Einwohnerschwund hat sich verlangsamt

Pößneck.  Die Zahl der Pößnecker ist im vergangenen Jahr trotzdem auf nunmehr 12.133 Frauen und Männer geschrumpft.

Das imposante Pößnecker Rathaus ist Jahr für Jahr für immer weniger Menschen zuständig. Noch zählt die Stadt mehr als 12.000 Einwohner.

Das imposante Pößnecker Rathaus ist Jahr für Jahr für immer weniger Menschen zuständig. Noch zählt die Stadt mehr als 12.000 Einwohner.

Foto: Peter Michaelis

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Ende 2019 lebten 12.133 Menschen in Pößneck. Das sind 70 Frauen und Männer weniger als Ende 2018. Die Stadt hat im Verlauf des vergangenen Jahres also etwa 0,6 Prozent seiner Einwohner verloren, im Jahr davor waren es noch 0,8 Prozent. Der Einwohnerrückgang hat sich also verlangsamt. Das ist aktuellen Daten der Stadt Pößneck zu entnehmen. Die Angaben beziehen sich auf den meldeamtlichen Stand vom 24. Januar.

Hauptgrund des Einwohnerrückgangs ist wie seit den 1990ern die weit auseinander klaffende Schere zwischen Geburten und Sterbefällen. So erblickten im vergangenen Jahr zwar 89 Pößnecker (51 Mädchen und 38 Jungen) meist in Saalfeld das Licht der Welt. Diesen standen allerdings 215 verstorbene Einheimische (123 Frauen, 92 Männer) gegenüber. Unterm Strich ist also ein natürlicher Einwohnerverlust von 126 Personen festzustellen.

Die Zahl der Neugeborenen ist 2019 zwar nicht weiter gesunken beziehungsweise identisch mit jener von 2018, aber niedriger als in der jüngeren Zeit – 2016 gab es beispielsweise noch 100 Babys. Die Zahl der Sterbefälle ist auf einem der niedrigsten Stände des Jahrzehnts – 2017 waren beispielsweise 250 Sterbefälle zu beklagen. So ist der natürliche Einwohnerverlust 2019 etwas geringer als im Jahr davor.

Intensiver Einwohneraustausch mit Neustadt

Die Wanderungsbilanz ist zum vierten Mal binnen fünf Jahren positiv. So zogen 2019 zwar 556 Menschen weg, aber 612 (425 Deutsche, 187 Ausländer) zu, was ein positives Saldo von 56 Einwohnern ergibt. Auffällig ist auch 2019, dass deutlich mehr Frauen nach Pößneck kamen, als welche gingen – die Statistik weist bei den Damen einen Wanderungszuwachs von 50 Personen aus.

Am intensivsten hat Pößneck im vergangenen Jahr einmal mehr mit Neustadt Einwohner ausgetauscht, nämlich 78 (45 Zuzüge nach Pößneck, 33 Wegzüge aus Pößneck). Ein reges Hin und Her gab es noch mit Krölpa (39 Zuzüge, 18 Wegzüge), Ranis (32 Zuzüge, 12 Wegzüge) und Saalfeld (23 Zuzüge, 15 Wegzüge).

Nach wie vor in einem beachtlichem Umfang wechseln Einheimische ihr Domizil innerhalb der Stadt. So sind 2019 nicht weniger als 619 Menschen innerhalb von Pößneck von A nach B gezogen.

Ausländerquote klettert auf 5,6 Prozent

Ende 2019 lebten 682 Ausländer in Pößneck. Zu Beginn des Jahres waren es noch 642. Die Zahl der Ausländer, und darunter sind nicht nur Flüchtlinge, sondern auch EU-Bürger und Fremde mit einem anderen Status zu verstehen, ist also um 40 gestiegen. So lässt sich für Pößneck aktuell eine Ausländerquote von 5,6 Prozent (2018: 5,35 Prozent, 2017: 4,9 Prozent, 2016: 4,2 Prozent) errechnen.

Bei den Ausländern sind deutlich mehr Frauen zu- als weggezogen und etwas mehr Männer gegangen als gekommen. Der Anteil der Familien unter den Fremden ist höher als vor einem Jahr.

In Pößneck leben Menschen aus 42 Nationen – vor einem Jahr waren es noch 48. Die größte Ausländergruppe bilden mit Abstand die Frauen und Männer aus Syrien. Zwei Staatsangehörigkeiten haben mindestens 73 Pößnecker.

Die Einheimischen sind bis zu 102 Jahre alt

Am 31. Dezember 2019 waren im Einwohnermeldeamt in der Neustädter Straße 1 in Pößneck 4779 Einheimische als ledig registriert und 4595 als verheiratet. Hinzu kommen 1255 Witwen und Witwer sowie 1214 geschiedene Erwachsene. In den weiteren Fällen gilt der Personenstand als unklar.

Ab dem Jahrgang 1920 sind derzeit alle Generationen in Pößneck vertreten. Zum Jahreswechsel lebten außerdem noch eine 1918 geborene Frau in der Stadt. Die stärksten Jahrgänge sind derzeit bei den Frauen die 1958erinnen mit 118 Personen, bei den Männern die 1957er mit jeweils 119. Der schmalste Jahrgang seit der Wende sind nach wie vor und inklusive Ausländer die 1993er mit aktuell insgesamt 65 jungen Frauen und Männern.

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