Fuchs im Pößnecker Stadtwald an Räude erkrankt

Leinenpflicht für Hunde ist laut Landratsamt unbedingt einzuhalten

Ein Fuchs im Schnee.

Ein Fuchs im Schnee.

Foto: Klaus Müller

Pößneck. Im Pößnecker Stadtwald gibt es einen Fuchs, der an der Milbenkrankheit Räude leidet. Einen entsprechenden Hinweis bestätigte auf Anfrage das Landratsamt Saale-Orla am Donnerstag. Wie ein Sprecher mitteilte, bestehe aber kein übermäßiger Grund zur Sorge, auch wenn es sich um eine Infektionskrankheit handelt, die auf Menschen, Katzen und Hunde übertragbar ist.

Die Grabmilbe setzt sich unter die Haut, es kommt zu einer starken Hautrötung und aufgrund des starken Juckreizes zu selbst zugefügten Hautverletzungen durch Kratzen und/oder Beißen. Weitere Folgen können Haarausfall, Schuppung, Krusten und übermäßige Verhornung sein. Ohne Behandlung kann die Krankheit im schlimmsten Fall bis zum Tod führen.

„Auf keinen Fall sollte man das Tier anfassen“, lautet die Empfehlung aus dem Landratsamt. Bei Spaziergängen im Wald mit Hunden sollte unbedingt die Leinenpflicht gemäß Thüringer Waldgesetz beachtet werden, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Diese sei im Januar und Februar am höchsten, da der Fuchs – eigentlich ein Einzelgänger - zu dieser Zeit Paarungszeit hat und die Krankheit daher vermehrt übertragen wird.

Bei Verdacht auf eine Ansteckung, egal ob bei Tier oder Mensch, sollte man sofort den Arzt beziehungsweise Tierarzt aufsuchen, bittet die Kreisverwaltung. Findet man ein erkranktes Tier, sollte man umgehend den Jagdpächter oder gegebenenfalls die Stadtverwaltung oder das Landratsamt informieren.