Kartons mit Kindersachen stapeln sich

Pößneck/Neustadt/Bad Lobenstein  Junge Eltern im Landkreis hoffen auf Kleiderkreisel im Frühling. Einige Veranstalter planen bereits.

Da es 2020 kaum Kinderkleiderkreisel gab, sammeln sich bei jungen Eltern die Klamotten, aus denen der Nachwuchs herausgewachsen ist.

Da es 2020 kaum Kinderkleiderkreisel gab, sammeln sich bei jungen Eltern die Klamotten, aus denen der Nachwuchs herausgewachsen ist.

Foto: Caroline Reul / OTZ

Die Zahl der Kisten mit Klamotten, aus denen ihr Sohn herausgewachsen ist, wächst bei Lisa Dietzsch ständig an. Eigentlich hätte sie sie schon im vergangenen Jahr gern beim Kauf-Rausch Mini in der Shedhalle in Pößneck verkauft – coronabedingt war der aber abgesagt worden. „Bei der ersten Auflage 2019 habe ich teilgenommen und bin einiges los geworden“, erzählt sie. Deshalb und auch, weil sie selbst gern nach günstigen Sachen für ihr Kind schaut, hat sie nun die Hoffnung, dass 2021 wieder Flohmärkte stattfinden können.

Zumindest, ob das im Frühjahr schon klappt, steht noch in den Sternen. „Wir wissen, dass der Bedarf da ist“, sagt Annett Töpper-Walch vom Organisations-Team des Kauf-Rauschs Mini. Genau deshalb habe man trotz der aktuellen Lage im Frühjahr auch schon einen Termin in der Shedhalle blocken lassen. Sollte das nicht wie geplant klappen, haben die Veranstalterinnen alternative Ideen im Kopf. „Eventuell könnten wir eine Freiluftveranstaltung auf dem Außengelände daraus machen. Oder den Termin doch noch einmal in Richtung Sommer schieben“, erläutert Annett Töpper-Walch die Überlegungen.

In Bad Lobenstein steht sogar schon ein Termin für den Kinderbasar im Kulturhaus fest: der 13. März. „Wir haben uns diesen erst einmal gesichert, aber ich schätze, wir werden ihn nicht halten können“, sagt Sabine Anders von den Veranstaltern. Eventuell, so ihre Hoffnung, könne man ihn etwas nach hinten schieben, in den April oder Mai. „Guter Dinge bin ich auf jeden Fall für den Termin im Herbst“, ergänzt sie. Auch bei ihr gehen immer wieder Nachfragen ein, ob der Basar stattfinden wird, daher weiß sie, dass sich der Erfolg auf den großen Bedarf gründet.

Für die Baby- und Kinderkleiderbörse im Tewa-Saal in Neustadt gibt es noch keine Pläne. „Ich könnte mir aber vorstellen, sie wieder gemäß den geltenden Corona-Auflagen durchzuführen, wenn das dann möglich ist“, erzählt Sandra Deumer, die zu den Organisatoren gehört. Denn: „Im Herbst haben wir damit gute Erfahrungen gemacht.“ Die begrenzte Teilnehmerzahl war gut angekommen, sodass sie nicht abgeneigt ist, das auch künftig beizubehalten und zum Beispiel eine Staffelung zu schaffen. „Viele mochten, dass sie mehr Ruhe hatten, um sich umzuschauen“, begründet sie.

Alternative Verkaufswege wählen laut Annett Töpper-Walch eher wenige der jungen Muttis, die sie kennt. „Ein paar haben im vergangenen Jahr private Flohmärkte veranstaltet. Vereinzelt verkaufen sie auch Teile im Internet oder bieten sie bei WhatsApp an“, weiß sie. Aber die Erfolgsquote, die man bei einem Kleiderkreisel erzielen kann, hat man hier nicht, kann sie aus eigener Erfahrung sagen.

Das bestätigt auch Lisa Dietzsch. Ein paar Sachen, die sich bei ihr angesammelt haben, habe sie zwar zum Glück an eine Freundin abgeben können, die kürzlich ein Kind bekommen hat. Für die Pößneckerin hat ein Basar aber zwei entscheidende Vorteile: „Als Verkäuferin habe ich nur einmal den Aufwand alles herauszusuchen und zu sortieren. Jacken, Hosen, Bodys und so weiter einzeln im Internet anzubieten, bedeutet deutlich mehr Arbeit. Und was ich wiederum für meinen Sohn brauche, kann ich mir beim Stöbern vor Ort aussuchen und nur kaufen, was mir wirklich zusagt.“