Ehrenamtlicher Rentenberater in Pößneck gibt Tipps

Pößneck.  Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung helfen im Ehrenamt kostenlos bei Fragen zur Rente

Jörg Vollmer ist ehrenamtlicher Versichertenberater der Deutschenrentenversicherung Bund für den Saale-Orla-Kreis. Er klärt zu Alters-, Erwerbsunfähigkeits- und zur Hinterbliebenenrente kostenlos auf.

Jörg Vollmer ist ehrenamtlicher Versichertenberater der Deutschenrentenversicherung Bund für den Saale-Orla-Kreis. Er klärt zu Alters-, Erwerbsunfähigkeits- und zur Hinterbliebenenrente kostenlos auf.

Foto: Theresa Wahl

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wann kann ich in Rente gehen? Diese Frage wird Jörg Vollmer am häufigsten gestellt, wenn Menschen zu einem Gespräch zu ihm kommen. Er ist Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund im Saale-Orla-Kreis und damit einer von 2600 Ehrenamtlichen in ganz Deutschland, die vor Ort bei allen Fragen zur Rente kostenlos helfen.

Die Versichertenberater wie Jörg Vollmer informieren anhand von Versicherungsverläufen und Rentenauskünften über die Voraussetzungen der verschiedenen Rentenarten. Ferner besteht die Möglichkeiten, zum persönlichen Rentenbeginn sowie zu weiteren Angelegenheiten der gesetzlichen Rentenversicherung Auskunft zu erhalten. „Unser Hauptgeschäft ist dabei zu helfen, Anträge auf Leistungen der Rentenversicherung zu stellen und Versicherungskonten zu klären“, erklärt Jörg Vollmer, der seit 27 Jahren als Versichertenberater tätig ist und dabei etwa zur Alters-, Erwerbsunfähigkeits- und Hinterbliebenenrente aufklärt.

Unterlagen müssen vollständig sein

Die Basis für die Ansprüche ist das Versicherungskonto, das für jeden Versicherten geführt wird. Dieses spiegelt einen Teil des Lebenslaufes wider, denn dort sind unter anderem Zeiten der Berufstätigkeit, Ausbildung, Krankheit und Arbeitslosigkeit erfasst. Einige der Daten fließen auf maschinellem Weg ein, meist dann, wenn in der Vergangenheit Beiträge gezahlt wurden. Damit allerdings auch die Zeiträume, in denen keine Beiträge gezahlt wurden – beispielsweise für die Schulausbildung oder die Kindererziehung – angerechnet werden können, müssen diese selbst beantragt werden.

„Häufig sind nicht alle Unterlagen eingereicht worden“, weiß der Versichertenberater aus seinen Erfahrungen. Das betreffe vor allem die Beitragszeiten vor 1991, die zu DDR-Zeiten in einem Sozialversicherungsausweis festgehalten wurden. „Bei manchen beginnt der Rentenverlauf erst 1992“, nennt Jörg Vollmer ein Problem. Die Versicherten müssen dann selbst aktiv werden und diese in ihrem Versicherungskonto aufnehmen lassen.

Da jedes Erwerbsleben unterschiedlich verlaufe, müsse immer individuell beraten werden. So könne die Altersrente beispielsweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Anspruch genommen werden. Der Renteneintritt richte sich dabei nach dem Alter und den nachgewiesenen Versicherungszeiten. „Davon hängt auch ab, ob man mit oder ohne Abschlag in Rente gehen kann“, erläutert Jörg Vollmer. Welche Variante sinnvoll ist, wird dann gemeinsam erörtert und es werden die verschiedenen Alternativen geprüft. Vor allem sollte man sich aber rechtzeitig kümmern. „Die Altersrente sollte man drei Monate vorher beantragen“, rät Jörg Vollmer.

Keine Prüfung der Rentenbescheide

Bei den Beratungen würden dann mitunter auch falsche Vorstellungen ausgeräumt. „Manche Leute denken, dass sie mit Abschlag eher in Rente gehen können und wenn sie dann ihr eigentliches Rentenalter erreicht haben, bekommen sie die vollen Bezüge. Dem ist aber nicht so. Hat man einmal den Abschlag gewählt, bleibt dieser bestehen“, nennt der Versichertenberater ein Beispiel.

Häufig würden Leute auch mit ihren Rentenbescheiden kommen, um diese überprüfen zu lassen. „Das kann ich allerdings nicht. Auf diese Daten haben wir keinen Zugriff“, stellt Jörg Vollmer klar.

Wer eine Beratung in Anspruch nehmen möchte, sollte sich auch hier rechtzeitig kümmern. „Die Termine, die ich vergeben kann, sind begrenzt. Ich versuche Anfragen entsprechend einzutakten, soweit das möglich ist“, so Jörg Vollmer.

Versichertenberater in der Nähe:

Pößneck: Jörg Vollmer, tagsüber erreichbar bei der DAK Saalfeld unter 03671/45 63 60 oder privat unter 03647/42 14 94

Bodelwitz: Nico Ernst Kontakt telefonisch unter 0172/5 20 30 11

Bucha: Christian Engelhardt Kontakt telefonisch unter 03641/60 79 75 oder (0151)65 48 74 78

Kostenlose Servicehotline unter 0800/10004800, montags bis donnerstags von 7.30 bis 19.30 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr

Im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren