Grundschulneubau in Wurzbach kommt später

Schleiz/Wurzbach.  Kreistag Saale-Orla lässt Planungen nach CDU-Antrag ins nächste Jahr schieben, weil unklar sei, ob sie 2020 überhaupt getätigt werden können.

Bürgermeister Jan Schübel (CDU) zeigte im Sommer den möglichen Standort des Grundschulneubaus in Wurzbach.

Bürgermeister Jan Schübel (CDU) zeigte im Sommer den möglichen Standort des Grundschulneubaus in Wurzbach.

Foto: Peter Hagen

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Kreistag des Saale-Orla-Kreises hat am 2. September 2019 den Neubau einer Grundschule in Wurzbach beschlossen. Heute, am 20. Januar 2020, ist die Realisierung dieses Projektes vom selben Gremium um ein Jahr verschoben worden.

Was ist passiert?

In die Debatte um den Haushalt 2020 des Saale-Orla-Kreises hat die CDU-Kreistagsfraktion ein Maßnahmenpaket eingebracht, mit welchem in der Kreisverwaltung 1,12 Millionen Euro eingespart werden können, so dass die Kreisumlage zahlenden Gemeinden und Städte des Orlatales und Oberlandes um genau diese Summe entlastet werden können. Hierbei haben die Christdemokraten unter anderem die Schulneubau-Planungsleistungen gestrichen, die in diesem Jahr erfolgen sollten.

Landrat Thomas Fügmann (CDU) protestierte bei der ersten Gelegenheit gegen dieses Maßnahmenpaket, das von seinem ehrenamtlichen Stellvertreter Christian Herrgott (CDU) vorgestellt wurde. „Bei der Bildung haben wir nie gespart“, sagte der Landrat, der über diese Initiative seiner Fraktion sichtlich verärgert war. Es gelte, jetzt Chancen beziehungsweise eine günstige Fördermittelkulisse für Wurzbach zu nutzen, führte Fügmann aus.

In einer Kreistagssitzungspause hieß es wiederum aus der CDU, dass man bei diesem Wurzbacher Projekt noch bei Null stehe, dass also seit dem Grundsatzbeschluss im September nichts getan worden sei. Es sehe auch nicht danach aus, dass in diesem Jahr viel passieren werde. Man müsse kein Geld blockieren, das man vielleicht gar nicht brauche.

Fügmann erläuterte auf Nachfrage dieser Zeitung, dass die Ausgaben von 435.000 Euro, die wiederum mit 352.000 Euro vom Land gefördert werden, Planungsunterlagen dienen sollten, die bis 30. Juni vorliegen müssten, um damit Fördermittel für den Schulneubau beantragen zu können. Ob der Saale-Orla-Kreis dann gleich ausreichend Geld für Wurzbach bekommen hätte, könne derzeit keiner sagen, räumte er ein.

Mitglieder der CDU-Fraktion waren einerseits der Meinung, dass man jetzt die Chance habe, das Wurzbacher Projekt durchdachter vorzubereiten. Und andererseits, dass der Handlungsbedarf an anderen Schulstandorten im Saale-Orla-Kreis größer wäre.

Letzten Endes wurde der Haushalt 2020 des Saale-Orla-Kreises mit dem Wurzbacher Opfer beschlossen. Das CDU-Maßnahmenpaket hatte eine große Mehrheit gefunden. Fügmann hatte die Hand bei den Enthaltungen gehoben.

Die, wie es heißt, „ein- bis anderthalbzügige Grundschule“ soll zu einem unbekannten Zeitpunkt im Bereich des Wurzbacher Festplatzes gebaut werden. Schätzungen aus dem Herbst des vergangenen Jahres zufolge, würde sie mindestens vier Millionen Euro kosten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren