Mehr als 400 Feldgänse rasten im Vogelschutzgebiet bei Dreba-Plothen

Dreba.  Nabu-Sprecher Jürgen Auerswald bittet aufmerksame Vogelbeobachter um Informationen ihrer Sichtungen

Gänse beim Abflug von der Nahrungsfläche im Teichgebiet Dreba-Plothen.

Gänse beim Abflug von der Nahrungsfläche im Teichgebiet Dreba-Plothen.

Foto: Nabu / W. Wille

Der Nabu Arbeitskreis Teichgebiet Dreba-Plothen hat in den vergangenen Tagen und Wochen einige Beobachtungen gemacht und hofft nun auf weitere wachsame Augen aus der Bevölkerung. Wie der Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit, Jürgen Auerswald, mitteilt, war jüngst ein auffällig verstärkter Gänsezug zu beobachten.

„Die Keilformationen zogen südsüdwestlich über das Teichgebiet bei Dreba. Es handelte sich überwiegend um Graugänse, die auch aus Tschechien, Polen oder Skandinavien kommen, deren Ziel das Winterquartier in Spanien ist“, sagt Jürgen Auerswald. Dort blieben seinen Informationen nach die Tiere bis in den Februar hinein, um danach ihren Rückzug anzutreten.

Ein spannendes Phänomen

Im Vogelschutzgebiet rasten seinen Erkenntnissen zufolge derzeit mehr als 400 Feldgänse. „Dazu kommen noch nordische Bleß- und Saatgänse, die sich seit mehr als zwei Wochen hier aufhalten. Diese beiden Arten haben nach meinen Beobachtungen in den letzten drei Jahren hier überwintert – ein völlig neues und spannendes Phänomen, was unsere ganze Aufmerksamkeit verdient“, sagt er.

In den vergangenen Tagen seien wiederholt auf Ackerflächen auch größere Trupps von Kiebitzen bei der Nahrungssuche zu sehen gewesen. „Kürzlich kam es außerdem zu einem verstärkten Breitfrontzug der Kraniche zwischen der Orlasenke und dem Schleizer Oberland mit einzelnen Trupps bis zu weit über einhundert Vögeln“, sagt Jürgen Auerswald und ergänzt: „Viele waren auch in der Nacht zu hören, über die natürlich keine Zahlen vorliegen.“ Darum richtet sich der Nabu mit einer Bitte an die Bevölkerung: „Vielleicht gibt es ja Leser, die derartige Meldungen noch ergänzen können?“ Wer also in den vergangenen Tagen und Wochen ähnliches beobachten konnte, kann sich damit an den Naturschutzbund, Arbeitskreis Teichgebiet Dreba-Plothen wenden.