45 Feuerwehrleute aus dem Saale-Orla-Kreis in Bereitschaft für Rheinland-Pfalz

red
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Bereits am Freitag waren Feuerwehrleute aus dem Saale-Orla-Kreis nach Rheinland-Pfalz ausgerückt. (Symbolbild)

Bereits am Freitag waren Feuerwehrleute aus dem Saale-Orla-Kreis nach Rheinland-Pfalz ausgerückt. (Symbolbild)

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Neustadt.  Sechsköpfiger Trupp aus Neustadt kommt unter anderem bei der Trinkwassernotversorgung in Rheinland-Pfalz zum Einsatz.

Bisher gibt es keinen Einsatzbefehl für einen Katastrophenschutzzug aus dem Saale-Orla-Kreis, aber es sind 45 Feuerwehrleute in Bereitschaft. Sie könnten kurzfristig in die Hochwasser-Großschadensregion Rheinland-Pfalz ausrücken. Das teilte am Montagnachmittag die Schleizer Kreisverwaltung mit.

Am Sonntag war eine entsprechende Anforderung vom Land Rheinland-Pfalz in Thüringen eingegangen. In Bereitschaft befinden sich Kameraden der Freiwilligen Feuerwehrwehren aus Bad Lobenstein, Gefell, Krölpa, Pößneck, Schleiz, Tanna und Triptis. Sie könnten, sobald ein Einsatzbefehl vorliegt, kurzfristig starten. Die Arbeitgeber der Einsatzkräfte seien bereits Sonntag angefragt worden.

In Bereitschaft sind die Männer mit zwei Einsatzleitwagen mit Allradantrieb, zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge HLF 20, drei Mannschaftstransportwagen sowie ein Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz. Ob und welche dieser Fahrzeuge ausrücken, steht noch nicht fest, so die Kreisverwaltung. Außerdem gebe es Anfragen für Sanitätszüge des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter aus dem Saale-Orla-Kreis.

„Es ist selbstverständlich, dass Hilfe aus dem Saale-Orla-Kreis bereitgestellt wird“, so Landrat Thomas Fügmann (CDU). „Die Bilder, die wir in den letzten Tagen in den Medien gesehen haben, sind schockierend. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen und Vermissten, aber genauso den Menschen der Krisenregion, die buchstäblich alles verloren haben.“

Finanzielle Mittel für Verpflegung und Unterkünfte vor Ort stehen bereit

Das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises stellt für den Fall des Einsatzbefehls beispielsweise Verpflegung für die Einsatzkräfte sowie finanzielle Mittel für Verpflegung und Unterkünfte vor Ort bereit. Außerdem werde die Kreisverwaltung in Vorleistung gehen, um den Arbeitsausfall der beteiligten Kameraden an die Firmen der Region zu erstatten, so der Landrat.

Am Freitag waren zunächst sechs Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in die besonders von den Unwetterschäden betroffene Region Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ausgerückt. Dieses Team werde im Laufe des Montags von Einsatzkräften aus dem Westerwald abgelöst, informierte Andreas Schmidt vom Brand- und Katastrophenschutz im Fachdienst Öffentliche Ordnung der Kreisverwaltung.

Die Neustädter Kameraden waren mit einem Fahrzeug vom Typ Dekon-P vor Ort und konnten mit einer Trinkwassernotversorgung sowie der Bereitstellung von Duschmöglichkeiten für Einsatzkräfte und hochwassergeschädigte Bürger helfen. Wie sich vor Ort herausstellte, sind auch reine Transportkapazitäten stark gefragt. Die Neustädter erlebten an den Einsatzorten auch persönlich, wie schwierig es unter den Bedingungen in einer Großschadensregion ist, Verpflegung und Unterkunft zu gewährleisten, so die Kreisverwaltung.