Die Karten sind gemischt: Marius Koity über ein Armutszeugnis der SPD

Währen AfD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Linke neue einheimische Ge­sichter aufbieten, fällt der SPD nichts ­anderes als Personalimporte ein - deut­licher hätte das Armutszeugnis für die Sozialdemokratie im Saale-Orla-Kreis nicht sein können.

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AfD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Linke, SPD (alphabetische Reihenfolge): Von den wesentlichen Parteien sind die Landtagsdirektkandidaten im Saale-Orla-Kreis jetzt bekannt. Vielleicht rafft sich die FDP noch auf, vielleicht kommen Einzelbewerber dazu, vielleicht machen Gruppierungen von den Rändern des Parteienspek­trums noch etwas fürs Selbstwertgefühl - es ist ja noch ein bisschen Zeit für die Anmeldung zur Landtagswahl. Um Wählerstimmen wird man wohl erst nach den Sommerferien so richtig kämpfen. Bis dahin laufen sich Spitzenpolitiker auf Sommertouren warm. Während die vier erstgenannten Parteien bekannte oder auch neue einheimische Ge­sichter aufbieten, fällt der SPD in so konservativen Landstrichen wie dem Oberland und Orlatal nichts ­anderes als Personalimporte ein - deut­licher hätte das Armutszeugnis für die einst so stolze, ja taktgebende Sozialdemokratie im Saale-Orla-Kreis nicht sein können.

Nach den energischen Auftritten der letzten Jahre war ­etwa im Orlatal zu er­warten, dass Enrico Kleebusch (SPD) und Steve Richter (Grüne) Landtagsdirektkandidaturen anmelden. Man könnte meinen, dass sie Angst vor dem CDU-Direktmandatsinhaber Christian Herrgott haben. Aus der Reihe der ehrgeizigen einheimischen Nachwuchspolitiker links der Mitte stellt sich lediglich Philipp Gliesing (Linke) der Herausforderung. Ob und inwiefern Oskar Helmerich (SPD) eine für den Rest des Feldes ist, wird sich zeigen. Sollte er tatsächlich ­Islamkritiker Thilo Sarrazin ins Orlatal locken, dann wird er wohl eher die Chancen des blassen Heiko Bergner von der AfD erhöhen als seine eigenen.

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