Fußball-Kreisliga – der 6. Spieltag

Schleiz Moßbach Neustadt Oppurg Oettersdorf  Mit einem 9:0-Kantersieg gegen den SV Moßbach II schießt sich der FSV Orlatal auf Rang drei. Daniel Barth gelingen dabei fünf Treffer in einer Halbzeit. Hirschberg, Pößneck und Ebersdorf bleiben im Tabellenkeller.

Nicht nur wegen seiner fünf Tore war Orlatals Daniel Barth (schwarz) der überragende Mann auf dem Platz. Seine Kreise konnten die Moßbacher um Tobias Krüger kaum stören.

Nicht nur wegen seiner fünf Tore war Orlatals Daniel Barth (schwarz) der überragende Mann auf dem Platz. Seine Kreise konnten die Moßbacher um Tobias Krüger kaum stören.

Foto: Uwe Friedel

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FSV Schleiz II – SG SV Grün-Weiß Tanna 1:3 (1:1)

Ein von den Spiel- und Chancenanteilen ausgeglichenes und umkämpftes Derby konnten die Grün-Weißen dank ihrer Konterstärke und stärkeren Offensivkräfte unterm Strich nicht unverdient, aber in der Summe auch etwas glücklich für sich entscheiden. Tannas Trainer Frank Heinisch: „Wir hatten ein glückliches Händchen mit der Einwechslung von Michael Kohl, der die 2:1 Führung mustergültig vorbereitete. Ansonsten haben wir auch Glück gehabt in der Rückwärtsbewegung, die wir diesmal nicht gut gemacht haben. Mit dem 2:1 haben wir dem FSV den Wind aus den Segeln genommen.“ Für FSV Trainer Rene Woitzik war „Tannas bessere Offensive“ ausschlaggebend. So siegten aus seiner Sicht die Tannaer am Ende verdient. „Auch wenn es ansonsten in der ersten Halbzeit und bis kurz vor Schluss ein ausgeglichenes Spiel war, eigentlich ein Unentschiedenspiel“, wie der FSV-Trainer noch beifügte.

In der Tat sah es nach einer Punkteteilung aus, die – wenn man alles aufwiegt – auch gerecht gewesen wäre. Doch die Heinisch-Elf setzte in der Schlussphase die entscheidenden Konter durch Gebhardt, der mustergültig vom eingewechselten Kohl bedient wurde, und Golditz, der der FSV-Abwehr davonlief und noch Torwart Milizer-Keil umspielte. Der Schleizer Keeper war auch gleich nach dem Anpfiff gefordert, als er gegen Woydt die Führung verhinderte. Auf der anderen Seite schoss Schubert nach einem Kunte-Freistoß knapp übers Tor und beim Distanzschuss von Kevin Conrad gab sich der sichere Torwart Marco Kaiser keine Blöße. Dazwischen lag aber auch die Tannaer Führung in der Luft, doch Woydt verfehlte mit einer Direktabnahme knapp. Doch nach einer Viertelstunde häuften sich die Fehler auf Seiten der Tannaer, die fortan sich leichte Ballverluste leisteten, die Ordnung im Defensivverbund und in der Rückwärtsbewegung immer mehr verloren und konteranfällig waren. So nutzten die spritziger wirkenden Schleizer die sich bietenden Räume und gingen in der 22. Minute verdient in Führung. Jung war auf der rechten Seite völlig frei, bediente Schubert, der aus Nahdistanz vollendete. Und wenig später fast das 2:0, doch der wieder unbedrängte Jung traf nur den Pfosten. Stattdessen der Ausgleich durch Weigelt (28.), nach einem Freistoß von Gebhardt und Kopfballverlängerung Kaisers. Kurz vor und nach der Pause hätten die Grün-Weißen nachlegen können durch Dietrich, der nach einem Konter über Golditz knapp verfehlte, Gebhardt, der am Keeper scheiterte, Woydt, der nach einer Gebhardt-Hereingabe aus Nahdistanz die Führung verpasste und einen Dietrich-Heber über den Keeper kratzte Picker von der Linie. Dazwischen und danach lag aber auch die FSV-Führung in der Luft. Aber Schubert (50., 70.) schoss jeweils vorbei, Kunte scheiterte nach Solo an Kaiser, Schönfelders Schuss wurde im letzten Moment geblockt und auch Kevin Conard konnte sich nach einer Ecke nicht in die Torschützenliste eintragen. Es schien so als ob beide Teams ihr Pulver verschossen hätten, als die Grün-Weißen in den letzten Minuten noch zweimal den Turbo zündeten und die FSV-Abwehr eiskalt auskonterte.

SV Moßbach II – FSV Orlatal 0:9 (0:2)

Die Orlataler wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und behielten verdient die Oberhand. Nach so einem klaren Gäste-Sieg sah es aber vor der Pause nicht aus, denn „da hielt Moßbach stark dagegen“, versteckte sich nicht und „es hätte auch der Ausgleich fallen können“, wie Orlatals Co-Trainer Thomas Könitzer das Geschehen einschätzte. Aus seiner Sicht waren die beiden Tore kurz vor und nach der Pause entscheidend. Zudem lobte er die geschlossene Mannschaftsleistung seiner Elf. „Nach der Pause war fast jede Chance ein Treffer. Zum Schluss hin hat sich Moßbach aufgegeben. Der Sieg ist verdient, fällt aber etwas zu hoch aus“, so Könitzer. Dagegen kam Moßbachs Trainer Michael Wilfert zu folgendem Fazit: „Für uns war es ein gebrauchter Tag. In der ersten Halbzeit waren wir noch gut unterwegs, fingen aber zu den ungünstigsten Zeitpunkten die Gegentore zum 0:2 und 0:3. Danach waren wir zu offen, war zu viel Unruhe im Spiel.“

Die Gäste konnten sich nach zehn Minuten mehr Spielanteile erarbeiten, besaßen mehr Ballbesitz, waren aktiver und hatten durch Künzels Schuss die erste gute Aktion, den Keeper Wolfram über die Latte lenkte, der auch in der Folge mehr gefordert war als sein Gegenüber. Folgerichtig die Führung durch Rosenberger, dessen Schuss unhaltbar abgefälscht wurde (21.). Dennoch hatte die Heimelf nach einer Ecke, die Krüger knapp verpasste und durch einen Hopfe Schuss gute Ansätze zum Ausgleich. Gefährlicher aber die agileren Gäste. Nach dem Barth von der Strafraumgrenze noch knapp verfehlte (42.), schloss Weber nur eine Minute später einem schönen Spielzug über die rechte Seite zum 2:0 ab. Die Platzherren konnten sich von diesem Rückstand trotz aller Bemühungen nicht mehr erholen und kassierten gegen eine spielfreudige und torhungrige Orlataler Mannschaft nach der Pause noch sieben Gegentreffer. Dabei erzielte nach dem 0:3 durch Rosenberger der überragende Barth fünf Tore in Folge, ehe Röhnisch den Torreigen beendete. Den Ehrentreffer für die über weite Strecken tapfer kämpfende, aber an diesem Tag chancenlose Wilfert-Elf verhinderte zwischendurch bei einem Schüler-Schuss die Latte (72.).

SV Blau-Weiß 90 Neustadt II – FSV Hirschberg 1:1 (0:1)

Für beide Mannschaften war der Sieg möglich. Hatten die Gäste vor der Pause die besseren Möglichkeiten, so besaßen die Blau-Weißen nach dem Wechsel ein Chancenplus. Die Saalestädter waren zunächst auf einem guten Weg, um den Grundstein für den ersten Sieg zu legen. FSV Trainer Christian Feig: „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden, wir haben da kaum was zugelassen, hatten die besseren Chancen und hätten höher führen können. Nach der Pause waren wir zunächst schläfrig und fingen uns prompt den Ausgleich ein. Wir hatten auch da noch die ein oder andere Chance. So traf Hagen die Latte, aber auch Weber hielt uns mit tollen Paraden im Spiel.“ Hagen und Eck trafen zunächst nur das Aluminium und Hagen vergab eine weitere Möglichkeit. So war die Führung durch einen von Wöllner verwandelten Strafstoß verdient. Dagegen kam von den Blau-Weißen nicht viel, sieht man von zwei Schüssen von Sattler und Anton übers Tor ab.

Das änderte sich aber im zweiten Abschnitt, in dem die Platzherren Feldvorteile und erstklassige Chancen besaßen. Doch Weber im Tor wartete mit tollen Paraden auf und war an diesem Tag nur einmal zu bezwingen. Naif erzielte aus Nahdistanz den verdienten Ausgleich. Neustadts Torwart-Trainer Jens Gruner: „Unsere Chancenverwertung war nach der Pause mangelhaft. Außerdem hätten wir nach einem Foul an Käpnick einen Strafstoß bekommen müssen. So müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, denn vor der Pause hatte Hirschberg die besseren Chancen.“ Aber auch die Gäste hatten im zweiten Abschnitt noch den ein oder anderen guten Ansatz, doch am Ende blieb es bei der Punkteteilung.

TSV 1898 Oppurg – VfB 09 Pößneck II 3:2 (1:1)

Nachdem Pößnecks bisheriger Trainer Michel Hellwig in diesen Tagen zum Kreisoberligisten nach Unterwellenborn wechselte, übernahm Marco Lucanus interimsmäßig das Ruder. „Wir müssen als Sieger vom Platz gehen. Vom Kampf und der Einstellung her waren wir besser. Wir wurden nicht belohnt, haben unsere Chancen nicht genutzt. Wir gingen zu fahrlässig damit um. Aber auch Oppurg hatte seine Möglichkeiten“, so Lucanus. Eine starke Leistung bescheinigten auch die Oppurger dem Gast, „der nicht wie ein Tabellenletzter spielte und uns alles abverlangte“, so Jürgen Rosenberger.

In einer umkämpften Partie war Pößneck vor 100 Zuschauern hochmotiviert, machte es der Schwalme-Elf sehr schwer. Der Gast hatte vor der Pause mehr Spielanteile, ging durch Zigan in der zehnten Minute in Führung, die besseren Chancen hatte aber in Halbzeit eins die Heimelf. Eine davon nutzte Rein im Gegenzug zum Ausgleich, der zur Pause gerecht war. In der Viertelstunde nach der Pause überschlugen sich aber die Ereignisse. Beide Mannschaften hatten erstklassige Möglichkeiten, vermochten es aber nicht, daraus Kapital zu schlagen. Nach einem Sololauf von Rein gab es Strafstoß für die SG, den Bockner in der 74. Minute zum 2:1 verwandelte. Doch ein berechtigter Strafstoß auf der anderen Seite brachte durch Henniger erneut den verdienten Ausgleich (83.). Es sah schon nach einer Punkteteilung aus, als Torjäger Rein kurz vor Schluss mit einem Flachschuss den vielumjubelten Siegtreffer erzielte, ehe Bockner noch die Ampelkarte sah.

LSV 49 Oettersdorf – SV 1990 Ebersdorf 4:2 (3:2)

Beide Mannschaften hatten große Besetzungsprobleme. Besser auffangen konnten dies die Oettersdorfer, die wieder in die Erfolgsspur fanden. „Wir konnten uns steigern gegenüber der Vorwoche, trotz der Personalprobleme. Ebersdorf hatte aber auch seine Chancen, das Spiel hätte auch Unentschieden enden können“, so LSV-Trainer Alexander Schuldes. Trotz der Niederlage zeigte sich auch Gäste-Trainer Rico Thiel zufrieden, vor allem „mit der Einstellung und Moral, da wir nur elf Mann zur Verfügung hatten.“ Weniger zufrieden war er mit der Chancenverwertung. „Hier haben wir zu wenig daraus gemacht.“

Müller brachte die Heimelf mit einem Flachschuss in Führung, die Ludewig per Kopf ins lange Eck egalisierte. Als Schaller aus der Distanz und Müller nach einem Flugball einen zwei Tore-Vorsprung herausschossen, schien die Schuldes-Elf auf der Siegerstraße zu sein. Doch die Gäste gaben nicht auf, kämpften sich zurück und machten die Partie wieder spannend durch einen von Ludewig verwandelten Strafstoß. Der SV 1990 hatte nach der Pause gute Ansätze zum Ausgleich, vor allem Ludewig verpasste ihn mit einem Heber knapp. Stattdessen sorgte David Freimuth mit einem weiteren Distanzschuss in der 80. Minute für die Entscheidung.

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