Neun Ferienhäuser sollen in Mülverstedt am Hainich entstehen

Mülverstedt (Unstrut-Hainich-Kreis). Neun Ferienhäuser sollen in Mülverstedt am Rand des Hainichs entstehen. Bauen möchte sie die Hainich-Höfe GmbH mit Sitz in Bad Langensalza. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Mülverstedt beschlossen, mit einer Änderung des Flächennutzungsplans die rechtlichen Grundlagen für den Bau zu schaffen.

Bürgermeister Manfred Müller zeigt vom Balkon der Schutzhütte "Heimatblick" aus, wo die Ferienhäuser gebaut werden sollen: Ein Teil wird zwischen dem Schutzhütten-Garten und dem Waldrand stehen (Bild). Ein anderer Teil zwischen dem Imbiss "Brotzeit" und der Schutzhütte. Foto: Mara Mertin

Bürgermeister Manfred Müller zeigt vom Balkon der Schutzhütte "Heimatblick" aus, wo die Ferienhäuser gebaut werden sollen: Ein Teil wird zwischen dem Schutzhütten-Garten und dem Waldrand stehen (Bild). Ein anderer Teil zwischen dem Imbiss "Brotzeit" und der Schutzhütte. Foto: Mara Mertin

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Schon im August vergangenen Jahres war das Konzept der Hainich-Höfe in Weberstedt vorgestellt worden. Die Ideengeber suchten damals nach einem geeigneten Standort. "In Mülverstedt haben wir diesen gefunden", sagte Jürgen Fett, der das Projekt steuert. Der Ausblick, die ruhige Lage, der Anschluss an Wanderwege und die Infrastruktur Mülverstedts hätten für den Ort gesprochen. Mülverstedt ist für die Marke ein Pilotstandort. Im Gespräch für weitere Standorte sind Volkenroda, Lengenfeld/Stein, Mihla, Treffurt, Creuzburg und Eisenach.

Kanal und Leitungen sind seit Jahren verlegt

Integriert werden in das kleine Ferienresort muss in Mülverstedt die Schutzhütte "Heimatblick". Hier oben, zwischen dem Imbisstübchen "Brotzeit" und der Nationalparkgrenze in südlicher Richtung sollen die Touristen urlauben. Momentan wird die Hütte von Vereinen oder für Familienfeste gebucht. In diesem Jahr findet dort sogar eine Hochzeit statt. "Das wird weiterhin möglich sein", sagte Bürgermeister Manfred Müller.

Erschlossen ist das Gebiet am Hainichrand bereits. Vor acht Jahren wurde die Straße, die Driftchaussee saniert. Vor fünf Jahren hat die Gemeinde den Kanal und die Stromleitungen verlegt, so Manfred Müller.

"Wir wollen uns an der touristischen Entwicklung im Hainich beteiligen", zeigte sich Manfred Müller im Gespräch mit unserer Zeitung erfreut. Im Ort gebe es kaum Übernachtungsmöglichkeiten. Die Fremdenzimmer im Trachtenhaus sind seit mehreren Jahren als Single-Wohnung vermietet.

Zudem beinhalte das Hainich-Höfe-Konzept, so Müller, mit den regionalen Unternehmen und Betrieben zusammen zu arbeiten. Und zwar sowohl beim Bau als auch später beim Betrieb des Feriendorfs.

"Die Häuser haben zwar alle eine Küche, aber wir sind auch in Gesprächen mit einem lokalen Restaurant für eine Bewirtung - falls diese gewünscht ist", sagte Jürgen Fett.

Sehr schmal sollte der Geldbeutel beim Übernachten am Hainichrand nicht sein: "Wir wollen schließlich in das höherwertige Segment gehen", sagte Jürgen Fett gegenüber der TA. Einen Preis pro Nacht wollte er noch nicht nennen. Zielgruppe seien Gäste aus den Ballungsräumen, also der Großstadt, in einem Umkreis von 250 Kilometern rund um den Nationalpark.

Geurlaubt wird naturnah und mit Wellness-Faktor: im Badezimmer steht eine Sauna, sowohl im Wohnzimmer als auch auf der Holzterrasse ist ein Kamin geplant. Die etwas größere Variante hat über dem Erdgeschoss einen Schlafboden, in dem zwei weitere Gäste Platz finden. Die kleinere Hainich-Hof-Variante bietet Raum für vier Urlaubsgäste.

Mit ihren Spitzdächern sollen sich die Häuser in die Bauweise der Region einpassen. Alle Häuser sind in sogenannter Modulbauweise gefertigt. Das heißt, sie können auch relativ einfach wieder abgetragen und an einen anderen Ort versetzt werden.

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