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Neuer Mittelstandsverein dringt auf Jenas Belebung

Jena.  Der Jenaer Mittelstand will im Verein dem Lockdown-Modus eine Strategie zur Wiederbelebung der Stadt entgegensetzen.

Gastronomen, Veranstalter und Freizeitbetriebe der Stadt haben den Verein „Stimme für Jena" gegründet. Die Damen im Vordergrund: Heike Meißgeier (links) von der Kartbahn in der Wiesenstraße und Eventmanagerin Theresa Czyrnia.

Foto: Thomas Stridde

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) darf sich einen dicken Notizblock bereitlegen für diesen Termin in der nächsten Woche: Dann trifft er auf den am Mittwoch gegründeten Verein „Stimme für Jena“, den 40 Mittelständler aus der Gastronomie, dem Freizeit- und Veranstaltungsbereich, aus Handel und Dienstleistung an den Start gebracht haben.

Sie werden dem OB eine Menge Kritik, eine Menge Wünsche und Vorschläge antragen. Im Kern gehe es dem Verein langfristig um intensiven Austausch mit der Stadtverwaltung; um gemeinsame Lösungen für Jenas mittelständische Wirtschaft und die Bürger der Stadt, hieß es am Mittwoch. – Und nicht allein um die Corona-Folgen.

Viele Mittelständler hätten den Eindruck gewonnen, dass das „Kommunizieren auf Augenhöhe verloren gegangen ist“, sagte Vereinsvorsitzender Thomas Kastl, der Betreiber der Sparkassen-Arena. Die Corona-Pandemie habe nur verdeutlicht, wie die kleinen Unternehmer nicht mitgenommen würden. Überdies seien viele Punkte der Pandemie-Verfügungen „überhaupt nicht nachvollziehbar“. Als Reaktion auf den Lockdown in Jena gehe es doch nicht um „Öffnungsorgien“, sagte Kastl. Aber es scheine in Jena „keine Lust auf Mut“ zu geben, um Wege zu finden, „wie wir da gemeinsam rauskommen können“.

In anderen Städten werde über Lösungen nachgedacht zur Rettung von Traditionen – Stichwort Weinmeile in Naumburg, Stichwort Stadtlauf oder Domstufen-Festspiele in Erfurt. Aber alles Abgesagte mit fehlendem Impfstoff zu begründen – „das geht nicht“. „Wir müssen trotzdem Möglichkeiten suchen, wie wir die Stadt beleben“, sagte Andreas Kamprad vom Hotel „Schwarzer Bär“. Eine Exit-Strategie sei vonnöten und keine Vogel-Strauß-Haltung mit Kopf in den Sand. Da sei im Übrigen der Hinweis auf das Wirken der „Initiative Innenstadt“ zu eng gefasst.

Er wünsche sich, dass Jenas Ämter den Kunden „nicht als Gegner und Bittsteller“ sehen, sagte Kastl. In Jena werde immer „nur gesagt, was nicht geht“. Heike Meißgeier, Betreiberin der Kartbahn in der Wiesenstraße, dazu: Ihr sei für den Re-Start erlaubt worden, dass nur Leute innerhalb von Vereinen die Bahn nutzen dürfen, sonst niemand. Das rieche nach Willkür.

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