Erfolgs-, Liebes- und andere Geschichten

Pößneck.  In der Goethe-Gesellschaft Pößneck freut man sich über ein leicht steigendes Interesse an den literatur- und kulturhistorischen Vortragsabenden.

Karl-Hermann Röser (rechts) wird am 6. Februar Werner Greiling als Referent im Kreis der Goethe-Gesellschaft Pößneck begrüßen.

Karl-Hermann Röser (rechts) wird am 6. Februar Werner Greiling als Referent im Kreis der Goethe-Gesellschaft Pößneck begrüßen.

Foto: HARTMUT BERGNER

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Die rund 100 Mitglieder starke Goethe-Gesellschaft Pößneck blickt auf ein gutes Jahr 2019 zurück. „Die Zahl der Besucher bei unseren Vorträgen hat leicht zugenommen“, berichtet der Vereinsvorsitzende Karl-Hermann Röser zufrieden. Die öffentlichen Veranstaltungen seien im Durchschnitt von etwa 40 Gästen besucht worden.

Worauf ist dieses höhere Interesse zurückzuführen? „Auf unser Programm“, antwortet Röser. Dieses sei ja nicht nur auf den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe zugeschnitten, vielmehr biete es Literatur- und Kulturinteressierten aus Pößneck und Umgebung unterschiedlichste Themen kurzweilig aufbereitet an.

2020 will man mit sieben öffentlichen Veranstaltungen Akzente im kulturellen Leben der Stadt setzen. Zunächst werden zwei Stammreferenten willkommen geheißen. So referiert der Neustädter Historiker Werner Greiling am 6. Februar über „Die Erfolgsgeschichte des Buchhändlers Johann Karl Gottfried Wagner“, einer Neustädter Persönlichkeit, welcher zu Goethes Zeiten der Titel eines Großherzoglichen Kommissionsrates verliehen wurde. Am 19. März geht der Literaturwissenschaftler Egon Freitag aus Weimar auf ein Detail aus dem Leben Friedrich Schillers ein. „Goethe und Eckermann“ lautet das Leitmotiv einer Lesung mit der Geraer Schauspielerin Otti Planerer am 23. April. Am 14. Mai ist die Autorin Annette Seemann aus Weimar zu Gast, um über Schillers Schwägerin Caroline von Wolzogen als Schriftstellerin, Reisende, Liebende und Salonniere zu sprechen. Mit „Goethe am Schreibtisch“ setzt sich Christof Wingertszahn, Direktor des Düsseldorfer Goethe-Museums, am 15. Oktober auseinander. Und am 50. Todestag des Pößnecker Malers Franz Huth, am 19. November also, gehen Röser und seine Stellvertreterin im Verein, Elke Kehr, auf Aspekte aus dem Leben des Künstlers ein. Das ist natürlich kein Zufall, versteht sich doch die Goethe-Gesellschaft aus ihrer Tradition heraus auch als Franz-Huth-Freundeskreis. Der Jahresabschluss ist dieses Mal mit „Goethe stürmt durchs Leben“ überschrieben. Die Gäste wird wiederum Röser überraschen.

Sämtliche Vortragsabende finden in der Aula des Gymnasiums Am Weißen Turm statt. Beginn ist immer um 19.30 Uhr.

Zwischendurch organisiert die Goethe-Gesellschaft den diesjährigen Pößnecker Osterspaziergang mit. Und die jährliche Ausfahrt des Vereines soll nach Dornburg führen, wo man sich unter anderem in der einstigen Wirkungsstätte des Pößnecker Bauhauskeramikers Otto Lindig umsehen will.

Weitere Details zum 2020er Programm der Goethe-Gesellschaft sind in einem an vielen Stellen ausliegenden Faltblatt zu finden. Dieses wurde übrigens erstmals in der Historischen Schaudruckerei aus Pößneck gedruckt und gesetzt.

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