Pößnecker Kinder feiern sonnigen Brezeltag

Clara Weiland
| Lesedauer: 3 Minuten
Eine Schar Pößnecker Grundschüler lässt sich gleich auf dem Marktplatz die süße Brezel schmecken. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause konnten die einheimischen Kinder wieder ihren Brezeltag feiern.

Eine Schar Pößnecker Grundschüler lässt sich gleich auf dem Marktplatz die süße Brezel schmecken. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause konnten die einheimischen Kinder wieder ihren Brezeltag feiern.

Foto: Clara Weiland

Pößneck.  Vom Marktplatz ins Freizeitzentrum: Schulfreier, aber bewegungs- und lehrreicher Tag für die Erst- bis Viertklässler der Pößnecker Grundschulen.

„Wir machen Musik den ganzen Tag!“, ertönt es auf dem Marktplatz in Pößneck. Um das Rathaus hat sich eine Traube von Schülern und Lehrern gebildet – die ersten bis vierten Klassen der Pößnecker Grundschulen warten gespannt auf den Anfang des Programms.

Die Kinder feierten ihren Brezeltag. Das traditionelle Fest findet in Pößneck jährlich an dem Donnerstag statt, der dem Johannistag am nächsten ist. Zurückgeführt wird die Tradition auf eine Stiftung aus dem 18. Jahrhundert von Charlotte von Wolfersdorf. Wie seit vielen Jahren wird sie von Ursula Melle verkörpert.

Sie erzählt ihren zahlreichen Hörern unter anderem, wie es zu dieser einmaligen Tradition rund um das süße Gebäck kam. „Ich habe so viel gespendet, wie manche nicht einmal verdient haben, damit jedes Kind eine Brezel bekommen kann“, sagte Charlotte von Wolfersdorf.

Gestärkt geht es ins Freizeitzentrum

Ein Handpuppenspiel mit Pößchen und Neckchen beziehungsweise von Stadtverwaltungsmitarbeiter Michael Ritze und Kulturamtsleiterin Julia Dünkel veranschaulicht das Brezelbacken. So fordern die Puppen die Kinder dazu auf, einmal die Arme wie eine Brezel zu verschränken. Als musikalische Unterstützung stimmt Chorleiter André Kraft von der musikalischen Grundschule aus Pößneck-Ost das Brezellied an: „Heute ist der Brezeltag...“, schallt es fröhlich über den Marktplatz.

Dann der große Moment: Die Kinder bekommen von Bürgermeister Michael Modde (parteilos) und Charlotte von Wolfersdorf ihre Brezel überreicht. Gebacken wurden sie in der Backstube von Scherf Dein Meister Bäcker aus Könitz und gestiftet wurden sie vom Brennstoff- und Mineralölhandel Wetzel aus Pößneck.

Sichtlich gestärkt begeben sich die Schüler nun ins Freizeitzentrum, wo ein vielfältiges Programm wartet. Mit der Feuerwehr voran laufen die Kinder und Lehrer bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen los. Ganz vorne halten zwei Jungen stolz das Schild mit der Aufschrift „Pößnecker Brezeltag“ hoch.

„Wir sind Blackie und Jackie“, werden die Kleinen im Freizeitzentrum von zwei Frauen in Matrosenkostümen begrüßt. Andrea Sykora und Monique Termer geben einen lustigen Sketch. Dieses Jahr haben sie sich beim Brezeltagsprogramm vom Thema Meer inspirieren lassen.

Fangfragen für Piratenschüler

„Zur Aufnahme ins Matrosencamp müssen einige Aufgaben erfüllt werden“, richtet Termer an die Kinder. Die müssen sich überlegen, welche Meerestiere es so gibt oder wie man sich bei einem Piratenangriff verhalten sollte. Zwischendurch ziehen die Tanzgruppen Beat Bienen und The Rythmix mit Showtanz und Hip-Hop die Aufmerksamkeit auf sich. Die Schüler sind begeistert. Das liegt nicht nur an den rhythmischen Bewegungen der Tänzer, sondern auch an den eindruckvollen Kostümen. So sagt Schülerin Mila Wiening: „Mir haben die Tänze sehr gut gefallen, auch weil die Quallenkostüme so schön geglitzert haben“.

Als das Programm dann langsam dem Ende zu geht, sagt Piratin Jackie: „Jetzt suche ich noch Leichtmatrosen, die die vielen Stationen hier benutzen“. So klingt der schulfreie, dennoch recht lehrreiche Tag etwa mit Kinderschminken, Schiffebasteln oder Bewegungsspielen aus.