E-Ladesäulen in Triptis ohne Baugenehmigung errichtet

Triptis/Schleiz.  Bauherr will laut Landratsamt die fehlende Genehmigung durch Stellung eines Bauantrages nachträglich einholen

Die zwei neuen Ladesäulen für Elektroautos an einer Tankstelle in Triptis sind ohne Baugenehmigung errichtet worden.

Die zwei neuen Ladesäulen für Elektroautos an einer Tankstelle in Triptis sind ohne Baugenehmigung errichtet worden.

Foto: Martin Schöne

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Die zwei neuen E-Auto-Ladesäulen einer Tankstelle im Triptiser Westen wurden ohne Baugenehmigung errichtet. Das geht aus einer Antwort des Landratsamtes des Saale-Orla-Kreises auf eine Anfrage der Redaktion hervor.

Der Leiter des Fachdienstes Bauordnung, Bernd Müller, erläutert: „Es stimmt, dass die Errichtung von zwei Ladesäulen einschließlich der zugehörigen, versiegelten Stellflächen von circa 120 Quadratmetern in der Gemarkung Triptis, auf dem Flurstück 1614/2 ohne die erforderliche Baugenehmigung vollzogen wurde.“

Nachdem dieser Sachverhalt dem Fachdienst bekannt geworden sei, habe man den Bauherren mittels Anhörungsschreiben am 6. Januar 2020 aufgefordert, sich hierzu zu äußern.

Fachdienst Bauordnung führt ordnungsbehördliches Verfahren durch

Aus einer Antwort vom 13. Januar gehe hervor, dass der Bauherr die fehlende Genehmigung mittels Stellung eines Bauantrages nachträglich einholen möchte. Damit sei die errichtete Anlage formell illegal errichtet worden. „Entweder wird ein nachträglicher Bauantrag gestellt, mit dem die Zulässigkeit des Vorhabens nachgewiesen wird, oder die Ladesäulen einschließlich der Stellplätze müssen zurück gebaut werden“, beschreibt Bernd Müller die Situation. Der Fachdienst Bauordnung führe derzeit entsprechend seiner Zuständigkeit ein ordnungsbehördliches Verfahren auf Grundlage der Artikel 78, 79 (1) Satz 1 Thüringer Bauordnung gegen den Bauherrn durch.

Der Fachdienstleiter teilt ferner mit: „Denkbar wäre, dass sich im Baugenehmigungsverfahren unter Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Stadt Triptis ergibt, dass das Vorhaben materiell zulässig ist und eine nachträgliche Baugenehmigung erteilt werden kann.“ Damit wäre die Rechtmäßigkeit der Errichtung hergestellt. Sollte sich herausstellen, dass das Vorhaben nicht genehmigungsfähig ist, oder der Bauherr keinen Bauantrag einreichen, „muss das Bauwerk zurück gebaut werden“, heißt es weiter.

Das verantwortliche Unternehmen hat am Freitag nicht auf eine Anfrage unserer Redaktion reagiert.

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