Montag starten Oppurger Regelschüler am Ausweichstandort in Pößneck

Pößneck/Oppurg  Am Montag starten Oppurger Regelschüler am Ausweichstandort in Pößneck in das Schuljahr. Schulleiterin: Herrichtung war ein Kraftakt

Die Vorbereitungen fürs neue Schuljahr laufen.

Die Vorbereitungen fürs neue Schuljahr laufen.

Foto: Martin Lücke

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Stellen Sie es sich so vor: Eine kleine Armee von Hausmeistern aus dem ganzen Landkreis rückt in den Ferien an und hilft mit, in Pößneck ein früheres Berufsschulgebäude auf Vordermann zu bringen. Denn am kommenden Montag ziehen dort die Schüler der Oppurger Regelschule ein, um während der zweijährigen Generalsanierung ihrer Schule an dem Ausweichstandort unterrichtet zu werden. Um das Provisorium hatte es im Vorhinein Diskussionen gegeben, ob des Zustands des Gebäudes. In den vergangenen Wochen ist viel passiert.

Am Freitagvormittag führte die Schulleiterin, Petra Müller-Zebisch, Landrat Thomas Fügmann (CDU) durchs Haus. Mit von der Partie war auch Kathleen Läßig als Vertreterin der Eltern. „Als ich vor sieben oder acht Wochen hier das erste Mal durchlief, wusste ich nicht, ob ich weinen oder lachen soll“, sagt sie über den Ursprungszustand der zwei für die Oppurger Schule bereitgestellten Etagen des Hauses in der Wohlfarthstraße. Doch jetzt könne man nur den Hut ziehen, vor dem, was dort geleistet worden sei. „Ich denke, das wird etwas. Es ist ordentlich geworden“, sagt die Mutter eines Zehntklässlers und einer Siebtklässlerin.

Peter Dietzsch, im Landratsamt zuständig für den Brand- und Katastrophenschutz, beschreibt, was zu den wichtigsten Maßnahmen im Haus gehörte: „Es musste ein Hausalarm installiert werden. Oberste Priorität hatte das Schutzziel einer schnellstmöglichen Evakuierung von Schülern und Lehrern.“ Auch hinsichtlich des Einbaus vernetzter Rauchmelder und der Fluchtwegsbeschilderung habe noch einiges getan werden müssen.

Das war aber längst nicht alles. Eine Vielzahl von Möbeln musste von Oppurg nach Pößneck geschafft werden. Bei zwölf Unterrichtsräumen und jeweils circa 28 bis 30 Stühlen kommt man allein hier auf mindestens 336 Sitzmöbel die es zu schleppen galt. Neben dem Brandschutz gehörten die Beleuchtung, die sanitären Anlagen und die Elektrik zu den Schwerpunkten der nötigen Arbeiten, führt Kerstin Beyer aus, Fachdienstleiterin Zentrales Liegenschaftsmanagement. Man habe viele Hausmeister aus Schulen des Landkreises für die Arbeiten hinzugezogen, um in den Ferien die Aufgabe stemmen zu können.

Sämtliche Anwesenden werden des Lobs der Hausmeister nicht müde: Sie hätten rangeklotzt, Schilder und Mobiliar installiert, Decken abgesaugt und mit Lappen Flächen gesäubert, konkretisiert die Schulleiterin. Neben den drei vor Ort verantwortlichen Hausmeistern Klaus Engert, Matthias Kreßner und Mario Leßing haben viele Hände aus Triptis, Neunhofen, Schleiz oder auch Blankenstein mit angepackt. Auch die Lehrer seien besonders in dieser Woche fleißig dabei gewesen.

Im Anschluss an den Rundgang entwickelt sich ein offenes Gespräch über die Situation: Denn es sei längst keine perfekte Lösung. Landrat Fügmann hob hervor, dass unter allen Umständen eine Sanierung bei laufendem Schulbetrieb in Oppurg verhindert werden sollte. Zudem würden die Mittel für die Herrichtung des Hauses (knapp 70.000 Euro) von dem Budget in Oppurg abfließen, das wolle man im Rahmen halten. Auch Personal- und In­frastruktursorgen wurden angesprochen. Die Schulleiterin zeigt sich weitestgehend zufrieden mit den Räumlichkeiten. Die Volkssolidarität sorge für die Schulspeisung. Einschränkungen gebe es vor allem im Bereich der Praxis. Das Fehlen von Werkräumen solle aber etwa durch Bastelprojekte, die Nutzung von Elektrobaukästen und auch andere Angebote in der Stadt ausgeglichen werden. Man werde da weiter nach Lösungen schauen.

Zwei im Haus anwesende Schülerinnen meinen, es sei nicht wirklich ideal, aber die Schüler würden sich am Ende mit der Situation arrangieren. Darin waren sie sich mit den Gästen einig. Die Herrichtung des Hauses sei ein außerordentlicher Kraftakt gewesen.

Die Schule lebe von Lehrern und Schülern, und was diese aus einer Situation machen könnten, so das Schlusswort der Schulleiterin.

Am 24. August, 9 bis 12 Uhr, steht der alljährliche Putztag der Schule an. Es soll auch mit von der Firma Maxit bereitgestellter Farbe gemalert werden. Man hofft auf rege Beteiligung der Schüler und Eltern.

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