Julian Puffe erlebt schwärzestes Rennwochenende seiner Laufbahn

Most  Zwei Stürze kosten Julian Puffe nicht nur die Gesamtführung, sondern wohl auch die Titelchancen in der IDM-Superbike. Die Sturzursache lässt ihn und sein Team rätseln.

Nach zwei Stürzen in Most sind die Chancen auf die Meisterschaft für Julian Puffe erheblich gesunken.

Nach zwei Stürzen in Most sind die Chancen auf die Meisterschaft für Julian Puffe erheblich gesunken.

Foto: Jürgen Müller

Julian Puffe erlebte im nordböhmischen Most das bislang schwärzeste Rennwochenende in seiner Laufbahn. Der Schleizer konnte in der Klasse IDM Superbike 1000 keine weiteren Meisterschaftspunkte verbuchen, während Ilya Mikhalchik, sein ärgster Konkurrent im Kampf um den Titel, mit zwei Laufsiegen die volle Punktzahl einfuhr. Aus neun Zählern Rückstand machte der Ukrainer damit einen komfortablen Vorsprung. Bei noch vier ausstehenden Läufen beträgt sein Polster auf Julian Puffe 41 Punkte, womit dessen Meisterschaftschancen nur noch gering sind.

Bereits im Training war das Glück nicht auf seiner Seite des Schleizers. „Im ersten Qualifying hat es genieselt. Wir haben gehofft, dass das Wetter besser wird. Leider ist es nur noch schlechter geworden“, so der 23-jährige BMW-Pilot. Die bis dahin gefahrene Zeit reichte schließlich noch für den fünften Startplatz im ersten Lauf. Die Ausgangsposition war zwar nicht perfekt, doch damit konnte der Schleizer leben.

Was im weiteren Verlauf des Rennsonntags folgte, brachte Julian Puffe doch mächtig ins Grübeln. Es begann damit, dass bereits in der Anfangsphase des ersten Rennens die Schaltautomatik der BMW ihren Dienst versagte. „Dieser Fehler löste eine Menge von Problemen aus“, erklärt der Schleizer. Auch ein zwischenzeitliches Reset nach einem kurzen Aufenthalt am Streckenrand, brachte keine Besserung. Als er sich in der vorletzten Runde mit dem zwölften Rang abgefunden hatte, sollte es noch dicker kommen: Aus dem nichts klappte das Vorderrad ein, was unweigerlich zum Sturz führte.

Auch der zweite Lauf endete mit einem eingeklappten Vorderrad und einem Sturz, nachdem sich Puffe vom elften Startplatz auf Rang sechs nach vorne gekämpft hatte. „Diese Problematik ist uns im Moment völlig unerklärlich, zumal ich in beiden Fällen keinesfalls am Limit war. Wir stehen zum jetzigen Zeitpunkt vor einem Rätsel. Bis zum nächsten Rennen in Assen gilt es eine ausführliche Fehleranalyse vorzunehmen“, gibt sich Julian Puffe kämpferisch, um vielleicht die letzte Chance im Kampf um den Titel noch zu nutzen.

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