Meine Meinung

Meinung: Kuriose Verbrechen

Martin Schöne über Kaugummis, Cum-Ex-Geschäfte und Schildkröten

Verbrechen – wenn auch noch so kurios – sollten nicht verharmlost werden. Denn jemand hat immer einen Schaden davon – sei es ein finanzieller von etwa 450 Euro beim aufgebrochenen Kaugummiautomaten in Pößneck, oder ein körperlicher bei der Frau, die in Bad Lobenstein von einem kontaktsuchenden Mann mit einem geworfenen Stein am Arm getroffen wurde (Beides kurze Polizeimeldungen in dieser Ausgabe). Dennoch kann in solchen Vorfällen auch Komik stecken. So ein aufgebrochener Kaugummiautomat klingt beinahe klischeehaft nach Verbrechen aus einer anderen Zeit. Während sich technologisch fortschrittliche Diebe im Internet Millionen erhacken oder zwielichtige Banker mit Cum-Ex-Geschäften Milliarden vom Staat ergaunern, hat sich der Täter in diesem Fall gesagt: „Kaugummis – da steckt das ganz große Geld drin.“ Es gibt solche schrägen Fälle immer wieder. Jeder hat schon von Kriminellen gehört, denen es etwa gelungen ist, in der Eile am Tatort ihren Ausweis zu verlieren. Außergewöhnlicher ist da dann schon der Buntmetalldieb, der, als er von der Polizei erwischt wird, eine mit Strasssteinen beklebte, lebende Schildkröte dabei hat. So geschehen in Erfurt im Oktober.

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