Laskau

Laskauer Sorgenkind: Für die Orgel fehlen 10.000 Euro

Laskau.  Die kleine, aber aktive Kirchgemeinde von Laskau kümmert sich seit wenigen Jahren um die Sanierung ihres Gotteshauses. Es ist noch viel zu tun.

Kirchenältester Albrecht Neumeister kümmert sich um die Sanierungen, zum Teil in Eigenleistungen. Die auf Eis liegende Orgelsanierung ist ein Problem. Denn die ist seit 2,5 Jahren ausgebaut. Die Hälfte der Gelder dazu fehlt noch.

Kirchenältester Albrecht Neumeister kümmert sich um die Sanierungen, zum Teil in Eigenleistungen. Die auf Eis liegende Orgelsanierung ist ein Problem. Denn die ist seit 2,5 Jahren ausgebaut. Die Hälfte der Gelder dazu fehlt noch.

Foto: Marcus Cislak

In dem kleinen Angerdörfchen Laskau geht es ruhig zu. Im Mittelpunkt liegt ein Teich, nebst beeindruckender Kirche. „Das Gotteshaus befindet sich in einem sehr schlechten Zustand“, sagt Kirchenältester Albrecht Neumeister. Der Außenputz bröckelt ab, die Steine der Friedhofsmauer sind zum großen Teil lose, im Innenraum sieht es kaum besser aus: Die Orgel ist ausgebaut. Das ist allerdings kein Grund für Neumeister, den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil, denn an Privatinitiative, unter seiner Führung, mangelt es den 19 Kirchgemeindenmitgliedern und vielen Freiwilligen in Laskau nicht.

„Mehr als ein hundert Jahre hat sich nicht viel im Gebäude getan“, schätzt der Kirchenälteste ein. Das änderte sich vor etwa drei Jahren, denn der Turm begann sich schon zu neigen. Faulige Balken in der Unterkonstruktion, auf dem der Turm ruht, mussten dringend beseitigt werden. In Gänze verbaute man im Gebälk 2018 und 2019 knapp 45.000 Euro. Aus Baulastfonds des Kirchenkreises Schleiz, Lottomittel aus der Thüringer Staatskanzlei und Stiftungsgeldern wurde ein Großteil finanziert. Einige tausend Euro waren Eigenleistungen der kleinen Kirchgemeinde.

Deren Mitglieder waren es auch, die selbst mit Hand anlegten. „Die Fundamentmauern haben wir selbst trockengelegt und Drainagen mit mehr als 50 Tonnen Kies verfüllt“, erzählt er vom Engagement der Dorfbewohner. Das Eingangsportal wurde abgeschliffen, eine neue Türüberdachung ist zu finden und der stark beschädigte Sockelputz im Innenraum wurde entfernt. „Alles geschah in enger Abstimmung mit einem Restaurator, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Kreiskirchenamt in Gera“, wie Neumeister betont.

Er war es auch, der über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren selbstständig einen elf Meter langen Abschnitt der Friedhofsmauer erneuerte. Der Teil war bereits eingefallen. „Ich bin kein gelernter Handwerker“, sagt er in aller Bescheidenheit und plant ein weiteres Stück in den kommenden Jahren zu sanieren. „Wir gehen Schritt für Schritt vor“, sagt er, wohlwissend, dass noch ein langer Weg vor ihm und den Freiwilligen liegt.

Völlig unklar sei, wie es mit der Orgelsanierung weiter geht. Das Musikinstrument, welches um 1850 von Dornheim gebaut worden ist, wurde bis vor drei Jahren noch bespielt. „Allerdings fraßen sich Holzwürmer durch die Orgel“, sagt er wehmütig. Und so entschied man sich, sie auszubauen und zu erneuern. Die Kosten dafür sind allerdings bis heute nicht gedeckt. „Etwa 10.000 konnten aufgebracht werden. Die andere Hälfte fehlt“, sagt er. Die Teile des Instruments sind eingelagert. „Es gibt keine Pläne, weil die Priorität auf dem Gebäude selbst liegt“, weiß er. Der Kirchen- älteste blickt optimistisch in die Zukunft. Ein Weg werde sich schon finden.

Auf seiner Wunschliste stehen außerdem die Beseitigungen von Schäden am Putz, sowohl außen als auch innen. Die rötlichen Ausmalungen im Gotteshaus und das abgenutzte Gestühl, sowie „eine zeitgemäße Beleuchtung“, wie er sagt, stehen auch noch auf der langen Liste zur vollständigen Sanierung.

Die Anfänge des Bauwerks stammen wohl aus der Zeit um 1500. An die kleine Kapelle wurde später das Kirchenschiff angebaut. Ein erster Umbau könnte 1769 stattgefunden haben, ein weiterer 1829, wie über dem Eingangsportal zu sehen ist. Im Turm befindet sich eine kleine Bronzeglocke aus dem Jahr 1687.

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