Sieben Bewerber, vier sollen es schaffen – Pößnecker Stadtratswahl 2019

Pößneck  Linkspartei geht mit einer Frauenquote von 71,4 Prozent in den Wahlkampf

Charlotte Förster, 71, Rentnerin, Mitglied des Stadt­rates seit 2004, Listenplatz 1.

Charlotte Förster, 71, Rentnerin, Mitglied des Stadt­rates seit 2004, Listenplatz 1.

Foto: Marius Koity

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Die Pößnecker Linke geht mit einer siebenköpfigen Liste in den Stadtratswahlkampf. Die Kandidaten wurden in einer öffentlichen Versammlung im Senioren- und Sozialzentrum der Volkssolidarität in Pößneck-Süd nominiert. Vor fünf Jahren hatte die Linke noch acht, vor zehn Jahren neun Bewerber ins Rennen geschickt.

Neben der kompletten jetzigen Stadtratsfraktion mit langjährigen Kommunalpolitikerinnen wie Charlotte Förster, Brigitte Schiller und Helga Weit­hase sowie Nachrücker Alexan-der Born wollen auch drei Einheimische Verantwortung übernehmen, die sich in Pößneck noch nicht um ein Stadtratsmandat beworben hatten. „Wir wollen etwas für unsere Gesellschaft tun, etwas für unsere Kinder und Enkelkinder“, erklärte Peter Wedekind aus der Reihe der drei Neuen.

Ziel der Linken sei es, im nächsten kommunalen Parlament wie seit 2009 mit vier Stadträten vertreten zu sein, aber „gern auch mit fünf“, so Charlotte Förster. Die Liste bilden neben Mitgliedern auch Sympathisanten der Partei. Der Stadtratswahlkampf soll mit Mitteln der Partei und erhofften Spenden finanziert werden.

Das Durchschnittsalter der Bewerber liegt bei rund 58,5 Jahren. Der Frauenanteil auf der Liste liegt bei 71,4 Prozent.

„Das Gute in unserem Stadtrat ist, dass man mit allen Fraktionen zusammenarbeiten kann“, sagte Charlotte Förster in ihrem Rückblick. „Die Wünsche von mehr als 10.000 Menschen auf einen Nenner zu bringen, ist schon nicht einfach“, stellte sie in den Raum. Ziel der Linken sei es gewesen und bleibe es, „dass es den Menschen besser geht und dass sie in Frieden leben können“. Es schwang die Versicherung mit, dass die Linke keinen Klassenkampf in den Stadtrat tragen werde.

Einem Wahlprogrammentwurf des Ortsvorstandes zufolge will die Linke, dass in den nächsten Jahren zum einen die Jugendlichen, zum anderen die Senioren „besser einbezogen“ werden in kommunalpolitische Entscheidungen. Stadtratsfraktion und Basisorganisation wollen unter anderem die Sanierung des Bades am Wald begleiten, sich für den Erhalt des Freizeitzentrums/Mehrgenerationenhauses einsetzen, für saubere Straßen und hundefreie Kinderspielplätze eintreten. Parteiexklusive Initiativen sind unter anderem die „Umsetzung der Straßenlaternen in der Prof.-Franz-Huth-Straße aus dem Gehweg heraus“, die Schaffung „guter Rahmenbedingungen“ sowohl für die Mitarbeiter als auch die Nutzer der Tafel in der Saalfelder Straße, die Herstellung eines sicheren Weges im Bereich der Villa Altenburg zur Altenburg selbst. Rathaus und Stadtverwaltungsgebäude Neustädter Straße 1 soll barrierefrei werden und Radfahrer verdienen Wege, die „ordentlich, gut erkennbar und unfallfrei nutzbar“ sind. Eine detaillierte partei­interne Wahlprogrammdiskussion, ergänzt um Anregungen der Basis, soll noch in dieser Woche beginnen.

Der Pößnecker Stadtrat wird am 26. Mai von 8 bis 18 Uhr gewählt

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