Abiturientinnen in Neustadt klären über das Rauchen auf

Neustadt.  Drei Orlatal-Gymnasiastinnen klären ihre jüngeren Mitschüler über die Gefahren des Rauchens auf.

Celin Weller, Melissa Seifert und Clara Steinmüller (von links) befassten sich in ihrer Seminarfacharbeit mit dem Nikotinkonsum an ihrer Schule.

Celin Weller, Melissa Seifert und Clara Steinmüller (von links) befassten sich in ihrer Seminarfacharbeit mit dem Nikotinkonsum an ihrer Schule.

Foto: Foto: Theresa Wahl

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Studien der vergangenen Jahre belegen, dass Jugendliche und junge Erwachsene immer weniger zur Zigarette greifen. Trotz dieses Trends ist das Rauchen unter jungen Leuten noch immer ein Thema, Aufklärung über Risiken und Folgen sind deshalb wichtig. Im Zuge ihrer Seminarfacharbeit haben die Orlatal-Gymnasiastinnen Melissa Seifert, Clara Steinmüller und Celin Weller ein Projekt ausgearbeitet, in dem eine siebente Klasse über den Nikotinkonsum und dessen Folgen für die Gesundheit aufgeklärt wurden. Ihre Ergebnisse haben die Abiturientinnen am Donnerstag vorgestellt.

Auf der Suche nach einem gesellschaftswissenschaftlichen Thema seien die drei Neustädter Schülerinnen auf die starke Verbreitung von Nikotinkonsum am Orlatal-Gymnasium aufmerksam geworden. Einen weiteren Impuls bekamen sie durch Lehrerin Anette Ziegengeist, welche von einem Nicht-Raucher-Projekt berichtete, an dem sie mit ihrer Klasse teilgenommen hatte.

„Wir wollten mit unserer Seminarfacharbeit etwas Nachhaltiges an unserer Schule machen“, gaben die Abiturientinnen an. So seien sie auf die Idee gekommen, selbst ein Projekt auszuarbeiten, in dem Schüler des Orlatal-Gymnasiums über das Rauchen und daraus resultierenden Konsequenzen informiert werden. Schwerpunkt sollte darauf liegen, über den Stoff Nikotin und dessen Wirkung aufzuklären.

Schüler haben viele Raucher im Familien- und Bekanntenkreis

Um Kenntnisse über den Wissenstand und eine konkrete Raucheranzahl zu erfassen, führten die Abiturientinnen eine Umfrage in den Klassenstufen 7 und 10 durch. Ergeben hat diese, dass die Schüler der Klasse 7 ein Vorwissen zum Thema haben, dass viele Raucher im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis haben, jedoch bisher selbst keiner geraucht habe.

Die Befragung der Klasse 10 ergab hingegen, dass der Nikotinkonsum in diesem Alter eine soziale Problematik darstellt, da dieser dort weitestgehend verbreitet ist. Mehr als die Hälfte der Befragten habe angegeben, das Rauchen schon einmal probiert zu haben. Als Einstiegsalter für den Nikotinkonsum sei vermehrt 14 und 15 Jahre angegeben worden.

Basierend auf diesen Ergebnissen wählten Melissa Seifert, Clara Steinmüller und Celin Weller für die Durchführung ihres Projektes eine siebente Klasse aus, da diese überwiegend von Schülern im Alter von 12 bis 13 Jahren besucht wird und diese damit vor dem Einstiegsalter liegen.

Die drei Gymnasiastinnen führten mehrere Projektstunden durch, in denen es neben dem gemeinsamen Kennenlernen, altersgerecht zum Thema informiert und unter anderem gemeinsam mit den Siebtklässlern Plakate gestaltet haben. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten zum Nein-Sagen zum Rauchen vorgestellt.

Die gezielte Vermittlung von Wissen über die Thematik sollte dazu dienen, dass sich die Schüler der Konsequenzen des Nikotinkonsums bewusst werden und ihre Entscheidung für oder gegen den diesen treffen.

Aufklärung im jungen Alter wichtig

Im Laufe des Projektes stellten die Abiturientinnen fest, dass Nikotinkonsum in der siebenten Klasse noch keine wesentliche Rolle spielt, aber dennoch ein großes Interesse an den Ausführungen zum Thema bestand. Eine entsprechende Aufklärung in einem jungen Alter sei allerdings aufgrund der erkennbaren Problematik wichtig und könne zudem dazu beitragen, das Raucheinstiegsalter nach hinten zu verschieben.

Neben ihren eigenen gewonnen Erkenntnissen, sahen die Gymnasiastinnen ihre Seminarfacharbeit auch für künftige Gruppen als Grundlage, sich weiterführend mit dem Thema zu beschäftigen. Auch könnten mit dieser weitere Klassen des Orlatal-Gymnasium aufgeklärt werden. Ebenso fertigten sie eine Informationstafel an, die im Schulhaus aufgehängt und somit die Schüler regelmäßig mit der Problematik Nikotinkonsum konfrontieren könnte.

Für ihr selbst entwickeltes Projekt und den nachhaltigen Ansatz ihrer Arbeit wurden Melissa Seifert, Clara Steinmüller und Celin Weller schließlich mit einer sehr guten Bewertung belohnt.

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