Fußball-Kreispokal – 2. Hauptrunde

Schleiz Rockau Zwackau Remptendorf Oppurg Hirschberg Pößneck  Neben dem FSV Orlatal, der Pößneck aus dem Pokal kegelte, gelang es auch Schleiz II einen höherklassigen Gegner auszuschalten. Nicht viel fehlte beim FSV Hirschberg dazu. Die Berichte der Spiele mit SOK-Beteiligung.

Mit einem 4:0-Sieg fegte die Schleizer Zweite den höherklassigen SV Lobeda förmlich aus dem Pokal. Kevin Conrad, der hier vor Lobedas Matteo Bergmann klärt, bereitete den Treffer zum 2:0 vor.

Mit einem 4:0-Sieg fegte die Schleizer Zweite den höherklassigen SV Lobeda förmlich aus dem Pokal. Kevin Conrad, der hier vor Lobedas Matteo Bergmann klärt, bereitete den Treffer zum 2:0 vor.

Foto: Uwe Friedel

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FSV Schleiz II – SV Lobeda 77 4:0 (3:0)

Im Ligaalltag lief es bisher für die Rennstädter noch nicht rund, aber dafür um so mehr im Pokal. Mit einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg ließen sie den Kreisoberligisten keine Chance und stehen völlig zurecht im Achtelfinale des Kreispokals. Von Beginn an übte der FSV viel Druck aus, bestritt aggressiv die Zweikämpfe, ließ keinen geordneten Spielaufbau der Gäste zu und zwang sie immer wieder zu Fehlern. Folgerichtig die Führung in der elften Minute durch Berger nach einem durchgesteckten Ball. Als Conrad einen Freistoß nach innen brachte, erhöhte Stüwer per Kopf nur vier Minuten später auf 2:0. Danach hätte der klar dominierende Kreisligist bereits alles klar machen können, doch Stankowskis Heber lenkte Lobedas Keeper an die Latte und hatte Glück als Stüwer ebenfalls nur das Gebälk traf, der kurz zuvor schon freistehend das lange Eck knapp verpasste. Außerdem rettete Pätzold gegen Amel Nukovic auf der Linie. Erst ab Mitte der ersten Halbzeit konnte sich der Gast vom Schleizer Dauerdruck etwas befreien und besaß in der 26. Minute nach einem Konter die erste Möglichkeit, aber Schmidt scheiterte aus Nahdistanz an Keeper Blöthner. Mehr ließ der aufmerksame Defensivverbund der Gelb-Schwarzen nicht zu, die kurz vor der Pause für die Vorentscheidung sorgten. Einen Schuss von Stankowski konnte Torwart Gäde noch parieren, gegen den Nachschuss von Stüwer war er aber machtlos. Die Partie hätte noch einmal spannend werden können, wenn die Gäste zwei gut vorgetragene Konter genutzt hätten, doch Harutunyan scheiterte an Blöthner und traf den Pfosten. Stattdessen schloss Stüwer eine sehenswerte Kombination über Berger und Stankowski zur endgültigen Entscheidung ab (52.). Obwohl Lobedas Meyer die Ampelkarte (58.) sah, steckte der Gast nicht auf, kam aber nicht mehr zu klaren und zwingenden Abschlüssen. Auf der anderen Seite hätte die Woitzik-Elf das Ergebnis sogar noch ausbauen können, aber Stüwers Schuss nach Konter und Zuspiel Bergers lenkte Gäde zur Ecke, der freistehende Weiß nach Rückpass Stankowski schoss übers Tor, wie auch später der sich gut durchsetzende Stankowski. Trainer Rene Woitzik zeiget sich nach dem Spiel hoch zufrieden, ob der „überzeugenden, geschlossenen Mannschaftsleistung“ seiner Elf.

SG SV 1896 Rockau – SG Ranis/Krölpa 1:4 (0:3)

Die Burgstädter wurden beim Kreisklässler ihrer Favoritenrolle gerecht und zogen ungefährdet in die nächste Runde ein. Die Querengässer-Elf legte von Beginn an den Vorwärtsgang ein und stellte früh die Weichen auf Sieg durch den Doppelschlag von Klett mit einem Distanzschuss und Weedermann nach Grundlinienrückpass von Ludwig. Als Hahn Mitte der ersten Halbzeit für die spielbestimmenden Gäste aus 25 Metern den dritten Treffer nachlegte, war bereits zu einem frühen Zeitpunkt eine Vorentscheidung gefallen. Ohne die Kontrolle über das Spiel zu verlieren, ließen es die Gäste in der Folge ruhiger angehen und wurden im Defensivverhalten für eine kurze Phase etwas nachlässiger. So konnte Wallendorf nach einer unübersichtlichen Situation aus dem Gewühl heraus in der 62. Minute für die nie aufsteckenden Platzherren verkürzen. Mehr ließen aber die Raniser nicht mehr zu, und nach vorn trafen sie trotz der ein oder anderen Möglichkeit nur noch einmal durch Brückner mit Schuss ins lange Eck kurz vor Schluss ins Schwarze.

TSG Zwackau – FC Thüringen Jena II 0:3 (0:1)

Der favorisierte Kreisligist konnte sich verdient durchsetzen, doch trotz der Niederlage verkaufte sich die Heimelf sehr teuer. Die Partie stand für die TSG unter keinem guten Stern, mussten sie auf einige Akteure verzichten. So waren sie von Beginn an auf Schadensbegrenzung aus, was ihnen insgesamt auch gelang. Die Gäste waren spielbestimmender und chancenreicher und gingen in der 18. Minute durch einen Distanzschuss von Reichelt in den Winkel in Führung. Mehr ließen aber die aufopferungsvoll kämpfenden Zwackauer bis zur Pause nicht zu. Endgültig geschlagen geben mussten sie sich erst nach dem Wechsel als Isserstedt nach einem individuellen Abwehrfehler auf 0:2 (55.) erhöhte und Larm kurz vor Schluss aus dem Gewühl heraus endgültig alles klar machte. Die Sonntag-Elf war zwar im Spielverlauf um Entlastung bemüht, kam aber bis auf ein paar Distanzschüsse über Ansätze nicht hinaus und brachte das Gäste-Tor kaum ernsthaft in Gefahr.

FSV 1999 Remptendorf – SV Jena-Zwätzen II 1:5 (0:3)

Obwohl sich die Remptendorfer von Beginn an gegen die spielerischen Vorteile der Gäste kämpferisch dagegen stemmten, mussten sie am Ende den Platz als Verlierer verlassen. Unterm Strich siegte der Kreisoberligist verdient, der vor allem durch schnelles Umkehrspiel aufwartete und den FSV dabei oft schlecht aussehen ließ. So fiel nach einem schnellen Konter durch Printschler (14.) die Führung, die Schmidt nur kurze Zeit später nach einer Ecke mit einer Kopfballverlängerung ins lange Eck ausbaute. Schmidt war es auch, der die Partie in der Folge nach einem weiteren Konter per Schlenzer und aus Nahdistanz nach Querpass von Printschler entschied. Dennoch steckte die Killmann-Elf nie auf, hatte zwischendurch die ein oder andere gute Freistoßsituation, konnte aber daraus kein Kapital schlagen. Erst in der 60. Minute konnte sich der FSV für seine Bemühungen belohnen. Nach Zuspiel von Triebner traf Wetzel ins lange Eck. Doch nur wenig später stellte Barich mit einem Foulstrafstoß den alten Abstand wieder her. Hofmann hätte noch für eine Resultatsverbesserung sorgen können, aber allein aufs Tor laufend schoss er über den Kasten.

TSV 1898 Oppurg – SV Gleistal 90 0:8 (0:5)

Die Gäste ließen von Beginn an keine Zweifel aufkommen, dass sie den Platz als Sieger verlassen. Der Sieg war auch völlig verdient, fiel aber um drei Tore zu hoch aus, wie Oppurgs Trainer Mathias Schwalme bilanzierte. Die Oppurger hatten zwischendurch durchaus gute Chancen, konnten diese aber nicht nutzen, während die Gäste im Stile einer Spitzenmannschaft der Kreisoberliga die sich bietenden Möglichkeiten konsequent verwerteten. Überragend bei den spieltechnisch starken Gleistalern war Behling, der nicht nur seine Nebenleute in Szene setzte, sondern auch als zweifacher Torschütze in Erscheinung trat. Nach dem Hörning und Behling die Gäste mit 0:2 in Führung schossen, hätte die SG das Spiel noch einmal spannend machen können. Aber zweimal Rein und Plass vergaben. Stattdessen sorgten Behling, ein Eigentor von Bockner und Leopold bereits zur Pause für die Entscheidung. Trotzdem steckten die Platzherren nicht auf, hielten im zweiten Abschnitt lange Zeit gut dagegen, zeigten aber weiterhin Schwächen im Abschluss. Sonst hätte es durchaus den ein oder anderen Treffer für die Schwalme-Elf geben können. Abschlussstärker die Gäste, die durch den Doppelback von Böhmel und Hörning das Ergebnis ausbauten.

FSV Hirschberg – SG SV Thalbürgel 3:4 n.V. (2:2, 0:2)

Die Hirschberger lieferten dem Kreisoberligisten einen packenden Pokalkampf, konnten sich aber für eine starke Leistung nicht belohnen. An FSV-Keeper Weber lag es aber nicht, der im Spielverlauf mit starken Paraden aufwartete. Aber die Feig-Elf ließ zu viele Chancen liegen, sonst hätte die Partie auch einen anderen Ausgang nehmen können. Vor allem in der Anfangsphase lag die Führung der Platzherren, die von Beginn an keinen Klassenunterschied erkennen ließen, mehrmals in der Luft. Doch Wöllner verfehlte per Freistoß knapp, Müller scheiterte per Kopf und schoss aus Nahdistanz übers Tor, das auch Gablenz freistehend verfehlte. Anders die eiskalten und abgeklärteren Gäste, die durch Schimas Kopfballtreffer und Schwesinger aus Nahdistanz den Spielverlauf auf den Kopf stellten. Kurz nach dem Wechsel verhinderte Weber mit tollen Paraden gegen Schwesinger aus 18 Metern und mit einem gehaltenen Strafstoß eine Vorentscheidung. Auf der anderen Seite scheiterte Eck, zeigte sich Müller zunächst zu unentschlossen, bevor Müller nach Zuspiel von Eck den Torwart ausspielte und den verdienten Anschlusstreffer erzielte (63.). In der Folge gab es Chancen auf beiden Seiten. So parierte Weber einen Flachschuss in starker Manier und lenkte das Leder aus halbrechter Position an die Latte. Auf der Gegenseite traf Müller alleinstehend den Ball nicht, bevor Finke per Kopf nach einer Wöllner-Flanke den verdienten Ausgleich erzielte (85.). Das hieß Verlängerung, in der zunächst wieder Weber zweimal stark hielt, bevor Shala eine Inkonsequenz in der FSV-Abwehr bestrafte und Schwabe einen Konter mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:4 abschloss. Aber der FSV gab sich noch lange nicht geschlagen und fast hätte es sogar noch zum Elfmeterschießen gereicht. Nachdem Wöllner nach Querpass Müller den Anschluss erzielte, ergab sich für Müller in letzter Minute die Riesenchance zum Ausgleich, doch Keeper Taraba verhinderte diesen mit einer Glanztat.

VfB 09 Pößneck II – SG SV Elstertal Silbitz/Crossen 0:4 (0:1)

Nachdem Pößnecks Erste beim FSV Orlatal die Segel streichen musste, musste sich auch die Zweite aus dem Kreispokal verabschieden. Trotzdem zeigte der VfB eine engagierte, gute kämpferische Leistung und verkaufte sich von Beginn an teuer. Letztlich musste sich Pößneck aber der individuellen Klasse des Kreisoberligisten geschlagen geben. Nach einer Ecke erzielte Krawczyk die Führung, die Keeper Eckner festhielt, als er Hoffmanns Kopfball glänzend parierte. Für die Entscheidung sorgte der Favorit kurz nach der Pause innerhalb weniger Minuten wiederum durch Krawczyk und durch den Doppelpack des vor der Pause eingewechselten Oehrings, der mit einem direkten Freistoß in der 64. Minute alles klar machte. Dennoch gab sich der Kreisligist nicht auf, war bis zum Schluss um eine Resultatsverbesserung bemüht, die verdient gewesen wäre, die aber Julian Köhler und Zigan jeweils allein aufs Tor laufend vergaben. Unterm Strich siegte aber die Elstertal-Elf verdient.

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