Ein Holzofen für die Bodelwitzer

Freiwillige setzten Leader-Projekt um, demnächst gibt's für Interessierte Leckeres

Der Gemeindemitarbeiter Volkmar Staps befeuert den Ofen zur Trocknung.

Der Gemeindemitarbeiter Volkmar Staps befeuert den Ofen zur Trocknung.

Foto: Marcus Cislak

Bodelwitz. Ob Pizza, Brot, Kuchen oder Braten, alles was gegart werden kann, kann demnächst Platz im nagelneuen, gemeindeeigenen Holzofen am Sportplatz von Bodelwitz finden. Das mit europäischen Fördergeldern des Leader-Projekts mitfinanzierte Objekt ist fertig und wurde am Donnerstagmorgen erstmals angeschürt. Zwar noch nicht um Köstlichkeiten zuzubereiten, sondern um den Trocknungsprozess in Gang zu bekommen. Denn Experten empfehlen, den gemauerten Ofen über sieben Tage sanft zu befeuern, damit sich bei der ersten Benutzung keine Risse bilden und er nachhaltig beschädigt wird. Denn die etwa 7000 Euro teure Kochgelegenheit für Jedermann soll den Bodelwitzern lange erhalten bleiben.

Beginnend ab dem Frühjahr, wenn der Frost vorbei sei, können sich interessierte Familien oder Gruppen in der Kommune für die Benutzung anmelden. Unter Anleitung werde es dann möglich sein, den Ofen zu gebrauchen. „Insofern es die Corona-Bestimmungen zu lassen“, ergänzt die Bürgermeisterin Katja Staps.

Die Idee stamme von ihr und wurde als Projekt im Februar vergangenen Jahres der regionalen Leader-Gruppe vorgelegt. „Das Angebot spricht alle Altersgruppen im Dorf an. Es soll den sozialen Zusammenhalt fördern“, begründet sie. Das habe dann auch die Jury überzeugt. Von der Idee zur Ausführung vergingen dann etliche Monate. „Das war ein großer Aufwand“, kommentiert Staps.

So wurde zunächst Ofenbauer Joachim Bauch beauftragt, der die Technik lieferte: Schamottsteine und die Gusseisernen Luken. Den großen Rest, wie Bodenplatte, Einhausung, Umfriedung, Abzug und Überdachung, setzten dann aber viele Freiwillige aus Bodelwitz um. Schritt für Schritt. „Das war für uns alle ein Lernprozess“, fasst sie zusammen.

Nun fehlen noch zwei Stehtische, die bereits bestellt sind. Künftig, kann sich die Chefin der Gemeinde vorstellen, kann zum Beispiel auch die kommunale Kita mit eingebunden oder Dorffeste und Stollenbacktage veranstaltet werden. „Ich denke, dass ist eine tolle Sache, für viele sicherlich eine besondere Erfahrung. Das bringt vielleicht auch das traditionelle, gemeinsame Backen und Kochen in der Öffentlichkeit wieder zurück ins Bewusstsein“, wünscht sich Staps.