Neues Erdfall-Problem in Pößneck soll binnen Wochen erledigt werden

Pößneck.  Einer Georadar-Befahrung vom Dienstag sollen kurzfristig gezielte Erkundungsbohrungen am Pößnecker Anger folgen.

Yasmin Sanz, Geophysikerin, befährt mit einem Georadar die erdfallverdächtige Fläche am Pößnecker Anger.

Yasmin Sanz, Geophysikerin, befährt mit einem Georadar die erdfallverdächtige Fläche am Pößnecker Anger.

Foto: Marius Koity

Am Pößnecker Anger wurde am Dienstagnachmittag mit einem Geo-Radar der Bereich abgefahren, der seit Mitte der vergangenen Woche als erdfallverdächtig gilt. Untersucht wurden gut 100 Quadratmeter Fläche, vor allem das gesperrte Straßenstück rund um einen aufgegrabenen Bereich und angrenzende private Stellflächen.

Ziel sei es gewesen, Größe, Form und Tiefenlage der Hohlräume festzustellen. Schon am Donnerstag soll der Stadt ein erstes Gutachten vorliegen. Auf dieser Grundlage sollen dann Entscheidungen über Bohrungen getroffen werden. Diese gezielten Sondierungen sollen Anfang bis Mitte der nächsten Woche erfolgen. Im Anschluss, wiederum binnen weniger Tage, sollen der Stadt Vorschläge zur Beseitigung des noch unklaren Problems im Untergrund unterbreitet werden.

Erdgasleitung liegt im erdfallverdächtigen Bereich

Die rund einstündige Untersuchung wurden seitens der Stadt unter anderem von Bauamtsmitarbeiter Marco Schmidt beobachtet. Seinen Angaben zufolge, sei es für die Stadt wichtig, beispielsweise zu erfahren, ob die mutmaßliche Auslaugung einen eher technischen Hintergrund wie einen Rohrbruch habe oder aber auf natürliche Vorgänge wie den Wasserhaushalt des unweit gelegenen Weddigensees zurückzuführen sei. Die Angelegenheit sei auch deshalb spannend, weil eine Erdgasleitung im erdfallverdächtigen Bereich liege.

Spätestens Mitte November soll „der Deckel zu“, das Problem erledigt sein, so Marco Schmidt. Zu welchem Preis, sei derzeit völlig offen. Wie tief die Stadt in ihre Kasse greifen muss, hänge von der Hohlraumverfüllungstechnologie ab. Möglicherweise werde es reichen, eine bestimmte Menge sogenannten Flüssigboden in den Untergrund zu spritzen. Es könnte aber auch sein, dass man den fraglichen Bereich großflächig aufgraben und die Bodenstruktur neu aufbauen muss.

„Es ist nicht schön, was wir da haben“, resümierte Marco Schmidt. „Unser Ziel ist es aber, das Problem anständig zu lösen.“