Antje Babendererde aus Liebengrün stellt ihren Indianerroman „Schneetänzer“ auf Burg Ranis vor

Ranis/Liebengrün  Im der nächsten Woche ist die Schriftstellerin auf der Frankfurter Buchmesse zu Gast.

Antje Babendererde kommt immer wieder gern auf Burg Ranis – mal als Lesende, wie am Donnerstag wieder, und mal als Hörende.

Antje Babendererde kommt immer wieder gern auf Burg Ranis – mal als Lesende, wie am Donnerstag wieder, und mal als Hörende.

Foto: OTZ-Archiv

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Wie willst du entscheiden, wer du bist, wenn du nicht weißt, wo du herkommst?“ Mit dieser zentralen Frage, die in den heutigen, von Identitätskrisen gezeichneten Zeiten viele Menschen beschäftigt, setzt sich der neue Roman von Antje Babendererde aus­einander. „Schneetänzer“ heißt das im Arena Verlag Würzburg erschienene Buch der Best­sellerautorin aus Liebengrün, und der 400-seitige Band wird am Donnerstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr auf Burg Ranis vorgestellt. Es ist quasi die Premiere des druckfrischen Bandes, stand er doch bisher nur im Mittelpunkt erster nicht­öffentlicher Schullesungen. Im Laufe der nächsten Woche ist die Schriftstellerin aus dem Saale-Orla-Kreis dann auf der Frankfurter Buchmesse 2019 zu Gast.

„Alles, was Jacob über seinen Vater weiß, hat ihm seine Mutter erzählt“, teilt der Verlag zum Inhalt des neuen Indianer­romans von Antje Babender­erde mit. Dass Jacob von seiner Mutter sein Leben lang belogen wurde, erfährt er ausgerechnet von seinem Stiefvater, den er hasst. „Hals über Kopf, voller Wut und Enttäuschung bricht Jacob in den Norden Kanadas auf, in die unendliche Wildnis von Eis und Schnee. Dort will er seinen Vater finden und das Geheimnis seiner Herkunft lüften. Als er von einem Bären schwer verletzt wird, ahnt Jacob noch nicht, dass er dort, in der Einsamkeit, Kimi, der Liebe seines Lebens, begegnen wird.“

Um die Geschichte seiner Herkunft zu erfahren, muss Jacob viele Lektionen lernen. Am Ende wird das Leben für ihn und Kimi nicht mehr so sein, wie es war. Eine bildgewaltige Prosa wird dem Leser versprochen, der Roman sei gleicher­maßen eine Liebesgeschichte und ein Survival-Abenteuer.

Für ihren Winterroman habe sie bei den Moosecree-Indianern in einer abgelegenen Gegend an der Hudson Bay in der kanadischen Provinz Ontario recherchiert, berichtet Antje ­Babendererde. „Die Einheimischen waren sehr offen und haben mir gern aus ihrem Leben erzählt, alle wollten irgendwie in mein Buch“, sagt sie.

Die Arbeit von Antje Babendererde ist in den vergangenen Jahrzehnten mit etlichen Stipendien und mehreren Preisen gewürdigt worden. Knapp 20 Bücher hat die 55-Jährige seit 1996 veröffentlicht. Einige ihrer Werke wurden ins Französische, ­Litauische, Tschechische und Ungarische übersetzt. „Der neue Roman von Antje Babendererde wird Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistern“, sagt Projektmanager Ralf Schönfelder vom gastgebenden Lese-Zeichen e. V. in seiner Einladung zu dieser Lesung. Karten gibt es an der Abendkasse.

Das Buch wurde auf Recycling-Umweltschutzpapier, zertifiziert mit dem Blauen Engel, gedruckt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren