Kommentar: Rasante Veränderungen

Marcus Cislak über den Wandel in der kindlichen Bildung im Orlatal.

Marcus Cislak.

Marcus Cislak.

Foto: Andreas Wetzel

Wie grundlegend sich doch die kindlich-jugendliche Bildung von der Kita bis zum Schulabschluss im Laufe weniger Jahre ändern kann, ist schon spannend.

Ich würde mich mit Mitte 30 nicht als alt bezeichnen, aber der 45- bis 90-minütige Frontalunterricht war vor noch nicht allzu langer Zeit die Norm. Nur in den „nebensächlichen“ sozial-gesellschaftlichen Fächern begannen Lehrer, Klassisches aufzubrechen. Dafür ernteten sie Spott und Ignoranz von uns. Leider.

Jetzt erlebe ich mit meinen beiden Kindern (Kita und Schulanfängerin) live mit, wie sehr sich die Bildung weiterentwickelte. Auf vielen Ebenen wird uns Eltern mitgeteilt, was die Kleinen den ganzen Tag so treiben. Ob per Whatsapp, E-Mail, Hausaufgabenheft oder mündlich.

Dabei wundere ich mich immer wieder, wie anders die Beschulung nun ist. Projektarbeit, Waldtage und Frontalunterricht, Lern- und Spielgruppen, praktische Arbeitsgemeinschaften, Sportliches, Sprachliches, Klassen- und Jahrgangsübergreifendes. Und das in der ersten Klasse!

Lesen, Schreiben, Rechnen war gestern. Heute gibt es ein enorme Bandbreite, Inhalte zu vermitteln.