Gestiegene Kosten, gesunkene Gewerbeeinnahmen in Langenorla

Langenorla.  Langenorlas Bürgermeister Lars Fröhlich wurde auf sechs Jahre vereidigt und legt Haushaltsentwurf 2021 vor

Gerald Schumann (Bündnis Gemeinde Langenorla, l.) verliest den Amtseid, den der wiedergewählte Bürgermeister Lars Fröhlich (r.) wiederholt.

Gerald Schumann (Bündnis Gemeinde Langenorla, l.) verliest den Amtseid, den der wiedergewählte Bürgermeister Lars Fröhlich (r.) wiederholt.

Foto: Marcus Cislak

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend legte der wiedergewählte Langenorlaer Bürgermeister Lars Fröhlich seinen Amtseid ab. Traditionell durfte das älteste anwesende Gemeinderatsmitglied, in dem Falle Gerald Schumann (Bündnis Gemeinde Langenorla), den Text verlesen, den Fröhlich nachsprach. Drei Gäste verfolgten diesen feierlichen Akt.

Neben einer Dankesrede an Wähler und Wahlhelfer appellierte Fröhlich mehrfach in der Sitzung an die Gemeinderäte und die Einwohner von Langenorla mehr für den Zusammenhalt im Dorf zu unternehmen, Etikette zu wahren, sich zum Wohle der Gemeinschaft einzubringen und Vorschläge zu unterbreiten, die kostensparender – also Fördermittelgestützt – für die Gemeinde sind. Und griff damit auch auf den Haushaltsentwurf 2021 vor, der einer der Tagesordnungspunkte an diesem Abend war.

Es sei ein außergewöhnliches Jahr gewesen, wie Fröhlich in den einleitenden Worten sagte, trotz hoher Verluste bei den Steuereinnahmen könne man mit einem ausgeglichen Gemeindehaushalt 2020 rechnen. Und doch: Höhere Personalkosten und gestiegene Umlagen an den Landkreis und an die Verwaltungsgemeinschaft würden Langenorla zu schaffen machen.

Und mit Blick auf den Verwaltungshaushalt 2021 lässt sich feststellen, dass die Hälfte der mehr als 1,3 Millionen Euro für Personalkosten verplant sei. Dabei könne man nach jetzigen Berechnungen ein Minus von 36 Prozent an Gewerbesteuereinnahmen erwarten. Trotz der Widrigkeiten ergebe das einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt.

Geplant sind für 2021 und darüber hinaus zahlreiche Investitionen. Unter anderem im Bereich Feuerwehr – Digitalfunkumrüstung und Ausrüstung, 18.000 Euro –, Instandhaltung gemeindlicher Gebäude (10.000 Euro), Kindergarten (18.000 Euro), Straßenbau Mariengrund (30.000 Euro), Kauf eines Multicar für den Bauhof (43.000 Euro) und trotz 90 prozentiger Förderung sind für den barrierearmen Ausbau der Bushaltestellen 100.000 Euro vorgesehen.

Zudem beschlossen in der Gemeinderatsitzung die Mitglieder mehrheitlich, die Restaurierung der Orgel in Langenorla zu unterstützen. Mit 3000 Euro beteiligt sich die politische Gemeinde an der knapp 85.000 Euro teuren Instandhaltung.