Nach langer Zeit wieder eine Rassekatzenschau

Pößneck.  Mit der Pößnecker Shedhalle wurde auch 2019 Geld verbrannt. Für 2020 stehen bislang mehr als zwanzig Veranstaltungen unterschiedlicher Art fest.

Ende September wird in der Pößnecker Shedhalle wahrscheinlich alles für die Katz – hier eine Britisch-Kurzhaar-Katze – sein.

Ende September wird in der Pößnecker Shedhalle wahrscheinlich alles für die Katz – hier eine Britisch-Kurzhaar-Katze – sein.

Foto: Marco Kneise

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Die Pößnecker Stadtmarketinggesellschaft hat die Hoffnung, die Shedhallengaststätte (ehemals Sunny Garden) neu verpachten zu können, noch nicht aufgegeben. Seit Oktober wird unter ebay-kleinanzeigen.de dafür geworben – mit einem gewissen Erfolg.

„Es sind neue Anfragen eingegangen“, sagte Stadtmarketing-Chef Andreas Dreißel in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Mit einem Interessierten „aus der Region“ und einem Auslandsrückkehrer sei man jeweils vor wenigen Wochen sogar in die Phase eines Vor-Ort-Termins gekommen. Einer der beiden Gastwirte sei dann aber doch nicht erschienen, der andere habe sich schließlich für ein anderes Lokal entschieden.

„Wir vermarkten das Objekt aktiv, haben aber keinen Druck“, fasste Dreißel den aktuellen Stand zusammen. Mit kleineren Renovierungsarbeiten und Veränderungen, die man teils schon vorgenommen habe, teils anstehen, soll die Attraktivität der Gaststätte erhöht werden.

Die Halle selbst sei im vergangenen Jahr, einmal von den „immer schwachen Sommermonaten“ abgesehen, nicht schlecht ausgelastet gewesen. Sie rechne sich aber nach wie vor nicht. Dreißel geht davon aus, dass das Shedhallenjahr 2019 mit einem Minus von etwa 50.000 Euro abgeschlossen wird.

Die kommunale Stadtmarketinggesellschaft, die die Bewirtschaftung der städtischen Shedhalle Anfang 2018 übernommen hat, drängt bislang erfolglos darauf, dass die Stadt weniger Miete für das Objekt verlangt. Dreißel hat in einem früheren Gespräch mit dieser Zeitung auf die Gefahr hingewiesen, dass das Finanzamt zu viele defizitäre Stadtmarketing-Geschäftsbereiche (Stadtbad, Schützenhaus, nach der Sanierung auch das Bad am Wald, Shedhalle) wohl nicht ewig dulden werde.

Vom Puppentheaternachmittag bis zur Saale-Orla-Schau

Für 2020 stünden schon mehr als zwanzig Termine im Shedhallenkalender – vom Puppentheaternachmittag (am 16. Februar wieder) über Betriebs- und Vereinspartyabende bis zu mehrtägigen Events wie die Saale-Orla-Schau (15. bis 17. Mai). Weitere Veranstaltungen könnten noch hinzu kommen. Nicht nur Stammkunden hätten bislang Termine gebucht oder reservieren lassen, sondern auch einige neue Anbieter.

So soll nach langer Zeit wieder eine zwei-, vielleicht auch dreitägige und wahrscheinlich internationale Rassekatzenschau in der Pößnecker Shedhalle stattfinden. Ein entsprechender Verein, der selbst noch keine Öffentlichkeitsarbeit in dieser Sache betreibt, habe das Objekt jedenfalls für die Zeit vom 25. bis 27. September gemietet.

Die Stadtmarketinggesellschaft selbst will am 5. September, dem Stadtfestsamstag, in eigener Regie eine Party mit einheimischen DJs veranstalten. „Wir machen das, weil wir in diesem Jahr das 30. Pößnecker Stadtfest feiern und weil immer erzählt wird, zum Stadtfest gebe es keine Angebote für die Jugend“, kommentierte Dreißel.

Nachtflohmärkte, Gebrauchtkleiderbörsen und Hüpfburgtage, eine Reptilienschau, Kreativmessen oder die große Modellbahnausstellung vom 30. Oktober bis 1. November in der Regie des Modelleisenbahnclubs Orlabahn Pößneck runden das öffentliche Veranstaltungsprogramm in der Pößnecker Shedhalle ab. Als Nächstes wird am kommenden Wochenende zu einer Sammler- und Antiquitätenmesse eingeladen.

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