200 Ausweise in Knau müssen erneut umgeschrieben werden

Neustadt-Knau.  Bei der Umbenennung von Rosenweg und Hauptstraße im Neustädter Ortsteil kam es zu Problemen.

Der Rosenweg wird mit dem Zusatz „Knauer“ versehen, um Verwechslung mit der gleichlautenden Straße in Neustadt auszuschließen. Das beschloss der Gemeinderat zunächst im Oktober 2019. Im Dezember erfolgte dann ein Klarstellungsbeschluss, der das wieder rückgängig machen sollte. So kam es zu Problemen bei der Umschreibung der Ausweise.

Der Rosenweg wird mit dem Zusatz „Knauer“ versehen, um Verwechslung mit der gleichlautenden Straße in Neustadt auszuschließen. Das beschloss der Gemeinderat zunächst im Oktober 2019. Im Dezember erfolgte dann ein Klarstellungsbeschluss, der das wieder rückgängig machen sollte. So kam es zu Problemen bei der Umschreibung der Ausweise.

Foto: Marcus Cislak

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Die ersten Wochen im neuen Jahr gingen für die Knauer mit Veränderungen einher. Denn seit 1. Januar ist die Gemeinde Ortsteil von Neustadt. Für die Einwohner bedeutete das unter anderem, dass die bisherige Postleitzahl von 07389 Knau in 07806 Neustadt geändert wurde. Zudem mussten vier Straßennamen in Knau umbenannt werden, da es sonst zu Dopplungen mit gleichlautenden Straßenbezeichnungen in Neustadt gekommen wäre. „Das ist nach der Thüringer Kommunalordnung nicht zulässig“, erklärt der Neustädter Ordnungsamtsleiter René Völkner.

Um Verwechslungen auszuschließen, wurde festgelegt, dass der Rosenweg sowie die Hauptstraße mit dem Zusatz „Knauer“ versehen werden. Die Neustädter sowie die Pößnecker Straße wurden zur Neustädter und Pößnecker Landstraße. In den vergangenen Wochen und Tagen haben viele Einwohner von Knau bereits ihre Ausweis- beziehungsweise Passunterlagen ändern lassen. Für einen Teil von ihnen wird in den kommenden Tagen allerdings ein erneuter Behördengang nötig, da es bei der Straßenumbenennung zu Problemen kam.

Umbenennung löste gemischte Reaktionen in Knau aus

Der Gemeinderat von Knau hatte mit einem Beschluss vom 24. Oktober 2019 die Änderung der Straßennamen festgelegt, der im Anschluss vollzogen wurde. In einer sogenannten Allgemeinverfügung, die durch die damalige Knauer Bürgermeisterin Kathrin Göring unterschrieben wurde, wurde die Umbenennung der Straßen veröffentlicht. In Knau löste das gemischte Reaktionen aus. Nicht alle Einwohner waren mit der Änderung einverstanden.

Der Gemeinderat von Knau fasste daraufhin am 16. Dezember vergangenen Jahres einen sogenannten Klarstellungsbeschluss, der die Umbenennung des Rosenweges und der Hauptstraße wieder rückgängig machen sollte. Ferner wurde festgelegt, dass künftig alle Adressen im Ort den Zusatz „Knau“ tragen sollten. Auch dieser Beschluss hätte mit einer Allgemeinverfügung umgesetzt werden müssen, was jedoch aus mehreren Gründen nicht möglich war. Zum einen, weil die Gemeinde Knau mittlerweile bereits aufgelöst war, zum anderen, weil dazu die andere Allgemeinverfügung hätte aufgehoben werden müssen. Das wiederum wäre nur möglich, wenn die Stadt Neustadt gegen die von Knau veröffentlichte Allgemeinverfügung vorgehen würde.

Um das weitere Prozedere zu klären, hatte sich die Stadt Neustadt schließlich an die Rechtsaufsicht des Landratsamtes gewandt, die den Sachverhalt prüfte. „Die Rechtsaufsicht hat bestätigt, dass die bestehende Allgemeinverfügung weiterhin Gültigkeit hat“, informiert René Völkner. Damit steht nun fest, dass die vorgesehene Straßenumbenennung in „Knauer Rosenweg“ und „Knauer Hauptstraße“ umgesetzt wird.

200 Ausweise müssen erneut angepasst werden

Aufgrund der zunächst unklaren Lage hatte die Stadt Neustadt bei der Umschreibung der Ausweisdokumente zu Beginn des Jahres bei den Anwohnern der betreffenden Straßen zum Teil nur die Postleitzahl angepasst, nicht aber die Straßenbezeichnung. Infolge dessen müssen die Unterlagen nun ein weiteres Mal angepasst werden. Das ist bei etwa 200 Ausweisen beziehungsweise Pässen der Fall. „Die Anwohner, die das betrifft, wurden bereits von uns angeschrieben und darüber informiert“, sagt René Völkner.

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