Krölpa hofft weiter auf Wiedereröffnung des Hallenbades

Krölpa.  In diesem Jahr soll verbindlich geprüft werden, ob und inwiefern das Krölpaer Hallenbad bezahlbar wäre, kündigt Bürgermeister Jonas Chudasch an.

Ein Eindruck des Krölpaer Hallenbades aus besseren Zeiten.

Ein Eindruck des Krölpaer Hallenbades aus besseren Zeiten.

Foto: Archivfoto: Peter Cissek

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Die Gemeinde Krölpa beabsichtigt nach wie vor eine Wiedereröffnung ihres im Mai 2015 vorläufig und im Oktober 2015 dauerhaft geschlossenen Hallenbades. Das bekräftigte Bürgermeister Jonas Chudasch (Freie Wähler) in einem Gespräch mit dieser Redaktion

„Der Wille ist da“, sagte er. Den Neustart habe sich die Freie Wählergemeinschaft ja auch in ihrem Gemeinderatswahlprogramm bis 2024 vorgenommen. Im Laufe dieses Jahres will die Gemeinde die Wiedereröffnung des Hallenbades erst einmal „planerisch vorantreiben“, so Chudasch. Im Haushalt seien entsprechende Mittel eingestellt.

Nach wie vor eine Option sei, die Betreibung des Hallenbades den Gemeindewerken Krölpa zu übertragen, in welchen bislang die kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgungsaufgaben, der Bauhof und die gemeindeeigenen Wohnungen gebündelt wurden. Was vor einem Neustart in das in den 1970ern errichtete und nach der Wende modernisierte kommunale Objekt investiert werden müsste, stehe im Detail noch nicht fest. So viel werde es nicht sein, gab Chudasch zu verstehen, denn seit der Schließung sei an „werterhaltenden Maßnahmen“ nicht gespart worden.

Jährliches Defizit von 70.000 Euro

Auf die Ergebnisse der anstehenden Untersuchungen sei er selbst gespannt, so Chudasch. Er legte sich fest: „Eine Wiederinbetriebnahme unseres Oldtimers wird es nur bei einer gewissen wirtschaftlichen Perspektive geben. Es hat keiner ein Interesse daran, dass uns das Ding um die Ohren fliegt.“

Zuletzt wurde mit einem jährlichen Defizit von 70.000 Euro gerechnet. Früheren Berichten über das Hallenbad zufolge, hätten die Einnahmen auch in den besten Jahren nicht die Kosten gedeckt.

In den vergangenen Jahren habe es die verschiedensten Nachnutzungsideen für das Hallenbad gegeben. Diese reichten nach Angaben des Bürgermeisters und weiteren Hinweisen zufolge von der Forellenzuchtstation über das Feuerwehrübungsobjekt bis zur Touristinformation mit Dauerausstellung zum Thema der Zechsteinriffe in der Orlasenke.

Das Hallenbad gilt in Krölpa als identitätsstiftend, sei es doch seinerzeit von vielen Einheimischen durch ehrenamtliche Arbeitseinsätze mitaufgebaut worden. Die Idee eines Abrisses hat die Gemeinde bislang stets kategorisch zurückgewiesen.

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