Kommunales

Diese Menschen halten unsere Städte im Orlatal sauber

Pößneck/Triptis/Ranis.  Viel Arbeitsaufwand und Geld ist nötig, um auf öffentlichen Flächen für Ordnung zu sorgen.

Drei von vielen, die in den Städten des Orlatals für Sauberkeit sorgen: Gernot Möbius in Pößneck, Stephan Steglitz in Triptis und Frank Lufer in Ranis (von links).

Drei von vielen, die in den Städten des Orlatals für Sauberkeit sorgen: Gernot Möbius in Pößneck, Stephan Steglitz in Triptis und Frank Lufer in Ranis (von links).

Foto: Martin Schöne

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Wo Menschen leben, entsteht Schmutz. Zuhause – und im öffentlichen Raum auch. Gut, dass es die Mitarbeiter der Bauhöfe gibt. In den Städten des Orlatals sorgen sie auf Straßen und Plätzen unermüdlich für Ordnung. Woche für Woche, zu jeder Jahreszeit. Für die Arbeiter bedeutet das viel Aufwand und Einsatz. Für die Kommunen ist es ein nicht zu verachtender Kostenfaktor.

In Pößneck mit seinen knapp 12.000 Einwohnern sind zum Beispiel acht Mitarbeiter des Bauhofs für unterschiedliche Aufgaben zuständig. „Davon sind im Regelfall zwei ständig mit Reinigungsarbeiten betraut – Handreinigung und maschinelle Kehrung“, teilt der Leiter des Pößnecker Ordnungsamts, Andreas Blümel, mit. So ist etwa Mitarbeiter Gernot Möbius am Mittwoch mit der städtischen Kleinkehrmaschine auf einem Gehweg am Gottesackerpark zugange. Er erläutert die Funktion des äußerst wendigen Putz-Gerätes und greift bei schwierigeren Verschmutzungen auch mal zum Saugrohr, das hinten am Fahrzeug angebracht ist.

Nicht zu vergessen sind hier auch die entsprechend zuständigen Verwaltungsmitarbeiter in den Fachbereichen Öffentliche Ordnung und Bau/Stadtentwicklung. Laut Bauamtsmitarbeiter Lutz Wagner kommen für die Stadtreinigung so jährlich 150.000 Euro interne Kosten zusammen. Zuzüglich Dienstleistungen Dritter in Höhe von 100.000 Euro steht für die Sauberkeit des öffentlichen Raums in Pößneck somit jedes Jahr eine Viertelmillion Euro zu Buche.

„In Triptis sind alle Mitarbeiter des städtischen Bauhofes mit derartigen Arbeiten betraut“, teilt der Ordnungsamtsleiter der Stadt, Steffen Winkler, mit. Er schätzt die Kosten der Stadtreinigung in Triptis pro Jahr auf „mindestens einem mittleren fünfstelligen Betrag“. Auch in Ranis hat die öffentliche Sauberkeit einen Anteil am Haushalt der Burgstadt. Zwei Mitarbeiter sorgen hier dafür, dass im Herbst Laub entfernt, im Winter Salz gestreut wird und Gehwege regelmäßig vom Unrat befreit werden. Frank Lufer etwa ist aktuell beim Aufbau des Weihnachtsmarkts auf der Burg am Wochenende involviert, bereitet außerdem das Arbeitsgerät des Bauhofs bereits auf die Wintersaison vor.

Schmutzige Herausforderungen

Steffen Winkler in Triptis beschreibt die größten Herausforderungen bei der Stadtreinigung: „Am meisten haben wir mit Hundekot, Sperrmüll, Schrott sowie Gelben Säcken, welche durch fehlerhaften Inhalt nicht abgeholt wurden, zu kämpfen.“ Seiner Erfahrung nach habe die illegale Entsorgung von Unrat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Er wünscht sich, dass zur Verfügung stehende Entsorgungswege ordentlich genutzt werden. Der Triptiser Bauhofleiter Thomas Spors sieht es ähnlich: „Das ist nicht mehr normal.“

Vor dem Winter zähle aktuell vor allem das Herbstlaub zu den großen Aufgaben, hinzu komme etwa die Reinigung von Straßeneinläufen.

Nicht viel anders sieht es in Pößneck aus, wobei das Ordnungsamt hier neben der Entsorgung privaten Mülls noch übervolle Papierkörbe und aus Autos auf die Straße geworfenen Kleinmüll nennt. Andreas Blümel: „Die Gleichgültigkeit ist größer geworden.“ Alles außerhalb des eigenen Grundstücks werde auf die öffentliche Hand geschoben. „Das wird die Stadt auch auf Dauer nicht leisten können.“ Morgens die Straße kehren – auch vor Geschäften – und Winterdienst machen, habe lange zum Leben gehört und oft gleich noch einen kurzen Plausch mit den Nachbarn nach sich gezogen. „Vor oder auf einem Straßeneinlauf das Laub wegnehmen hilft oft“, erläutert er und meint, es gebe viele Möglichkeiten, mit wenigen Handgriffen zu einem sauberen Stadtbild beizutragen.

Mehr Achtsamkeit gefragt

Katrin Schumann zum Beispiel ist Angestellte des Modegeschäfts Mash in der Pößnecker Breite Straße. Sie kehrt stets zu Schichtbeginn vor dem Laden – so auch am Mittwoch. „Das ist doch unser Aushängeschild, dass es vor dem Schaufenster ordentlich ist“, sagt sie und stört sich nicht an der kurzen Putzeinlage an der frischen Luft.

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