Erster Entwurf sieht bis zu 21 Landesgartenschau-Bereiche vor

Pößneck/Neustadt/Triptis.  Am Mittwoch wollen die Bürgermeister von Pößneck, Neustadt und Triptis die Bewerbung für 2028 unterschreiben

Die Landesgartenschau-Vorfreude ist im Orlatal groß.

Die Landesgartenschau-Vorfreude ist im Orlatal groß.

Foto: Archiv/Susan Voigt

Am Mittwoch, 2. Dezember, ist es soweit. Die Bürgermeister Michael Modde (Pößneck), Ralf Weiße (Neustadt) und Peter Orosz (Triptis) unterschreiben die gemeinsame Bewerbung der drei Städte um die Landesgartenschau 2028.

Die Zeremonie im infektionsschutzbedingt kleinen Kreis findet im Pößnecker Bilke-Saal statt. Das historische Papier und andere Bewerbungsunterlagen sollen noch in dieser Woche nach Erfurt geschickt werden. Bewerbungsschluss beim Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ist am 31. Dezember 2020.

Dem formlosen Antrag auf die Ausrichtung der sechsten Landesgartenschau legen die drei Städte eine binnen kürzester Zeit zusammengestellte 36-seitige Broschüre bei. Der Prospekt enthält unter anderem eine Grundsatzerklärung der Kommunen, eine Übersicht der potenziellen Ausstellungsbereiche – vier in Pößneck mit einer Gesamtfläche von etwa 12,5 Hektar, fünf in Neustadt mit rund 7,3 Hektar und zwölf in Triptis mit zirka 24 Hektar –, Ablichtungen der einstimmigen Stadtratsbeschlüsse aus dem September und Stellungnahmen von Unterstützern der ersten Stunde des ehrgeizigen Projektes.

Die Bewerbung ist die erste Phase des Wettbewerbes um die Landesgartenschau 2028. Die Vorbereitung der entscheidenden zweiten Phase, mit welcher die drei Städte schon fest rechnen, läuft bereits.

In diesem Sinne hat der Haupt- und Finanzausschuss des Pößnecker Stadtrates in seiner jüngsten Sitzung die Mittel für eine Landesgartenschau-Machbarkeitsstudie einstimmig freigegeben. Ähnliche Entscheidungen sind auch in Neustadt und Triptis zu treffen.

Diese Machbarkeitsstudie werde voraussichtlich 90.000 Euro kosten, war in der öffentlichen Pößnecker Beratung zu hören. Der Aufwand soll unter den drei Partnern zu gleichen Teilen und nicht im Verhältnis der Einwohnerzahlen aufgeteilt werden, wie Modde feststellte, nachdem die Frage aufkam. Von einem noch zu findenden Büro wird unter anderem erwartet, dass es die potenziellen Ausstellungsbereiche investitionskosten-, finanzierungs- und nachnutzungstechnisch durchleuchtet, was viel Arbeit und Fantasie auch für die Stadtverwaltungen, in letzter Instanz für die Stadträte bedeutet.

Bei der Machbarkeitsstudie sei keine Zeit zu verlieren, weil sie bis 31. Oktober 2021 dem Land vorliegen müssen. Danach werde sich eine Bewertungskommission einen Eindruck vor Ort verschaffen.

Die Vergabe der Landesgartenschau durch das Land soll im zweiten Quartal 2022 erfolgen. Dem Vernehmen sind derzeit etwa zwölf Städte allein oder in einem Dreierbund wie im Orlatal an der thüringischen Großausstellung des Jahres 2028 interessiert.