Justiz

Pößnecker soll jahrelang Stieftochter missbraucht haben

Das Mädchen hat ihren Stiefvater wohl selbst bei der Polizei angezeigt. Der 48-jährige Mann steht ab 14. November vor dem Landgericht Gera.

Symbolbild

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Foto: Alexander Volkmann

Pößneck. Ein 48-jähriger Mann aus Pößneck soll fast drei Jahre lang seine minderjährige Stieftochter missbraucht haben. Ab 14. November steht er deswegen vor dem Landgericht Gera.

Dem Mann wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Zweimal soll er sich beim Sex mit seiner Stieftochter mit dem Handy gefilmt habe, daher wird er auch wegen der Herstellung von kinderpornographischer Schriften angeklagt.

Zu den Missbrauchsfällen sei es zwischen dem 7. Juli 2016 und 10. Mai 2019 gekommen. Das Mädchen war in dieser Zeit 11 bis 13 Jahre alt. Zum ungeschützten Geschlechtsverkehr sei es immer dann gekommen, wenn die Kindesmutter nicht zu Hause war.

Das Mädchen hat ihren Stiefvater wohl selbst bei der Polizei angezeigt. Seit dem 15. Mai sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Für den Prozess am Landgericht Gera sind zunächst lediglich zwei Tage angesetzt. Das ist ein Hinweis darauf, dass sich der 48-Jährige wohl gleich geständig einlassen werde.

„Unser Ziel ist es, dem Mädchen eine Aussage vor Gericht zu ersparen“, erklärte Rechtsanwalt Manfred Dahmen als Pflichtverteidiger des 48-Jährigen auf Anfrage. Er suche nicht den Konflikt, sondern „ein Ergebnis, das dem Sachverhalt ohne weiteren Schaden gerecht wird“, sagte Dahmen.

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