Mit Löwin Leoni Pößnecker Stadtgeschichte erkunden

Pößneck.  Seit Donnerstag wird eine neue Stadtführung angeboten, bei der Kinder mit einem Audioguide an geschichtsträchtige Orte der Stadt geführt werden.

Eine Station für die Kinder und Jugendlichen war am Donnerstag die Stadtbibliothek Bilke.

Eine Station für die Kinder und Jugendlichen war am Donnerstag die Stadtbibliothek Bilke.

Foto: Theresa Wahl

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Freundlich begrüßt Leoni ihre Zuhörer. „Ich möchte Euch durch die Straßen meiner Heimat führen“, lädt sie ein. Denn die junge Löwendame ist das Maskottchen bei einer neuen Stadtführung, bei der sich Kinder mit einem Audioguide auf die Spuren der Pößnecker Geschichte begeben können.

Das neue Führungsangebot der Stadt richtet sich an die junge Generation im Alter von acht bis zwölf Jahren. Startpunkt der spannenden Entdeckungstour ist das Museum 642. Dort haben sich am Donnerstag auch zwölf Kinder und Jugendliche eingefunden, die derzeit ihre Ferien im Jugendhaus des Bildungswerkes Blitz in Pößneck verbringen. Nach einem Jonglier-Kurs, einem Ausflug zur Neustädter Eislaufbahn und einem Basteltag stand nicht nur ein Besuch im Museum an, sondern auch gleich eine Premiere.

Denn die jungen Besucher durften als erste die neue Stadtführung testen, deren Kernstück Löwin Leoni ist. Ausgestattet mit einem Audioguide – einem Smartphone, auf das zuvor aufgenommene Sachtexte aufgespielt wurden – ging es los zu den verschiedenen Stationen, an denen es allerhand Wissenswertes zu erfahren gab. „Hallo, ich bin das Pößnecker Rathaus und gehöre zu den schönsten spätgotischen Rathäusern in ganz Thüringen. Von 1478 bis 1485 hat man mich erbaut, das heißt, jetzt bin ich bereits über 500 Jahre alt“, war für die Kinder und Jugendlichen an einem Halt zu hören, denn die historischen Gebäude und Plätze stellen sich in Ich-Form vor. An insgesamt zwölf geschichtsträchtige Orte der Stadt führt die Runde, die etwa eine Stunde dauert. Die Feuertaufe hat die Stadtführung auf jeden Fall bestanden, bei den Ferienkindern kam sie super an. „Es war richtig cool. Ich habe viel gelernt“, sagte die zehnjährige Sophie. Begeistert zeigte sich auch Simon. „Mir hat es sehr gut gefallen, weil es so perfekt war. Es war schön rumzulaufen und sich etwas anzuschauen. Und alles war gut erklärt“, befand der 11-Jährige.

Initiiert wurde die Tour zum Erleben und Hören von 16 Schülerinnen, die diese im Zuge ihrer Ausbildung zum Erzieher an der Euro Akademie Pößneck eigenständig entwickelt haben. Unterstützt wurden sie bei der Umsetzung von Lehrern, Schulleitung, vom Staatlichen Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-Pößneck, dem Stadtführer Karl Ernst, dem Saalfelder Bürgerradio SRB sowie der Stadt Pößneck. Für den Rundgang machten die angehenden Erzieherinnen ausführliche Recherchen, wählten die passenden Sehenswürdigkeiten aus und sprachen die Tonbeiträge selbst ein. Die Texte zu den zwölf Stationen vereinen viel Wissenswertes und Interessantes sowie Anekdoten zu den verschiedenen Attraktionen und sind durch ihre kindgerechte Aufarbeitung bestens auf ihr junges Zielpublikum zugeschnitten. Zudem gibt es auch eingesprochene Wegbeschreibungen, mit deren Hilfe die Ziele leichter gefunden werden können. Ergänzt wird das Ganze durch einen Flyer, auf dem die Route mit kleinen Tatzen markiert und auf dem außerdem ein Rätsel mit zehn Fragen zu finden ist, deren Beantwortung nach dem aufmerksamen Zuhören während des Rundgangs kein Problem darstellen sollte.

Start der neuen Stadtführung hatte sich verschoben

Bereits im vergangnen Januar wurde das Projekt von den Initiatorinnen im Ratssaal der Stadt vorgestellt und sollte eigentlich noch im April vergangenen Jahres in das Angebot der Stadtführungen aufgenommen werden. „Die technische Umsetzung hat einige Zeit gedauert und auch die Erstellung des Flyers war mit vielen Absprachen und einigen Korrekturphasen verbunden“, begründete Anne Gölitzer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Pößneck, den verspäteten Start. Seit Donnerstag kann das Angebot nun genutzt werden. Für die Stadtführung stehen insgesamt 20 Geräte zur Verfügung, die im Museum 624 von Familien, Schulklassen, Gruppen und allen anderen Interessierten ausgeliehen werden können.

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