Montag rollen die Bagger für McDonald in Jena an

Jena.  Für Eltern krebskranker Kinder, die im Jenaer Universitätsklinikum behandelt werden, baut die Ronald-Mc-Donald-Stiftung ein neues Unterkunftshaus.

Der erste Spatenstich für das neue McDonald's Elternhaus Jena erfolgte am Freitag in Nachbarschaft zum Universitätsklinikum. Der kleinen Aiden macht es mit seiner Spielzeug-Schaufel den Damen und Herren vor.

Der erste Spatenstich für das neue McDonald's Elternhaus Jena erfolgte am Freitag in Nachbarschaft zum Universitätsklinikum. Der kleinen Aiden macht es mit seiner Spielzeug-Schaufel den Damen und Herren vor.

Foto: Michael Groß

Das Gelände rund ums neue Universitätsklinikum in Lobeda füllt sich langsam aber sicher.

In Sichtweite der neuen Kliniksbauten und neben dem noch jungen Elternhaus Ekkstein erfolgte am Freitag nun der symbolische erste Spatenstich für das neue Elternhaus der Ronald-McDonald's-Kinderhilfestiftung. Im Herbst soll der Grundstein gelegt werden, und im September 2021 ist die Fertigstellung geplant. Schon am Montag werden die ersten Bagger anrollen, kündigt Michael Stange vom Bau-Unternehmen Züblin an.

Haus bietet Übernachtungen an für Eltern krebskranker Kinder

In dem neuen Gebäude sollen elf Appartements für die Übernachtung von Eltern bereitstehen, deren schwer kranke Kinder (zumeist Krebserkrankungen) im Jenaer Klinikum behandelt werden. Damit können sie ganz in der Nähe ihrer kranken Kindern sein und den Genesungsprozess der jungen Patienten fördern. Dies ist auch der wesentliche Unterschied zum Haus Ekkstein, das keine Übernachtungen anbietet, sondern ausschließlich soziale Betreuung von Familien mit schwer kranken Kindern. Man wolle sich in den Angeboten für betroffene Familien ergänzen, hieß es schon im Vorfeld.

Zu weit entferntes Haus am Forstweg wird geschlossen

Der Neubau wurde nötig, weil mit dem neuen Klinikum auch die Kinderklinik mit nach Lobeda gezogen war. Somit wurde die Entfernung zum bisherigen und seit 1992 am Forstweg bestehenden McDonald-Elternhauses als zu groß eingeschätzt. Man suchte und fand in Lobeda einen Bauplatz für ein neues Haus, nur wenige Schritte von der Kinderklinik entfernt. Mit der Eröffnung des neuen wird das alte Elternhaus am Forstweg schließen. Der Neubau umfasst ein Volumen von rund vier Millionen Euro.

Gut investiertes Geld, wie die Gäste der kleinen Feier zum ersten Spatenstich unterstrichen. Jenas OB Thomas Nitzsche (FDP) dankte für die bisher geleistete Arbeit in dem McDonald-Elternhaus am Forstweg. Auch Jens Maschmann, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums, sieht das Elternhaus als eine Bereicherung fürs Klinikum und denkt, dass es bestimmt bald Bedarf für eine Erweiterung des Elternhauses geben wird. Auch der Direktor der Kinderklinik, Professor James Beck, und Ortsteilbürgermeister Volker Blumentritt wünschten dem ihrer Ansicht nach sehr wichtigen Bauvorhaben in Lobeda viel Erfolg.

Das künftige Gebäude sollen jährlich rund 175 Familien nutzen können. Wenn mehr Bedarf festgestellt werde, so Christian Bäcker von der McDonald-Kinderhilfe, dann sei man auch in der Lage, das Haus auszubauen. Das Jenaer Elternhaus ist eines von derzeit 22 McDonald-Elternhäusern in Deutschland.