Fußball-Kreispokal: Die Berichte zur 1. Hauptrunde

Ebersdorf Tanna Bodelwitz Krölpa Triptis Serba St. Gangloff Moßbach Remptendorf Oettersdorf Neunhofen Maua Möschlitz Jena Gahma Plothen Weira Neustadt  Nur wenige Überraschungen gab es in der 1. Hauptrunde des Kreispokals Jena-Saale-Orla. Etwaige Klassenunterschiede ließen sich nur in Ausnahmefällen kaschieren.

Weiras Michel Schoberth (Mitte) blockt den Schuss des Gleistalers Michael Frenzl ab. Am Einsatz lag es nicht, doch spielerisch waren die Kräfteverhältnisse zwischen Kreisklässler SV Weira und dem zwei Ligen höher kickenden SV Gleistal einfach zu deutlich.

Weiras Michel Schoberth (Mitte) blockt den Schuss des Gleistalers Michael Frenzl ab. Am Einsatz lag es nicht, doch spielerisch waren die Kräfteverhältnisse zwischen Kreisklässler SV Weira und dem zwei Ligen höher kickenden SV Gleistal einfach zu deutlich.

Foto: Uwe Friedel

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SV 1990 Ebersdorf – SG VfR Bad Lobenstein II 0:10 (0:2)

Der Kreisoberligist wurde seiner Favoritenrolle gerecht und konnte sich souverän durchsetzen, was in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten war. So war auch Ebersdorfs Trainer Rico Thiel bedient: „Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel, kamen gar nicht in die Zweikämpfe. Bad Lobenstein war geistig frischer und siegte total verdient.“ Dagegen zeigte sich Bad Lobensteins Interimstrainer Ricardo Aust mehr als zufrieden: „Wir haben nach einer Viertelstunde die Taktik umgestellt, ließen Ebersdorf kommen und waren danach viel effektiver. Heute hatten wir so gut wie alle Mann an Deck, das machte sich bemerkbar.“ Die Koseltaler waren von Beginn an um Spiel- und Ballkontrolle bemüht und kamen gleich zu zwei Chancen. Aber Linke verfehlte knapp das lange Eck und Andre Hajcenko scheiterte an Torwart Scheiding. Nach zehn Minuten kam aber Ebersdorf etwas besser ins Spiel und gab durch Ruckert (17.) den ersten, aber auch einzigen nennenswerten Schuss ab, den Kessel nur prallen lassen konnte. Ansonsten fehlte der Thiel-Elf aber die Durchschlagskraft in der Offensive. Gefährlicher und gedanklich schneller die Koseltaler. Als Wirkus mit einer langen Flanke nur die Latte traf, erzielte er wenig später völlig freistehend, nach einem Freistoß-Lupfer von Linke, das 0:1 (25.). Von diesem Treffer konnte sich der Kreisligist nicht mehr erholen und die SG kontrollierte immer mehr das Spiel, drückte auf den zweiten Treffer. Nachdem Wirkus per Kopf knapp vergab, Heymer an der Glanztat Scheidings scheiterte, spielte Wirkus mit einem Pass in die Schnittstelle Linke frei und der Torjäger ließ sich diese Chance nicht entgehen. Bis zur Pause hätte die Aust-Elf noch nachlegen können. Dabei vergab Findeiß aus Nahdistanz völlig freistehend nach einer Flanke von Andre Hajcenko die klarste Chance. Als die SG kurz nach der Pause durch Linke, nach Zuspiel von Heymer, und Kolb per Abpraller nach Linkes Lattentreffer zwei weitere Treffer nachlegte, war die Partie entschieden. Denn der SV 1990 war an diesem Tag nicht nur kräftemäßig nicht im Stande, um noch einmal für Spannung zu sorgen und bot den Gästen zu viele Lücken, die sie konsequent nutzten. So konnten Hofmann mit einem an Frieser verwirkten Strafstoß, Kolb mit einem Aufsetzer aus der Distanz, Juri Hajcenko nach Grundlinienrückpass von Linke, Hofmann nach Zuspiel von Heymer, Narr nach Vorlage von Findeiß und Heymer nach einem Solo über die linke Seite das Ergebnis noch in die Höhe schrauben.

SG SV Grün-Weiß Tanna – FSV Orlatal 2:5 (0:2)

In der mit Spannung erwarteten Partie standen sich der Vierte und der Dritten der vorjährigen Kreisligasaison gegenüber. Doch der Beginn verlief aus Sicht der Grün-Weißen alles andere als vielversprechend. Nicht nur das sie früh ins Hintertreffen gerieten, sondern sie mussten ab der 18. Minute auch in Unterzahl spielen. Denn Kaiser foulte als letzten Mann Oechsner und sah dafür Rot. Den fälligen Freistoß jagte Oechsner zum 0:2 in die Maschen, der auch bereits in der siebenten Minute einen Freistoß unter die Latte jagte. Obwohl sich die Heinisch-Elf fortan mühte, kam sie aber kaum in die gefährliche Zone, waren ihre Aktionen zu bieder. Dennoch fast dazwischen der Ausgleich, als sich Keeper Orlamünder einen Schuss von Karl Thrum beinahe ins eigene Tor legte (13.). Ansonsten strahlte die SG nur kurz vor der Pause Gefahr aus, aber Golditz scheiterte mit der bis dahin einzigen zwingenden Chance am Keeper. Aber auch Schnedermann zeigte sich auf den Posten, als er kurz zuvor gegen Barth parierte. Trotzdem gab sich die Heimelf nicht auf, die nach der Pause zielstrebiger agierte und wieder Hoffnung schöpfen konnte. Denn nach schöner Vorarbeit von Gebhardt erzielte Woydt den Anschluss (55.). Danach war die Partie wieder offen und es gab Chancen auf beiden Seiten. Das Spiel hätte noch eine Wendung nehmen können, wenn die SG ihre Großchancen in ihrer besten Phase genutzt hätte. Aber nach Zuspiel von Golditz traf Dietrich das leere Tor nicht und Golditz scheiterte an der Latte. Dazwischen hätte aber auch der FSV alles klar machen können. So scheiterte Schütz an Schnedermann und Künzel verfehlte knapp das lange Eck. Schließlich waren es Hinkelmann mit einem platzierten Kopfball (65.) und Barth, der vorher bereits an Tannas Torwart scheiterte, mit Doppelpack, die für die Entscheidung sorgten. Doch die Platzherren gaben nicht auf. Nachdem Golditz nach einer Ecke den Ball übers Tor jagte und an der Glanztat Orlamünders scheiterte, war es Hopf nach Zuspiel von Kohl, der für eine Ergebniskosmetik sorgte. Insgesamt kam der FSV verdient in die nächste Runde.

Bodelwitzer SV – FSV Schleiz II 2:6 (1:2)

Verdienter aber zu hoher Sieg der Schleizer, die gefälliger spielten und mit dem dreifachen Torschützen Pham den überragenden Spieler auf dem Platz hatten. Dennoch enttäuschte der BSV nicht, der aber im Verlauf zu viele Chancen liegen ließ. Nachdem Pham mit Schuss ins lange Eck die frühe Führung erzielte, zeigte sich Bodelwitz nicht geschockt und hätte die Partie drehen können. Aber zweimal Bergner, Langer und Kinne konnten aus ihren Möglichkeiten kein Kapital schlagen. Stattdessen sorgte wiederum Pham für das 0:2 (29.). Hoffnung keimte beim BSV auf als Kinne mit einem Schuss in den Winkel der Anschluss gelang (36.). Fast sogar vor der Pause noch der Ausgleich, doch Langer vergab diesen. Schließlich war es Bergner kurz nach Wiederanpfiff, der mit einem sehenswerten Schuss über Torwart Stankowski ins Dreiangel seine Farben jubeln ließ. Aber kaum war der Jubel verhallt, sorgte Schubert aus Sicht des BSV aus abseitsverdächtiger Position für die erneute Führung der abschlussstärkeren Rennstädter (49.). Wieder über die rechte Seite war es schließlich Pham zum Dritten, der für die Vorentscheidung sorgte (66.). Die Platzherren gaben sich zwar nie auf, konnten aber gute Ansätze nicht mehr in Tore ummünzen. Entschlossener auf der anderen Seite der FSV, der das Ergebnis durch einen Doppelpack von Kunte unter anderem per Strafstoß in der Schlussphase noch ausbaute.

SG Ranis/Krölpa II – FV Rodatal Zöllnitz II 1:3 (0:1)

Die cleveren und effektiveren Zöllnitzer wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, obwohl während des Spielverlaufs kein Klassenunterschied zu erkennen war. Die Burgstädter waren sogar vor der Pause die bessere Mannschaft, konnten aber die Möglichkeiten vor allem durch Weedermann und Brückner nicht nutzen oder scheiterten am Gäste-Keeper. Stattdessen nutzte Teichmann eine der wenigen Möglichkeiten zur Gäste-Führung (34.), die Hauch in der 53. Minute ausbaute. Die Platzherren gaben zwar nie auf, doch ein Kräfteverschleiß war nach der Pause nicht zu übersehen. Trotzdem hatten sie weitere gute Ansätze und belohnten sich durch den Anschlusstreffer von Brückner aus Nahdistanz (68.). Sie versuchten bis zum Schluss auch alles, doch ein Konter in der 88. Minute führte durch Teichmann zur Entscheidung.

FC Chemie Triptis – SV Jenapharm Jena 1:3 (0:2)

Im internen Duell der Kreisligisten mussten die Chemiker gegen eine clevere Jenaer Mannschaft die Segel streichen. Die Gäste hatten vor der Pause leichte Vorteile und auch den besseren Start. Bereits in der vierten Minute scheiterte Böhme an Torhüter Flamm, der aber in der 13. Minute bei der Führung durch Hafner keine Abwehrchance hatte, wie auch beim 0:2 durch Neuber in der 24. Minute. Die beste Möglichkeit der Platzherren hatte Enev, der aber aus spitzen Winkel an Torwart Conrad scheiterte. Nach der Pause zeigte Triptis einen konstruktiveren Spielaufbau und konnte sich mehr Möglichkeiten erarbeiten. Lohn war der Anschlusstreffer durch Schindler nach Vorlage von Enev in der 71. Minute. Danach lag sogar der Ausgleich in der Luft. Nach Vorarbeit von Franz scheiterte Enev freistehend am Keeper. Stattdessen machte Böhme kurz vor Schluss für den Vorjahresmeister der Staffel A, der nicht unverdient siegte, alles klar.

SV Klengel-Serba 09 II – VfB 09 Pößneck II 1:8 (1:5)

Von Beginn an war ein Klassenunterschied zu sehen, so dass der Sieg der Pößnecker nie in Gefahr geriet. Mit Doppelpässen und schnellen, direkten Spielzügen brachten sie die Platzherren von Beginn an in Gefahr und sorgten bereits bis zur Pause für eine Entscheidung. Vor allem Walther und Bursuc waren kaum zu stellen, die den Favoriten mit ihren Treffern auch in Führung schossen. Aber die Platzherren kamen durch den Anschlusstreffer von Seifert, bei dem die VfB-Abwehr überflankt wurde, wieder zurück (27.). Doch sie brachten den VfB dadurch nur kurz aus dem Konzept, denn Knoll mit einem Eigentor stellte den alten Abstand wieder her. Als Köhler und Walther noch vor der Halbzeit zwei weitere Treffer nachlegten, war die Partie entschieden. Im zweiten Abschnitt kam der Kreisligist zu einer Vielzahl von Chancen und Bursuc mit Doppelpack und Henniger per Foulstrafstoß sorgten für den Endstand. Bei besserer Chancenverwertung hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können.

SV St. Gangloff – SG Ranis/Krölpa 2:9 (1:4)

Im Duell der Kreisligisten konnten sich die Raniser klar und völlig verdient durchsetzen. Die Gäste begannen offensiv und nach zwei Ecken erzielte Lindig bereits in der siebenten Minute die frühe Führung. Den ersten Abschluss auf Seiten der Platzherren hatte Gruber. Obwohl St. Gangloff sich in der Folge nicht versteckte, erhöhten die Gäste in der 26. Minute auf 0:2 durch Querengässer. Nachdem Scheiding an SG-Keeper Molle scheiterte, brachte Schaller die Heimelf mit seinem Anschlusstreffer wieder heran. Aber Ludwig und Lindig sorgten noch vor der Pause für eine Vorentscheidung. Diesen Vorsprung ließ sich die spielerisch überlegene SG im zweiten Abschnitt nicht mehr aus der Hand nehmen und drückte die Überlegenheit in weitere Treffer durch Loth, Lindig (2), Hahn und Brei aus. Für eine Ergebniskosmetik sorgte zwischendurch Gruber.

SV Moßbach II – SV Lobeda 77 3:6 (2:1)

Die Moßbacher Landesklassenreserve verlangte zwar dem Kreisoberligisten alles ab, doch am Ende konnte sich der höherklassige Gast aufgrund der stärkeren Schlussphase noch verdient durchsetzen. Die Wilfert-Elf erwischte einen Start nach Maß, denn nach Toren von Fruth per Kopf nach einer Ecke von Biedermann und Krüger mit Schuss ins lange Eck führte sie nach zwölf Minuten mit 2:0. Aber nach einer halben Stunde erwachte Lobeda und kam durch Harutunyan zum Anschlusstreffer. Zwei Strafstöße von Brüns kurz nach Wiederanpfiff brachte dann die Wende im Spiel. Bei beiden Treffern gingen strittige Situationen voraus. Aber Moßbach fing sich wieder, steckte nicht auf und kam durch Wieduwilts Schuss ins lange Eck zum Ausgleich (58.). Doch die Gäste hatten die größeren Kraftreserven, konnten in der letzten halben Stunde noch einmal zulegen und sorgten durch die Tore von Szudra, Meyer und Grube für die Entscheidung.

FSV 1999 Remptendorf – SG Gräfenwarth/Crispendorf 8:0 (6:0)

Die Gäste hatten große Besetzungsprobleme und reisten fast nur mit der zweiten Mannschaft an. Das soll aber die gute Leistung der Platzherren nicht schmälern, die verdient siegten und furios starteten. Die erste Chance hatte aber die SG durch Krausch, der aber knapp übers Tor schoss. Fast im Gegenzug nach einem langen Ball eröffnete Hofmann den Torreigen. Als Linke, Dietzsch und Lulic weitere Treffer nachlegten, war die Partie nach einer halben Stunde entschieden, aber der Torhunger der Killmann-Elf noch nicht gestillt. Vor allem Wetzel ragte in der Folge heraus, der noch vier Mal traf. Nach der Pause konnten die Gäste etwas besser dagegen halten und hatten auch die ein oder andere Chance zur Resultatsverbesserung. So verfehlte Grau knapp, schoss Beetz allein aufs Tor laufend vorbei und scheiterte noch einmal an Keeper Albert und Zimmermann am Pfosten.

LSV 49 Oettersdorf – FV Rodatal Zöllnitz 2:3 (2:1)

Sehr unglücklich kam für die Oettersdorfer das Aus. Denn die Schuldes-Elf war über die gesamte Spielzeit gleichwertig und musste sich in der Nachspielzeit geschlagen geben. Nach einem Freistoß war Fiedler per Kopf zur Stelle und markierte den glücklichen Siegtreffer des Kreisoberligisten, der auch in der 13. Minute in Führung ging. Nach einer Ecke stand Rosentreter am langen Pfosten frei und drückte das Leder über die Linie. Doch die Schuldes-Elf konnte das Spiel noch vor der Pause durch den Doppelpack von Seiferth drehen. Zunächst traf er nach einer Einzelleistung und spitzelte kurz vor dem Wechsel den Ball am Keeper vorbei. Die Gastgeber fühlten sich aber nach der Ampelkarte des Zöllnitzers Knefelkampf (47.) etwas zu sicher und wurden nachlässiger. Als sie den Ball nicht konsequent klärten, bestrafte diese Nachlässigkeit Korittke mit dem Ausgleich (53.). In der 77. Minute musste auch Körner den Platz mit Gelb-Rot verlassen und das numerische Gleichgewicht war wieder hergestellt. Trotzdem hatte der LSV bis zum Schluss noch gute Ansätze, wie aber auch die Gäste, die schließlich das glücklichere Ende für sich hatten.

TSV 1898 Neunhofen – SC Empor Mörsdorf 0:5 (0:1)

Der TSV 1898 verkaufte sich zwar sehr achtbar, konnte aber die verdiente Niederlage gegen den Kreisligisten nicht verhindern. Den besseren Start hatte sogar Neunhofen, doch nach zwei Ecken verpasste Weber jeweils die Führung. Danach wurden aber die Gäste immer spielbestimmender. Vor allem Hudl und Willner kurbelten das Spiel immer wieder an und Letzterer brachte den Favoriten auch kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung. Die Platzherren steckten zwar nie auf, mussten aber schließlich die Überlegenheit der Mörsdorfer anerkennen, die durch Netegue, Hegeholz per Strafstoß, Hudl und Schmeißer das Kräfteverhältnis auch in Tore ausdrückten.

SV Kickers Maua II – VfB 09 Pößneck 0:11 (0:6)

Ohne Überraschung verlief der Gastauftritt der Pößnecker, die nichts anbrennen ließen und auch in der Höhe verdient siegten. Vor allem über die Außen schufen sie immer wieder für Gefahr und stellten die zwei Klassen tiefer spielenden Mauer vor große Probleme. Bereits in der vierten Minute eröffnete Hoffmann per Kopf ins lange Eck nach einer Ecke den Torreigen. Hoffmann mit zwei weiteren Treffern, Walther mit einem schönen Freistoßtor, Hölzer und Reichmann sorgten bereits bis zur Pause für klare Verhältnisse. Im zweiten Abschnitt brauchte die Walther-Elf zunächst etwas, um wieder auf Touren zu kommen, konnte aber das Ergebnis mit schön herausgespielten Toren durch Leinhos (2), Bursuc (2) und Stahl noch in die Höhe schrauben.

SG Möschlitz – SV 09 Rothenstein 0:7 (0:4)

Der Favorit konnte sich klar durchsetzen, obwohl sich die Platzherren über die gesamte Spielzeit gut verkauften. Nach dem Rücknagel und Wünsch den Kreisoberligisten mit 2:0 in Führung schossen, hätte Möschlitz die Partie wieder spannend machen können. Denn Valtin und Berger hatten durchaus Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Doch ein Abseitspfiff und der Gäste-Torwart verhinderten dies. Stattdessen machten Behrendt und Rücknagel kurz vor der Pause alles klar. Auch im zweiten Abschnitt kämpfte der Kreisklässler aufopferungsvoll und konnte das Ergebnis trotz der weiteren Gegentore von Schurtzmann, Rogowski-Kühn und Wünsch in Grenzen halten.

BSC Jena 98 – FSV Hirschberg 2:6 (1:3)

Klarer und verdienter Sieg der spielerisch und chancenreicheren Feig-Elf, in der Grabner mit seinen vier Treffern herausragte. Bereits in den ersten Minuten lag die Führung in der Luft, aber Unbehaun und Grabner scheiterten am Keeper. Aber nach gut einer halben Stunde war der Bann gebrochen. Zweimal passte Eck in die Schnittstelle auf Grabner und beim dritten Treffer von Grabner war Unbehaun der Vorlagengeber. Jena vor allem nach Standards gefährlich. Und nach einem Einwurf erzielte Hofmann aus dem Gewühl heraus den Anschlusstreffer zum Pausenstand. Trotzdem ließ der FSV nichts mehr anbrennen, zumal Töpel in der 56. Minute den alten Abstand wieder herstellte. Bockler konnte zwar mit einer Kopfballverlängerung nach einem Einwurf noch einmal verkürzen, aber Grabner und Wöllner aus der Drehung nach einem Kunze-Freistoß machten endgültig alles klar.

TSV Gahma – SV Hersmdorf 0:4 (0:1)

Insgesamt siegte Hermsdorf verdient, doch die erste klare Chance im Spiel hatten die gut dagegen haltenden Gahmaer. Aber der am langen Pfosten freistehende Karl verpasste knapp. Der Kreisoberligist suchte dagegen mit Fernschüssen zum Erfolg zu kommen, doch Gahmas Keeper ließ sich nicht überraschen. Fast mit dem Pausenpfiff musst er sich doch geschlagen gaben, als Popp nach einem Pfostentreffer den Abpraller versenkte. Erst im zweiten Abschnitt konnten die Gäste ihre Höherklassigkeit mehr und mehr unter Beweis stellen. Unglücklich aus Gahmaer Sicht das 0:2 durch ein Eigentor von Neurohr (52.). Als zwei Minuten später Schulze den dritten Treffer nachlegte war die Partie entschieden. Die Platzherren steckten zwar nie auf, konnten sich aber für ihren Kampfgeist nicht mit dem Ehrentreffer belohnen. Stattdessen sorgte Schulze mit dem Schlusspfiff für den Endstand.

SG Knau/Plothen/Görkwitz – VfB Steudnitz 1990 0:6 (0:3)

So sehr sich die Freizeitmannschaft nach Kräften mühte und bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpfte, ein Weiterkommen blieb ihnen gegen den Kreisklässler versagt. Bereits in der fünften Minute brachte Skatulla die Gäste in Führung. Den Ausgleich hatte Steinhäuser auf dem Fuß, doch er traf nur die Latte. Effektiver dagegen die Gäste, die durch Bachmann erhöhten (15.). Seidel hätte die Partie noch einmal spannend machen können, verfehlte aber das Tor knapp. Kaltschnäuziger vorm Tor der VfB, für den Eddin Eltai mit seinem Doppelpack (37., 51.) alles klar machte. Trotzdem gab sich die SG nie auf und hatte auch im zweiten Abschnitt ein paar gute Ansätze, konnte sich aber nicht mehr belohnen. Auf der anderen Seite schraubten Fischer und Rieling das Ergebnis noch in die Höhe. Unterm Strich siegte Steudnitz aber verdient.

SV 61 Weira – SV Gleistal 90 0:5 (0:3)

Der Favorit konnte sich wie erwartet durchsetzen, doch die Weiraer verkauften sich sehr teuer. Die Platzherren hatten zunächst wenig Respekt, hatten in der Anfangsphase sogar ein paar gute Ansätze über Müller und Tendler, konnten aber daraus kein Kapital schlagen. Die Gäste hatten zunächst mehr Mühe als erwartet, um ins Spiel zu finden. Sie hatten aber dennoch die erste Chance durch Frenzl, der im letzten Moment durch Schobert noch geblockt wurde. Aber nach 15 Minuten kamen sie immer besser auf Touren, und erzielten nach einem Pfostentreffer (17.) durch Frenzl (27.) die Führung, der zuvor noch ein weitere gute Möglichkeit vergab (21.). Weira kämpfte tapfer, hatten aber jetzt gegen den Kreisoberligisten einen schweren Stand, der durch Leopold (32.) und Böhmel per Foulstrafstoß (40.) noch vor der Pause alles klar machte. Trotzdem gab sich der Kreisklässler nicht auf und hätte durch Tendler den Anschluss erzielen können. Aber gefährlicher und mit einem deutlichen Chancenplus die Gleistaler. Zweimal Latte und ein in der zweiten Halbzeit überragender Potrawa im Tor der Weiraer verhinderten weitere Treffer. So musste er sich nur gegen Hörnig und Behling geschlagen geben. Kurz vor Schluss vergab Müller den Ehrentreffer.

SV Blau-Weiß 90 Neustadt II – SG Thalbürgel 5:7 nach Elfmeterschießen (4:4, 0:2)

Einen wahren Pokalkrimi erlebten die Zuschauer in Neustadt, der nach einer dramatischen zweiten Halbzeit erst im Elfmeterschießen entschieden wurde. Garant für das Weiterkommen des Kreisoberligisten war Torwart Lange, der nicht nur drei Strafstöße der Blau-Weißen hielt, sondern auch schon zuvor im Spielverlauf mit einigen Glanztaten aufwartete. Obwohl die Blau-Weißen, die keinen Klassenunterschied erkennen ließen, viermal in Rückstand gerieten, schafften sie immer wieder den Ausgleich und hätten sogar in der Verlängerung alles klar machen können. Doch Thiele und Khalil ließen Großchancen ungenutzt. Den offenen Schlagabtausch eröffneten die Gäste. Nachdem Shala das Tor knapp verfehlte (4.), traf er wenig später mit einem Heber über Torwart Gebel zum 0:1. Danach scheiterten Dietrich und Sattler am SG-Keeper. Stattdessen das 0:2 nach einem Konter durch Oertel. Den Anschluss verhinderte zunächst wieder Lange mit starker Reaktion gegen Grimm. Doch Thiele aus Nahdistanz ließ die Blau-Weißen wieder hoffen (47.). In der letzten Viertelstunde sollten sich aber die Ereignisse überschlagen. Walzog stellte per Strafstoß den alten Abstand wieder her. Doch Khalil und Thiele sorgten innerhalb von vier Minuten für den Ausgleich. Als Magnus nach einem Konter die Gäste in der 90. Minute erneut in Führung schoss, schien die Partie entschieden. Aber Opelt mit einem Heber in der Nachspielzeit setzte noch einen drauf. Die Blau-Weißen wurden aber für ihren Kampf nicht belohnt. Sie hatten in der Verlängerung das Weiterkommen auf dem Fuß, stattdessen zeigten sie im Elfmeterschießen Nerven und scheiterten dreimal am überragenden Gäste-Keeper, der sich nur von Opelt vom Punkt geschlagen geben musste. Für die Thalbürgel trafen Zimmermann, Magnus und Schima.

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