Mit etwa 2700 Mitarbeitern ist der Beutenberg-Campus der größte Wissenschaftscampus Thüringens. Um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Instituten besser abstimmen zu können, gründete sich im Dezember 1998 der Verein Beutenberg-Campus. Auch die Organisation von Veranstaltungen gehört zu den Aufgaben des Vereins. Eine solche große Veranstaltung steht Ende September mit dem zweiten Interkulturellen Tag an.

Dass Internationalität auf dem Beutenberg-Campus zur Normalität geworden ist, davon können sich an diesem Tag die Jenaer Bürger überzeugen. Etwa 16 Prozent beträgt hier der Ausländer-Anteil unter den Mitarbeitern. Das seien doppelt so viele wie im Durchschnitt ganz Thüringens, sagt Prof. Hartmut Bartelt, Vorsitzender des Vereins. "Der Beutenberg ist eine komplexe kleine Welt, die die Vielfalt der ganzen Welt widerspiegelt", sagt er. In speziellen Bereichen wie der Graduiertenschulen seien bis zu einem Drittel ausländische Studenten. Dass hier Englisch gesprochen und auch geforscht wird, sei in vielen Bereichen schon zum Standard geworden.

Immer mehr ausländische Forscher wollen nach Jena

Auch für die deutschen Mitarbeiter sei das Nebeneinander der verschiedenen Kulturen und Sprachen eine Bereicherung, sagt Prof. Bartelt. Mit dem Englischsprechen fange es an, die Kollegen tauschen sich aus über ihren Lebensalltag, über Bräuche und Gewohnheiten der anderen Kulturen, bei Festlichkeiten wird dann mal etwas zum Essen aus der Heimat mitgebracht. Wie eine Kettenwirkung kämen auch immer mehr Anfragen von Ausländern, die in Jena forschen möchten: "Je mehr Ausländer hier sind, desto mehr wollen nach Jena kommen", sagt der Vorsitzende des Vereins.

Unter den Graduiertenschülern seien im letzten Jahr die meisten Ausländer aus Indien, China, Kolumbien und Südkorea gekommen, sagt Dr. Christiane Meyer, wissenschaftliche Referentin. Noch vor etwa zehn Jahren habe man auf dem Campus kaum Mitarbeiter aus dem Ausland ausmachen können, sagt sie. Vor 20 Jahren, sagt Prof. Bartelt, sei ein solcher Interkultureller Tag noch undenkbar gewesen. Aber auch die Mitarbeiter der Institute mussten hinzulernen: Sekretärinnen etwa sind meist der erste Anlaufpunkt der Neuankömmlinge. Zwei bis drei Jahre bleiben die ausländischen Studenten oder Mitarbeiter im Schnitt am Beutenberg-Campus. Vor allem beim Thema Wohnen bräuchten sie Unterstützung, wie Prof. Bartelt sagt. Die meisten benötigen für diese Zeit möblierte Räume, viele bringen gleich ihre ganze Familie mit.

Mittlerweile kommen auch viele Gruppen nach Jena, um sich dieses einzigartige Modell des Beutenberg-Campus anzuschauen. "Sie wollen sehen, wie die Organisation von so vielen Instituten funktioniert", sagt Bartelt. Zum Interkulturellen Tag am 27. September, von 11 bis 15.30 Uhr können sich Besucher im Abbe-Zentrum, Hans-Knöll-Straße 1, ein eigenes Bild dieser gelebten Internationalität machen.

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