Gut gerüstet für den Fall des Falles

Pößneck.  Informationsnachmittag der Pößnecker Awo-Begegnungsstätte klärt Senioren über Trickbetrugsmaschen auf.

Renate Schröder, Teilnehmerin am Informationsnachmittag in der Awo-Begegnungsstätte, gibt Trickbetrügern keine Chance.

Renate Schröder, Teilnehmerin am Informationsnachmittag in der Awo-Begegnungsstätte, gibt Trickbetrügern keine Chance.

Foto: Hartmut Bergner

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Das Angebot der Awo-Begegnungsstätte im Pößnecker Stadtzentrum umfasst Monat für Monat interessante Veranstaltungen. Diese sind für die Bewohner des Awo-Quartiers zwischen Breiter Straße und Brauhausgasse und für jene im Jüdeweiner Blick gedacht, es ist aber auch jeder andere Interessierte immer willkommen.

Neben Basteln, Bewegung und Kultur stehen auch Informationsnachmittage im Programm, so dieser Tage, als über Betrügermaschen im Allgemeinen und Trickbetrug im Besonderen informiert wurde. Für den gut einstündigen Vortrag zu diesem Thema konnte mit Nicole Willing von der Landespolizeiinspektion Saalfeld eine Spezialistin gewonnen werden.

Nicole Willing ist Kriminalhauptkommissarin, 25 Jahre im Polizeidienst und Leiterin der örtlich zuständigen Polizeilichen Beratungsstelle. Es gab in letzter Zeit zwar keine Vorkommnisse mit Kriminellen oder gar eine Häufung spezifischer Straftaten. Aber die Begegnungsstättenleiterin Michaela Wild ist der Meinung, dass man zu diesem Thema gar nicht genug Aufklärung betreiben kann. Dass diese willkommen ist, zeigte die Tatsache, dass der kleine Vortragsraum schnell gefüllt war.

Gleich zu Beginn des Informationsnachmittages kann die Polizistin die Anwesenden mit aktuellen Zahlen beruhigen. Thüringen und so auch das Orlatal gehören zu den statistisch sicheren Regionen in Deutschland. Das hat mehrere Gründe und vor allem mit dem richtigen Verhalten der Menschen zu tun. Jeder kann selbst dazu beitragen, nicht Opfer einer Straftat zu werden.

Die gängigsten, teils uralten Maschen der Kriminellen wurden in kleinen Filmbeiträgen anschaulich gemacht und tatsächlich: Dies und das kam den Frauen und dem einen Mann im Raum bekannt vor. Ein versuchter Betrug durch einen Unbekannten, der sich als Rentenversicherungsmitarbeiter ausgab, und auch ein versuchter Einbruch kamen zur Sprache.

Ältere Menschen sind wegen ihrer Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft ein Ziel von Betrügern. Aber wer die Vorgehensweise der Täter nun wieder frisch im Gedächtnis hat, kann richtig reagieren. Renate Schröder lässt grundsätzlich keine Unbekannten in ihre Wohnung und sagt: „Wer mich besuchen will, soll sich ordentlich anmelden.“

Am Rande ging es dann um die nächsten Veranstaltungen der Begegnungsstätte. Wiederaufgelegt wird beispielsweise ein letztes Jahr schon erfolgreich durchgeführter Tagesausflug, nämlich eine Busfahrt zur Thüringen-Ausstellung nach Erfurt am 2. März. „Bequemer kann man sich nicht über Neues zu Gesundheit, Nahrung und auch Garten informieren“, sagt Michaela Wild. Bei ihr sind Anmeldungen für diese Exkursion noch bis 5. Februar willkommen.

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