Neues Rekordjahr für das Pößnecker Stadtbad

Pößneck.  Das Pößnecker Stadtbad hatte 2019 mehr Freizeitschwimmer und Saunagäste denn je.

Das Pößnecker Stadtbad zieht Menschen aller Generationen an.

Das Pößnecker Stadtbad zieht Menschen aller Generationen an.

Foto: Marius Koity

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Im Vergleich zu 2018 sei die Zahl der Besucher im Stadtbar Pößneck um 6,16 Prozent gestiegen, rechnete Andreas Dreißel, Geschäftsführer der bäderbetreibenden Pößnecker Stadtmarketinggesellschaft, aus. „Wir sind mit diesem Ergebnis natürlich sehr zufrieden“, sagte er in einem Pressegespräch. Bei einem weiteren Wachstum von nur einem Prozent in diesem Jahr könnte erstmals eine sechsstellige Besucherzahl erreicht werden.

Im Hauptgeschäft mit den Freizeitschwimmern sei die Zahl der Gäste um 7,2 Prozent auf rund 56.450 gestiegen (28.420 Kinder und Jugendliche, 28.030 Erwachsene). Dabei seien die Badöffnungsstunden im Laufe des vergangenen Jahres um sechs auf nunmehr 79 Stunden pro Woche verringert worden.

Bei den Kindern und Jugendlichen sind die 1565 Babys und Kleinkinder eingerechnet, für die seit dem 1. Januar 2019 ein symbolischer Euro als Eintritt bezahlt werden muss. Anders als seinerzeit im Pößnecker Stadtrat habe es an der Stadtbadkasse keinen nennenswerten Debatten zu diesem Beitrag gegeben, so Dreißel.

Verlust von mehr als einer halben Million Euro zu erwarten

In der Sauna sei die Zahl der Gäste 2019 – nach einem vergleichsweise schwachen Vorjahr – um gleich 13 Prozent auf rund 9830 gesprungen. Das sei einerseits einer wachsenden Stammkundschaft, andererseits „sehr vielen neuen Gästen“ zu verdanken. Woher kommen die denn „Wir beobachten, dass wir Besucher gewinnen konnten, die vorher ins Saalemaxx oder ins Waikiki gegangen sind“, antwortet Dreißel. Neue Impulse in dieser Sparte erhofft er sich von der zum Jahresanfang eingeführten Sauna-Tageskarte.

Bei den eigenen Kursen sei die Zahl der Interessierten um 8 Prozent auf 8100 gestiegen, bei jenen von externen Anbietern wie die Volkshochschule oder die Arbeiterwohlfahrt um 2,7 Prozent auf 6370. Nach einem ersten krankenkassenzertifizierten Wasserbewegungsangebot starte man nun mit einem zweiten, mit welchem die erreichten hohen Teilnehmerzahlen zumindest gehalten werden sollen. Derzeit locke man Gäste mit etwa 25 eigenen und etwa 15 fremden Kursen einschließlich jenen der Selbsthilfegruppen ins Stadtbad.

Als Schulschwimmer seien wie schon 2018 und 2017 wieder rund 10.300 Kinder und Jugendliche begrüßt worden. Und die Zahl der Vereinsschwimmer habe sich um 0,7 Prozent auf nunmehr 8060 erhöht.

Stadtbad Pößneck ist auch weiterhin ein Subventionsbetrieb

Der weiter gestiegenen Auslastung zum Trotz, bleibe das Stadtbad ein Subventionsbetrieb. Dreißel geht davon aus, dass man für 2019 einen Verlust „zwischen 500.000 bis 600.000 Euro“ ausweisen werde. Dieser Verlust wird in der Stadtmarketinggesellschaft mit dem Gewinn des Pößnecker Anteiles an den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck gedeckt.

Das Stadtbad-Team, dem aktuell – für die Dauer der Elternzeit von Chefin Dana König – Sebastian Schröter als Leitender Schwimmmeister vorsteht, zählt zurzeit 24 Mitarbeiter. Hinzu kommt ein Lehrling der Stadt Triptis, der in Pößneck Teile seiner Ausbildung zum Bäderbetriebs-Fach­angestellten absolviert.

Die am 25. Januar stattfindende nächste Saunanacht mit dem Motto „Winter Wonderland“ ist längst ausverkauft. Das jährliche Wasserfest ist für den 7. März angesetzt, die Ausschreibung soll in diesen Tagen veröffentlicht werden. Die 2020er Schließ- und Wartungswochen sind für die Zeit vom 3. bis 16. August angesetzt, wobei dieses Mal das Schwimmerbecken komplett geleert wird. Technik-Führungen durch das Stadtbad werden bis auf weiteres mangels Nachfrage nicht mehr angesetzt.

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