Kompromiss für Garagen in Krölpa gefunden

Krölpa.  Zwei der 18 Garagen wurden abgerissen, die Zufahrt ist für die restlichen ist jetzt wieder gewährleistet.

So sah das Garagenfeld in Krölpa vor Kurzem noch aus, zwei Garagen sind nun abgerissen, der Weg ist jetzt breiter.

So sah das Garagenfeld in Krölpa vor Kurzem noch aus, zwei Garagen sind nun abgerissen, der Weg ist jetzt breiter.

Foto: Marcus Cislak

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Der größte Teil der gemeindlichen Garagen Am Pinsenberg sind aktuell nicht mehr vom Abriss bedroht. Auf Nachfrage bestätigte Krölpas Bürgermeister Jonas Chudasch, dass zwei der 18 Unterstellmöglichkeiten kürzlich abgerissen worden sind, um die Zufahrt für die Pächter wieder problemlos zu ermöglichen. Es wurde mehr Raum für einen zusätzlichen Weg auf kommunalem Grund geschaffen.

Für den Großteil des ursprünglichen Wegs, der im Privatbesitz der Familie Ludwig ist, erlosch für die Mieter der Garagen zum 31. Dezember dieses Jahres das Nutzungsrecht. Deshalb kündigte die Gemeinde vor mehreren Wochen auch die insgesamt 16 Mietverhältnisse zu den Unterstellflächen, weil zunächst keine Lösung absehbar war. Die Pächter hätten schlicht nicht mehr zu ihren Garagen kommen können, wenn der Wegbesitzer, wie angekündigt, sein Grundstück inklusive des Weges umfriedet.

Neue Mietverträge werden verschickt

„Jetzt haben wir für alle einen akzeptablen Kompromiss finden können“, meint Chudasch. Er kündigt an, zeitnah neue Mietverträge an die gekündigten Garagenpächter verschicken zu lassen. Das würde die angespannte Parkplatzsituation in dem Baugebiet Am Pinsenberg nicht weiter verschärfen. Die enge Straße Am Pinsenberg sei kaum dafür geeignet, dass Bewohner darauf ihre Fahrzeuge abstellen könnten. In der Gemeinderatssitzung vom 30. September bemerkte ein Ratsmitglied und Feuerwehrmann, dass es ohnehin schwierig sei mit Rettungsfahrzeugen die Straße zu befahren.

Die Gemeinde Krölpa verkaufte die Zufahrt 2015 an den Grundstücksbesitzer neben der Garagenbebauung mit der Maßgabe, den restlichen Teil, wenn sich ein Interessent fände, auch noch zu veräußern. Die zu DDR-Zeiten errichteten Unterstellmöglichkeiten sind nach heutiger Rechtslage nur geduldet. Baulich darf nichts verändert werden, weil kein Bebauungsplan existiert.

Seit fast zehn Jahren gibt es die Idee, das Gelände zu beräumen und zu verkaufen. Erstmals habe eine Wohnungsgenossenschaft 2011 Kaufinteresse bekundet. Es waren anstelle der Garagen Carportstellplätze geplant gewesen. Davon rückte die Gesellschaft allerdings wieder ab, so dass das Grundstück als ein zu entwickelndes Bauland angeboten werden konnte.

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