Meine Meinung: Geschmäcker ändern sich

Sophie Filipiak über kulinarische Genüsse.

Sophie Filipiak 

Sophie Filipiak 

Foto: Andreas Wetzel

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Als Kind war ich total verrückt nach Pferden. Ich nahm Reitstunden und half dabei, die Ponys des Nachbarn zu versorgen und zu pflegen. Daher konnte ich nicht verstehen, dass sich meine Eltern jedes Mal, wenn wir den Wochenmarkt besuchten, eine Pferdewurst kauften. Ich wurde immer sehr wütend und fragte meine Eltern, wie sie es übers Herze bringen konnten, solch wunderbaren Geschöpfe zu essen. Meine Mutter zuckte immer nur mit den Schultern und sagte: „Es ist lecker.“

Nun kann ich sagen: Ja, Pferdefleisch ist lecker. Ich habe selbst schon Pferdebraten zubereitet und Carpaccio aus Pferdefleisch im Restaurant gegessen. Es ist fettarmer als Rindfleisch und enthält mehr Eisen. Auch das Zubereiten ist einfach, wer einen saftigen Rinderbraten hinbekommt, kann auch einen köstlichen Pferdebraten hinbekommen. Man sollte daher diesem Fleisch eine Chance geben.

Pferde sind sehr schöne Tiere und für viele Halter sind sie ein fester Bestandteil der Familie. Für mich gehören Kälber zu den niedlichsten Wesen überhaupt, aber ein gutes Kalbsschnitzel ist auch nicht zu verachten.

Es ist wichtig, solche Dinge voneinander zu trennen. Für jeden Roster oder Mutzenbraten hat ein Tier sein Leben gelassen. Wir entscheiden mit unserem Kaufverhalten darüber, ob das Schwein oder Rind zuvor ein artgerechtes Leben geführt hat. Das kostet zwar mehr, aber es schmeckt auch besser.

Raniser Gasthaus serviert besonderes Fleisch

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