Exklusives, Neues und ein Experiment beim Neustädter Musiksommer

Neustadt  Die 13. Auflage lockt mit außergewöhnlichen Konzerterlebnissen

Das Signum Saxophone Quartet ist am 26. Juli in der Kirche Neunhofen zu erleben. Die Herren versprechen höchsten Musikgenuss. 

Das Signum Saxophone Quartet ist am 26. Juli in der Kirche Neunhofen zu erleben. Die Herren versprechen höchsten Musikgenuss. 

Foto: Andrej Grilc

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Mit einem abwechslungsreichen Programm abseits des Mainstreams lockt der Neustädter Musiksommer jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Besucher zur Freiluft- und Saalkonzerten. Im vergangenen Jahr konnte mit 1800 Zuhörern bei allen Veranstaltungen gar ein neuer Rekord aufgestellt werden. Zur 13. Auflage des Formats kann sich das Publikum wieder auf besondere Konzerterlebnisse freuen.

Nach dem Auftakt mit „Classics unter Sternen“ im Juni geht es am Freitag, 12. Juli, mit einem bunten Abend im Stadtpark weiter. Im vergangenen Jahr wurde erstmals dort ein Konzert veranstaltet. „Der Stadtpark ist gut angekommen mit einer schönen Atmosphäre und guter Stimmung“, sagt Neustadts Kulturamtsleiter Ronny Schwalbe. Deshalb habe man auch bei der diesjährigen Auflage des Musiksommers an diesem Veranstaltungsort festgehalten. Konnte bei der Premiere die Jindrich Staidel Combo mit einem humorvollen und kurzweiligen Abend überzeugen, bleibe es auch beim Open Air am Freitag „spaßig vom Programm“, kündigt der Kulturamtsleiter an. Zu erleben sein wird eine Mischung aus Kabarett und Musik. Auftreten werden das Duo Beate Laaß und Thomas Schuch gemeinsam mit der Drei-Mann-Band Placebo Flamingo, so wird Witz mit Gute-Laune-Musik gepaart. Beim Programm „Power sucht Frau“ wird auf heitere Art und Weise der Kampf der Geschlechter beleuchtet, ergänzt wird das Ganze durch musikalische Einlagen, die von Funk über Hip Hop und Rock‘n‘Roll bis hin zu Jazz reichen.

Auf „Musiker der höchsten Stufe“, wie Ronny Schwalbe betont, kann sich das Publikum am Freitag, 26. Juli, in der Kirche in Neunhofen freuen. Zu Gast sein wird das Signum Saxophone Quartet. Bereits seit mehreren Jahren hat sich der Kulturamtsleiter bemüht, die international renommierten Musiker nach Neustadt zu holen. „Es ist schwer, an sie ranzukommen, jetzt hat es aber endlich geklappt“, freut er sich. Das Quartett wird Neuinterpretationen verschiedener Werke der Musikgeschichte spielen. Zu hören sein werden das „Italienische Konzert“ von Johann Sebastian Bach, „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky, „Four for Tango“ von Astor Piazzolla, ebenso wie Leonard Bernsteins „Symphonic Dances from West Side Story“ sowie „Memory“ aus Nepomuk‘s Dance von Marcelo Zarvos. Die jungen und smarten Saxofonisten würden es schaffen, auf ihren Instrumenten Musik zu erzeugen, die feinfühlig und nuanciert sei. „Sie können klassische Musik breitenwirksam rüberbringen“, zeigt sich Ronny Schwalbe begeistert. Experimentierfreude und Vielseitigkeit würden sie auszeichnen und sich in ihrem originellen Programm widerspiegeln. Nicht zufällig wurde die Kirche in Neunhofen als Veranstaltungsort gewählt, denn dieses besondere Musikerlebnis brauche Raum und Atmosphäre. Zudem sei auch immer das Ziel, mit dem Musiksommer in die Ortsteile von Neustadt zu gehen.

Den Arbeitstag musikalisch ausklingen lassen können Besucher am Mittwoch, 14. August, in der Burgkapelle Arnshaugk. „Das ist ein Experiment, ob der Musiksommer auch innerhalb der Woche funktioniert“, erklärt der Kulturamtsleiter die Wahl des Veranstaltungsdatums. „Mehr als Wir“ bestehend aus Matthias Ehrig und Andreas Uhlmann lassen bassverstärkte Gitarre, Posaune, Flügelhorn, Glockenspiel, Stompbox und Loopstations erklingen und schaffen mit ihren instrumentalen Kompositionen eine erstaunliche dreidimensionale Klangvielfalt. „In Arnshaugk haben wir auch in diesem Jahr wieder dieses i-Tüpfelchen, was man nicht jeden Tag hört“, meint Ronny Schwalbe. Die Songs der beiden Musiker aus Leipzig spielen mit Einflüssen aus Jazz, Pop und Folk.

Zum ersten Mal können Besucher am Freitag, 23. August, einen kulinarischen Konzertabend in den historischen Fleischbänken erleben, bei dem „Genuss mit allen Sinnen“ versprochen wird. Ein Schmaus für die Ohren gibt es mit „Die schöne Magelone“ von Johannes Brahms sowie Texten von Ludwig Tieck vorgetragen von Sänger Andreas Sommerfeld und Schauspieler Jürgen Zartmann begleitet am Klavier durch Wolfgang Bauer-Schmidt. Für den Gaumen gibt es ein vom Ringhotel Schloßberg zubereitetes Drei-Gänge-Menü, das in das Programm eingeflochten wird. Obendrein gibt es ein außergewöhnliches Ambiente und eine intime Atmosphäre. „Wer das Kleine, Feine und Besondere sucht, der ist bei diesem Konzert richtig“, verspricht der Kulturamtsleiter.

Den Abschluss der 13. Auflage des Musiksommers wird das 4. Neustädter Sinfoniekonzert am Samstag, 7. September, im Augustinersaal mit dem Reußischen Kammerorchester Gera unter der Leitung von Ronny Schwalbe bilden. „Im Fokus wird in diesem Jahr das Solokonzert stehen“, so der Kulturamtsleiter. Das Programm umfasst das Doppelkonzert für Violine, Oboe und Orchester von Johann Sebastian Bach, die Sinfonie Nr. 27 von Luigi Boccherini, die Petit Symphonie von Charles Gounod sowie die Suite Antique von John Rutter.

„Ich bin froh über dieses schöne Programm mit tollen Künstlern und einer großen musikalischen Bandbreite auch in diesem Jahr beim Musiksommer“, resümiert Ronny Schwalbe.

Das Programm

Power sucht Frau und Placebo Flamingo, Freitag, 12. Juli, 20 Uhr, Stadtpark

Signum Saxophone Quartet, Freitag, 26. Juli, 19.30 Uhr, Kirche Neunhofen

Mehr als Wir, Mittwoch, 14. August, 19.30 Uhr, Burgkapelle Arnshaugk

Die schöne Magelone, Freitag, 23. August, 19.30 Uhr, historische Fleischbänke

4. Sinfoniekonzert, Samstag, 7. September, 19.30 Uhr, Augustinersaal

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