Nachgehakt

In Ranis gehören Weidetiere zum Landleben

Ranis.  Am Fischbachweg grasen Pferde auf einer Koppel. Das ist auch gut so, sagt der Bürgermeister.

In Ranis stehen auf einer Koppel am Fischbachweg zwei Pferde.

In Ranis stehen auf einer Koppel am Fischbachweg zwei Pferde.

Foto: Andreas Gliesing

In der vergangenen Woche ging in der OTZ-Redaktion eine anonyme Beschwerde ein, wonach in Ranis in einem Wohngebiet Großtierhaltung betrieben werde. Der oder die Urheber/-in würde sich an Mist, Gestank und „überall in der der Gegend“ abgestellten Maschinen an einem Weg namens Fischbach stören.

In der kurzen, handgeschriebenen Notiz heißt es: Wenn das jeder machen würde, brauchte man keine Regeln und Gesetze mehr. Die Überschrift des Schreibens ist ebenfalls ein Stück weit behördenrechtlich inspiriert und lautet schlicht „Wer genehmigt so etwas!“

In der Sache ist der Bürgermeister von Ranis ein nahe liegender Ansprechpartner. Andreas Gliesing (Gewerbeverein) ist beim Treffen bereits im Bilde, war selbst zuvor zum Fischbach gefahren, um sich ein Bild zu machen.

Die Antwort auf die Frage nach der genehmigenden Instanz ist schnell beantwortet: Niemand genehmigt so etwas. „Bei der Fläche handelt es sich um eine landwirtschaftliche Nutzfläche, eine Grünfläche“, erklärt der Bürgermeister. „Die Beweidung durch Weidetiere ist hier eine nicht-genehmigungspflichtige Nutzung.“ Das bedürfe keiner Sondergenehmigung. Zudem handele es sich bei zwei Pferden auf relativ großer Fläche um eine völlig extensive Nutzung. Auch der Geruch von Tieren sei im ländlichen Raum zu erwarten und keine außerordentliche Belastung. Das Gleiche gelte für den am Wiesenrand abgestellten Traktor mit Hänger. Mehr könne man dazu nicht zu sagen, hält Gliesing fest.

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